Spieler des Jahres: Michael Grabner

In der von österreichischen Experten durchgeführten Wahl zum besten österreichischen Eishockeyspieler des Jahres 2011 setzte sich Michael Grabner gegen Thomas Vanek und Bernhard Starkbaum durch. Der Villacher wurde insgesamt sechs Mal auf Rang eins gewähl

2011 schrieb Michael Grabner in der National Hockey League Schlagzeilen, nachdem der 24-Jährige beim All-Star-Game den Bewerb des schnellsten Eisläufers gewann und zu Saisonende unter den besten drei Rookies der Liga landete.

Diese Leistungen fanden auch in seiner Heimat Österreich Beachtung. In der vom Powerplay-Magazin und Österreichischen Eishockeyverband durchgeführten Wahl zum besten Österreichischen Spieler des vergangenen Jahres wurde der Stürmer der New York Islanders sechs Mal auf Rang eins gewählt und setzte sich dadurch gegen Thomas Vanek von den Buffalo Sabres (vier Mal an erster Stelle) und Bernhard Starkbaum vom EC Rekord Fenster VSV (zwei Erstreihungen) durch.

Michael, herzlichen Glückwunsch. Wie fühlt es sich an, zum besten österreichischen Spieler gewählt worden zu sein?
Michael Grabner: Es ist großartig und eine große Ehre für mich. Es gibt so viele gute Österreicher, ob in europäischen Ligen oder in Österreich. Thomas Vanek und Andreas Nödl hätten es sich auch verdient. Dass ich mich hier durchgesetzt habe, macht es ganz speziell. Es freut mich, dass meine Karriere in Österreich so verfolgt wird.

Seit einem Jahr bist du auch Vater. Wie kann man eine NHL-Karriere und die Familie unter einen Hut bringen?
Grabner: Mein Leben hat sich auf jeden Fall verändert. Manche Tage sind natürlich einfacher als andere, aber ich würde nichts gegen meinen Sohn eintauschen. Es ist meine erste Saison als Vater, von Tag zu Tag geht es auf dem Eis besser.

Rund 20 Spiele bleiben euch noch, um ins Play-off zu kommen. Was muss passieren, damit dies gelingt?
Grabner: Zu Saisonbeginn haben wir nicht gut gespielt und zu oft verloren. Zuletzt klappte es ganz gut und wir werden alles versuchen, noch ins Play-off zu kommen. Jeder Punkt, jedes Tor kann entscheidend sein.

In der letzten Saison warst du bester Torschütze deines Teams. Wie schwer ist das zweite Jahr?
Grabner: Ich wünschte, ich hätte mehr Punkte auf meinem Konto. Ich hatte gute Möglichkeiten, nur leider ist die Scheibe nicht so oft ins Tor gegangen wie im Vorjahr. Das zweite Jahr ist sicher schwieriger, die anderen Teams wissen jetzt, wie ich spiele. Ich muss nun einen Weg finden, trotzdem meine Tore zu machen. Gute Spieler finden eine Lösung, daran muss ich jetzt arbeiten.