Vorstellung des neuen Sportdirektors

Der Österreichische Eishockeyverband hat am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Kapfenberg Alpo Suhonen als neuen Sportdirektor vorgestellt. Bis November wird sich der Finne ein Bild vom heimischen Eishockey machen und einen ersten Zwischenbericht ablie

Die Strategie- und Strukturanalyse durch die Firma Contrast Management Consulting wird im Österreichischen Eishockeyverband einige Änderungen mit sich bringen. Als erste Neuerung hinsichtlich einer Veränderung im sportlichen Aspekt wurde Anfang Juni Alpo Suhonen zum neuen Sportdirektor ernannt.

Der 63-jährige Finne hat vor einer Woche seine neue Arbeit begonnen und wurde am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz in Kapfenberg, wo derzeit das österreichische U20- und U18-Nationalteam ein Teamcamp abhält, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Aufgaben für den bereits 46 Jahre im Eishockey beschäftigten Suhonen sind vorerst klar: eine Evaluierung des heimischen Eishockeysports (Profisport, Amateursport, Nachwuchs, Trainerausbildung, Schiedsrichterausbildung etc.) in Zusamenarbeit mit den Klubs der Erste Bank Eishockey Liga. Die ersten Ergebnisse sind in einem Bericht im November dieses Jahres zu erwarten, nachdem diese auch im neu gegründeten "Austrian Hockey Board" besprochen wurden.

"In Kapfenberg sind alle unsere Trainer vor Ort. Dann kann sich der neue Sportdirektor schon ein sehr gutes Bild von den Nationalteamangelegenheit machen", versicherte Präsident Dr. Dieter Kalt im Gespräch mit den Journalisten. "Suhonen ist ein international renommierter Mann, der uns auf den richtigen Weg bringen kann."

In seiner Laufbahn hat Suhonen bereits in 15 verschiedenen Städten gearbeitet, unter anderem als Head bzw. Assistant Coach in der National Hockey League für Winnipeg, Toronto und Chicago. "Ich war schon in vielen Ländern, auf vielen Kontinenten und habe schon viel gesehen", bestätigte der 63-Jährige.

"Ich möchte dem österreichischen Eishockey neue Impulse geben. Dafür müssen aber alle Bestandteile des Sports zusammenarbeiten. Es muss eine Harmonie herrschen, damit wir gemeinsam das Eishockey wieder nach vorne bringen können."

Ein erster Schritt ist hier das Trainingslager der Nachwuchsnationalteams in Kapfenberg. In weiterer Folge wird sich Suhonen mit den heimischen Profiklubs beschäftigen und jedem Verein der Erste Bank Eishockey Liga noch bis Ende August einen Besuch abstatten, um deren Sichtweise anzuhören und zu verarbeiten.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der ersten Arbeitsmonate wird die Trainerausbildung in Österreich sein. "Wir verhandeln gerade mit dem finnischen Verband über eine Zusammenarbeit mit dem Vierumäki Sportinstitut. Kurzfristig können wir hier unser geplantes Projekt mit Seminaren und Meetings unterstützen. Langfristig müssen wir schauen, dass wir eine gute Trainerausbildung in Österreich umsetzen können", beendete Suhonen seinen ersten öffentlichen Auftritt als Sportdirektor.