Suhonen ist neuer Teamchef

Daniel Ratushny nahm von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch und ist nicht mehr Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft. Aufgrund der anstehenden Olympiaqualifikation im August übernimmt eine interne Lösung die nächsten Agenden.

Nach dem Ende der IIHF Weltmeisterschaft Division I Gruppe A nahm sich Daniel Ratushny einige Tage Zeit, um über seine zukünftige Situation mit dem neuen Trainerjob in der Schweiz nachzudenken. Am Ende entschied sich der Kanadier, der zwei Jahre lang die österreichische Nationalmannschaft trainierte, gegen eine Fortführung seiner doppelten Trainertätigkeit.

Ratushny zur Beendigung seines Vertrages mit dem Österreichischen Eishockeyverband: "Nach sorgfältiger Betrachtung aller Umstände bin ich zum Schluss gekommen, dass es für mich leider nicht mehr möglich ist, als Head Coach von Team Austria weiterzumachen, während ich gleichzeitig eine Mannschaft in der Schweiz betreue. Es war eine Ehre für mich, eine Gruppe von jungen, motivierten österreichischen Spielern, die ehrenvoll ihr Land an internationalen Turnieren vertreten wollten, zu coachen. Wenn der ÖEHV und die österreichischen Mannschaften der Erste Bank Eishockey Liga weiterhin einen gemeinsamen Fokus auf die Entwicklung solcher Spieler legen, bin ich sehr überzeugt, dass Österreich in den kommenden Jahren sich zu einer Top-14-Nation etablieren wird. An dieser Stelle danke ich dem ÖEHV von Herzen für das Vertrauen und die sehr gute Zusammenarbeit: es waren zwei Jahre, an die ich immer mit großer Freude und Stolz zurückdenken werde."

Aufgrund der nahenden Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2018, die von 1. bis 4. September in Lettland ausgetragen wird, entschied sich das Präsidium des ÖEHV für eine interne Lösung als neues Trainergespann. Sportdirektor Alpo Suhonen wird für die kommende Saison auch als Teamchef fungieren, U20-Nationalteamtrainer und Ausbildungschef Roger Bader wird ihm als Assistenztrainer zur Seite stehen. Die weiteren Personalentscheidungen obliegen dem neuen Trainerteam.

"Wir haben vor vier Jahren mit Alpo Suhonen begonnen, für Österreich eine eigene Identität zu entwickeln. Diesen Weg werden wir nicht verlassen, sondern noch intensiver weitergehen", erklärt Präsident Dr. Dieter Kalt. "Alpo Suhonen hat in den letzten vier Jahren alle Spiele der Nationalmannschaft gesehen und kennt daher die Spieler und deren Fähigkeiten. Es war daher ein logischer Schritt, ihn mit der Aufgabe als Teamchef zu betrauen. Mit Roger Bader steht ihm ein Mann zur Seite, der in den letzten Jahren das österreichische Nachwuchseishockey sehr genau kennengelernt hat und dadurch ebenso über hohe Kenntnisse über unser Eishockey verfügt."

Die Eckpunkte für die finale Olympiaqualifikation wurden bereits abgesteckt. Ab 21. August wird sich die österreichische Nationalmannschaft in Wien vorbereiten und am 24. August auch ein Länderspiel gegen die Slowakei absolvieren. Tags darauf wartet der Flug nach Norwegen, wo in Oslo gegen den Zehnten der aktuellen IIHF Weltmeisterschaft zwei weitere Vorbereitungsspiele geplant sind. Ab 29. August befindet sich die Nationalmannschaft dann in Lettland, das erste Qualifikationsspiel findet drei Tage später gegen den Gastgeber statt.

"Dieses Turnier ist für Österreich besonders wichtig, geht es doch um die Teilnahme an Olympischen Spielen. Wir wissen, dass es nicht einfach wird, da Deutschland aktuell eine sehr gute Weltmeisterschaft gespielt hat. Aber bei einem Turnier ist alles möglich, wie wir 2013 bewiesen haben. Und wenn unsere NHL-Spieler dabei sind, strahlen wir mehr Gefahr vor dem Tor aus. Das brauchen wir, wenn wir auf unsere letzten Spiele zurückblicken", meint der neue Teamchef Suhonen.