"Austrian Hockey Forum" in Salzburg

Am Samstag fand in Salzburg das erste "Austrian Hockey Forum" statt. Über 40 Interessensvertreter aus allen Sparten des österreichischen Eishockey setzten sich an einen Tisch und werden in Zukunft gemeinsam die erarbeiteten Ziele verwirklichen.

Gemeinsam heißt das neue Schlüsselwort im österreichischen Eishockey! Am Samstag trafen sich erstmals in Salzburg zum ersten "Austrian Hockey Forum" über 40 Interessensvertreter des heimischen Eishockey – Österreichischer Eishockeyverband, Landesverbände, Erste Bank Eishockey Liga, Klubs, Sportministerium, Nationalteamtrainer, Medien – und diskutierten über die nahe sowie ferne Zukunft im österreichischen Eishockey.

Das erste Ziel wird sein, die Struktur zwischen ÖEHV, Ligen und Landesverbänden neu zu organisieren und klare Linien bzw. Aufgaben zwischen den Beteiligten zu verteilen. "Die Tatsache, dass so viele Personen zu diesem Forum gekommen sind, zeigt, dass vielen das österreichische Eishockey am Herzen liegt. Dies war der erste Schritt, um eine gute Entwicklung zu ermöglichen und voranzutreiben", erklärte Mag. Gernot Mittendorfer, Vorsitzender des "Austrian Hockey Board". "Wir haben viele Themengebiete, die wir aufarbeiten müssen. Im Oktober wollen wir das zweite Forum veranstalten und die ersten Resultate präsentieren."

Besonders interessiert lauschten die Anwesenden dem Vortrag von Ueli Schwarz, der beim Schweizer Eishockeyverband die Aufgaben des Direktors für "Elite Sports" inne hat. "Die Schweiz hat lange Zeit versucht, andere Nationen zu kopieren. Das hat nicht geklappt. Jedes Land braucht seine eigene Identität, um die eigenen Stärken und Vorteile herauszustreichen", erklärte der Schweizer. "Seit 2011 arbeiten wir in der Schweiz gemeinsam, zuvor hat auch jeder sein eigenes Süppchen gekocht. Aber nur gemeinsam können Verbände, Klubs und Ligen das Eishockey weiterbringen."

Die Stimmung nach einem Tag voller Diskussionen und Inputs, wie das heimische Eishockey weitergebracht werden kann, war enorm positiv. Alle Beteiligten werden die Kommunikation und die Zusammenarbeit vertiefen, um kurzfristig die ersten positiven Erfolge einzufahren. "Es war ein erster wichtiger Schritt, dass diese große Anzahl an Personen zu einer konstruktiven Diskussion bereit war. Wir müssen jetzt gemeinsam weiter arbeiten, damit wir die Ziele auch erreichen", meinte ÖEHV-Präsident Dr. Dieter Kalt.

Tags zuvor veranstaltete der ÖEHV die letzte "Coaches Clinic" der Saison 2013/14 in Salzburg. Knapp 50 Trainer aus allen Teilen Österreichs kamen der Einladung nach und verbrachten den Tag mit interessanten Beiträgen internationaler Vortragender. Nach dem Saisonrückblick über die österreichischen Nationalmannschaften von Sportdirektor Alpo Suhonen und U18-Trainer Dieter Werfring begann die internationale Vortragsreihe.

Mika Vähälummukka, Dozent des finnischen Sportinstituts in Vierumäki, sprach über die Entwicklung von Jugendlichen und die Einteilung des Trainings. Anders Olsson und Christofer Davidsson vom schwedischen Spitzenklub HV71 referierten über die Klubstrategie für Junioren sowie Roger Bader, neuer Ausbildungs- und Entwicklungsleiter im ÖEHV, über die Voraussetzungen eines internationalen Spielers.

"Ich persönlich habe sehr viel gelernt an diesen beiden Tagen. Die Vorträge waren sehr gut und haben gut erklärt, dass wir als Trainer große Verantwortung im Umgang mit dem Nachwuchs haben. Wir müssen es schaffen, die Jugendlichen in Verbindung mit ihrer Schul- und Berufsausbildung bestmöglich auf das Profileben vorzubereiten", meinte Christoph Brandner.

Austrian Hockey Board
Österreichs Eishockey liegt auch dem Austrian Hockey Board am Herzen: Die Ziele sind eine Bündelung aller Kräfte (Erste Bank, Österreichischer Eishockeyverband, Erste Bank Eishockey Liga) zur positiven Entwicklung des Eishockeysports, effizientere Strukturen zu schaffen, die Weiterführung des internationalen Ligaprojekts und die Ausbildung österreichischer Trainer für den Nachwuchs.