Text: Eishockey.at/Foto: Puckfans.at

Jahrgang 2017

Der Finaltag einer IIHF Weltmeisterschaft bietet den perfekten Rahmen für stilvolle Ehrungen. Am Sonntag fand der langjährige Präsident des Österreichischen Eishockeyverbandes, Dr. Dieter Kalt, Aufnahme in die "IIHF Hall of Fame".

Nach Walter Wasservogel im Jahr 1997 und Dr. Hans Dobida im Jahr 2007 wurde am Sonntag vor den Finalspielen der diesjährigen IIHF Weltmeisterschaft in Köln Dr. Dieter Kalt als dritter Österreicher in der Kategorie "Builder" in die Ruhmeshalle des Internationalen Eishockeyverbandes aufgenommen.

"Diese Aufnahme in die Hall of Fame ist das Highlight meiner Eishockey-Laufbahn. Es ist für mich persönlich eine große Ehre, aber auch eine Anerkennung für den ÖEHV und die Arbeit, die wir in den letzten Jahrzehnten gemeinsam gemacht haben. Wir haben die Entwicklung des Eishockeys in Mitteleuropa mit den grenzüberschreitenden Ligen vorangetrieben und dafür gesorgt, dass der Sport einen höheren Bekanntheitsgrad erhält", freute sich ein sichtlich emotionaler Dr. Kalt, den seine Kinder und Enkelkinder zu diesen Feierlichkeiten begleitet haben, im Rahmen der Zeremonie im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln.

Unter den anwesenden Gratulanten findet sich auch Mag. Gernot Mittendorfer, aktueller Präsident des ÖEHV und somit Nachfolger von Kalt: "National und international hat sich Dieter Kalt für den Eishockeysport engagiert und einen großen Beitrag für die Entwicklung in Österreich geleistet. Es bereitet mir große Freude, dass der langjährige Präsident des ÖEHV für seine Verdienste diese Auszeichnung erhält und in der Hall of Fame einen Platz in der Eishockeygeschichte einnimmt."

Die ersten Gratulanten bei Dr. Dieter Kalt: Christian Hartl, Peter Schramm und Mag. Gernot Mittendorfer sowie Kalts Enkelkind.

Die ersten Gratulanten bei Dr. Dieter Kalt: Christian Hartl, Peter Schramm und Mag. Gernot Mittendorfer sowie Kalts Enkelkind.

Der am 29. Juli 1941 geborene Dieter Kalt begann bereits in jungen Jahren eine eindrucksvolle Eishockeykarriere, sowohl als Spieler, Schiedsrichter, Trainer und auch als Funktionär. Als Spieler des EC-KAC holte der frühere Stürmer zehn österreichische Meistertitel und nahm mit der österreichischen Nationalmannschaft an zwei Olympischen Winterspielen (1964 und 1968) wie zahlreichen IIHF Weltmeisterschaften teil.

Nach seiner aktiven Karriere als Spieler wechselte Kalt 1972 in das Schiedsrichterwesen und verfolgte den Sport für zwei Saisonen aus dieser Perspektive. Gleichzeitig absolvierte der Kärntner die staatliche Trainerausbildung und übernahm danach seinen Klagenfurter Stammverein. 1977 begann Kalt, der neben dem Eishockey ein Jus-Studium erfolgreich abschloss, seine Laufbahn als Funktionär im österreichischen Eishockey, die knapp 40 Jahre lang dauern.

Nach der IIHF Weltmeisterschaft in Wien 1996 übergab Dr. Dobida das Amt des ÖEHV-Präsidenten an Dr. Kalt, der bis 25. Juni 2016 in dieser Funktion blieb. In seiner Amtszeit konnten zahlreiche Großveranstaltungen, darunter die IIHF Weltmeisterschaft 2005 in Wien und Innsbruck nach Österreich geholt werden. Bei seiner letzten Generalversammlung wurde ihm der Titel des Ehrenpräsidenten des ÖEHV verliehen.

Gemeinsam mit Dr. Kalt fanden im Jahrgang 2017 auch die ehemaligen Spieler Saku Koivu (FIN), Uwe Krupp (GER), Joe Sakic (CAN), Teemu Selänne (FIN) und Angela Ruggiero (USA) Aufnahme in die "IIHF Hall of Fame". Den "Paul Loicq Award" erhielt der Franzose Patrick Francheterre, mit dem "Richard Torriani Award" wurde der Schotte Tony Hand ausgezeichnet. Insgesamt ist Kalt Österreichs Nummer fünf in der "Hall of Fame": In der Kategorie Spieler wurde Josef Puschnig 1999 als bisher einziger Österreicher mit dieser Auszeichnung geehrt und 2005 erhielt Rita Hrbacek, ehemalige Generalsekretärin des ÖEHV, den "Paul Loicq Award" für die Verdienste um den Eishockeysport.