Lehrgang in Salzburg

Am Montag fand die erste Coaches‘ Clinic der laufenden Saison statt. 45 Teilnehmer erhielten Einblicke über die Aktivitäten der Nationalmannschaften und einen Vortrag über die körperliche Leistungsfähigkeit.

Der Österreichische Eishockeyverband lud am Montag nach Salzburg ein, um das erste Trainerseminar der aktuellen Saison zu veranstalten. Die letzten Aktivitäten der österreichischen Nationalmannschaften standen ebenso auf der Tagesordnung wie ein Vortrag über Verletzungsprävention und körperliche Leistungsfähigkeit von der Bundessportakademie Wien und die Vorstellung der neuen Trainerausbildung, die sich gerade im ersten Jahr befindet.

Roger Bader (A-Nationalteam), Paul Ullrich (U20) und Andreas Brucker (U18) lieferten ihre Eindrücke über die Turniere im internationalen Break Anfang November ab und gaben einen kurzen Ausblick auf die in den nächsten Wochen anstehenden Trainingslager und Weltmeisterschaften.

Bader, der vor einer Woche auch das Klubmentoring beim österreichischen Meister EC Red Bull Salzburg durchgeführt hat, lieferte zudem eine Momentaufnahme über das österreichische Eishockey im internationalen Vergleich ab.

"Wir haben in den letzten Jahren gute Schritte gesetzt, um den österreichischen Nachwuchs auf ein höheres internationales Level vorzubereiten. Wir haben mehr Trainingslager und mehr Spiele in das Programm aufgenommen", erklärte Bader. "Der nächste Punkt ist, dass wir konkreter über Stärken und Schwächen der Spieler sprechen müssen. Es reicht nicht, wenn wir sagen, dass er brav gespielt hat und ok war. Jeder Spieler hat seine eigene Persönlichkeit, die respektiert werden soll und muss."

Erwin Reiterer von der Bundessportakademie Wien hielt dazu passend seinen Vortrag über „Belastungsverträglichkeit: Ein Grundkonzept für Verletzungsprävention und körperliche Leistungsfähigkeit“. Der Schwerpunkt lag auf einem langfristigen Rumpf- und Stützkraftaufbau bei Sportlern mittels sensomotorischen Trainings, Muskelaufbautrainings, Muskelkettentrainings sowie konditioneller und exzentrischer Rumpf- und Stützkraftentwicklung.

Abschließend kamen auch zwei angehende Trainer, die seit 1. Mai den ersten Durchgang der neuen Trainerausbildung durchlaufen, zu Wort. Herbert Hohenberger und Gerhard Unterluggauer sprachen über den allgemeinen (Bundessportakademie Wien) und den speziellen Ausbildungsteil (gemeinsam mit dem finnischen Olympiazentrum Vierumäki). Im nächsten Jahr werden die 20 Teilnehmer dieses ersten Kurses mit dem Trainerdiplom abschließen.

"In den letzten fünf Jahren haben wir neun Coaches‘ Clinics abgehalten. Es hat sich gezeigt, dass diese Zusammentreffen mit den österreichischen Trainern sehr wichtig sind. Einerseits erhalten die Trainer Informationen über die Nationalmannschaften und ihre eigenen Spieler, andererseits haben wir uns stets bemüht, auch interessante Vorträge zur Verfügung zu stellen", freute sich Sportdirektor Alpo Suhonen über den gegenseitigen Nutzen dieser Veranstaltungen.