Nach dem Turnier ist vor dem Turnier

Mit einem 1:3 gegen Frankreich beendete Österreichs Damennationalteam die diesjährige Olympiaqualifikation. Somit gab es auch im letzten Spiel nichts Zählbares für die Österreicherinnen, die diesmal über 60 Minuten beherzt kämpften und mehr Spielanteile hatten.

Wenn ein Team allerdings bei 34 Torschüssen nur einen Treffer erzielt, dann ist es natürlich schwer, am Ende als Sieger vom Eis zu gehen. Die österreichischen Coaches reagierten nach den ersten beiden Spielen und stellten die Linien bereits in Hinblick auf die kommende Heim-WM um. Und das machte sich durchaus positiv bemerkbar. Österreich hatte etwas mehr vom Spiel, konnte die Überlegenheit aber nicht in Tore ummünzen. So stand bis zur 37. Spielminute ein 0:0 auf der Anzeigetafel, ehe die Französinnen den ersten Treffer erzielen konnten. Noch vor der zweiten Drittelpause gelang im zweiten Überzahlspiel der Ausgleich. Auch der Schlussabschnitt verlief wieder einigermaßen ausgeglichen, bei 51:40 verwertete Frankreich aber das insgesamt 7. Powerplay zum Siegtreffer. Österreich gab nicht auf und hatte bis kurz vor Spielende noch mehrere Ausgleichschancen, die aber allesamt ungenützt blieben. Symptomatisch für dieses Turnier dann noch das Empty Net Goal für Frankreich bei 59:59...

Den Platz bei den olympischen Winterspielen holte sich verdientermaßen Gastgeber Japan, das vor über 3000 begeisterten Fans im Stadion und zahlreichen Zuschauern vor dem TV-Gerät (das Spiel wurde wie alle anderen live übertragen) Deutschland mit 3:1 besiegen konnte.

Nachdem bereits am 15. April 2017 die Heim-WM in Graz beginnt, zitierte Teamchef Pekka Hämäläinen die Mannschaft unmittelbar nach dem Finalspiel zu einem Team-Meeting, wo die Maßnahmen in der Vorbereitung für Graz besprochen wurden. Denn dort trifft das Team wieder auf Japan und Frankreich. Sowie weiters auf Norwegen, Dänemark und Ungarn. "Der Ausgang des Turniers ist natürlich enttäuschend für uns, weil wir leider nicht alles, was wir uns in den letzten Monaten vorgenommen haben, auch vernünftig umgesetzt haben. Wir haben jetzt noch zwei Monate Zeit, um das Ganze wieder ins Lot zu bringen. Um unsere Schwächen auszumerzen und um in Graz unser Land wieder stolz zu machen!" (Pekka Hämäläinen)


Quelle Foto: Wolfgang Handler / Pixelpoint


Spiele Olympiaqualifikation:

Donnerstag, 9. Februar 2017:
Deutschland - Frankreich   3:2 n. P. (0:1, 1:0, 1:1, 0:0, 1:0)

Österreich - Japan   1:6 (1:1, 0:2, 0:3)
Tor für Österreich:
Kantor Esther (19:29 / Altmann Denise)
Strafen: 6 bzw. 2 Minuten

Samstag, 11. Februar 2017:
Deutschland - Österreich   4:1 (2:1, 0:0, 2:0)
Tor für Österreich:
Kantor Esther (06:52 / Meixner Anna)
Strafen: 6 bzw. 18 Minuten

Japan - Frankreich   4:1 (1:0, 1:1, 2:0)

Sonntag, 12. Februar 2017:
Frankreich - Österreich   3:1 (0:0, 1:1, 2:0)
Tor für Österreich:
Beiter Eva (39:45 / 5:4 PP)
Strafen: 6 bzw. 14 Minuten

Japan - Deutschland   3:1 (0:0, 2:1, 1:0)

Weitere Infos & Live Scores siehe: http://w-groupd.pyeongchang2018.iihf.hockey/en/