Alpo Suhonen zu Gast beim ÖEHV

Am Rande der IIHF Weltmeisterschaft Division IA in Slowenien traf sich der Österreichische Eishockeyverband mit einem ersten internationalen Kandidaten für den neuen Posten des Sportdirektors. Der Finne Alpo Suhonen war von den Gesprächen angetan.

Nachdem im Rahmen der Strategie- und Strukturanalyse des Österreichischen Eishockeyverbandes, die unter Leistung von Contrast Management Consulting in den letzten Monaten durchgeführt wurde, die Wichtigkeit der Position eines Sportdirektors erkannt wurde und dieser Posten im Jänner offiziell ausgeschrieben wurde, hat der ÖEHV am Rande der IIHF Weltmeisterschaft Division IA in Slowenien einen ersten internationalen Kandidaten getroffen.

Der Finne Alpo Suhonen war drei Tage lang Gast des ÖEHV in Ljubljana und konnte in dieser Zeit seine Vorstellungen und Ansichten in Sachen Eishockey Präsident Dr. Dieter Kalt, Vizepräsident Peter Schramm und Generalsekretär Christian Hartl präsentieren.

Ein Eckpunkt des neuen Strategie- und Strukturkonzeptes ist die Aufbauarbeit und Weiterentwicklung des heimischen Eishockeyniveaus. Die professionelle Vorbereitung und Überwachung dieses Punktes wird eine Aufgabe des Sportdirektors und dessen Abteilung innerhalb des österreichischen Verbandes sein.

Suhonen blickt auf 46 Jahre im Eishockeysport zurück, war lange Jahre Head Coach finnischer Nachwuchsnationalteams, Schweizer Profiklubs (Ambri-Piotta, ZSC Lions, Kloten und Bern) und Teams in der National Hockey League (Winnipeg, Toronto, Chicago).

Zahlreiche Meistertitel und Medaillen pflastern seinen Lebensweg ebenso wie Pionierarbeit in Sachen Eishockeyentwicklung in Finnland. "In den 1960er und 1970er Jahren wurde in Finnland vom Amateur- zum Profibetrieb umgestellt. An dieser Entwicklung war ich maßgeblich beteiligt und konnte in meiner Heimat die Professionalisierung des Eishockey vorantreiben", erklärt Suhonen, der die Gespräche mit dem ÖEHV als "gut, gelungen und interessant" bezeichnet.

Mehr Professionalität möchte auch der ÖEHV in seine Nachwuchs- und Trainerarbeit bringen. "Wenn man sich Finnland heute ansieht, erkennt man, dass sie in der Vergangenheit vieles richtig gemacht haben", meint Präsident Dr. Kalt. "Spieler und Trainer sind das wichtigste Element in unserem Sport. Hier wollen wir in Zukunft eine professionelle Ausbildung und Entwicklung installieren."

Die Suche nach der passenden Person für den neuen Sportdirektor im ÖEHV ist damit noch nicht abgeschlossen, auch wenn das Zusammentreffen mit Suhonen einen positiven Verlauf genommen hat. Weitere Gesprächsrunden mit nationalen und internationalen Interessierten werden in den nächsten Wochen noch stattfinden.