Start der Wiener Akademie

Erstmals läuteten am Montag die Schulglocken in der Humboldt Bildungsgesellschaft im vierten Wiener Gemeindebezirk. Zehn hoffnungsvolle Eishockeytalente bilden den ersten Jahrgang der Vienna Capitals Hockey Academy.

Mit dem ersten Schultag findet eine langjährige Vorbereitung und Planung ihr Ende. Mit der Humboldt Bildungsgesellschaft konnte eine Schulkooperation eingegangen werden, um den so wichtigen Spagat zwischen schulischer Ausbildung und sportlicher Heranführung an ein Profiniveau zu schaffen. In der Humboldtschule haben die Nachwuchscracks die Möglichkeit, einen Handelsschulabschluss zu erlangen.

Optional gibt es im Anschluss sogar mit einer darauf aufbauenden Ausbildung die Möglichkeit, eine Handelsakademie-Matura abzulegen. "Mir ist sehr wichtig, dass in diesem Alter nicht nur auf den Sport geachtet wird, sondern auch der beruflichen Ausbildung Augenmerk geschenkt wird. Nicht jeder Spieler schafft den Sprung zum Profi“, so der sportliche Leiter Christian Dolezal.

Geht es nach Dolezal, soll das den Cracks der Vienna Capitals Hockey Academy freilich nicht passieren. Die Akademieteilnehmer werden in die Silver Capitals U16 unter der Ägide von Peter Schweda integriert und nehmen an der österreichischen U16-Meisterschaft teil.

Für die administrative Abwicklung ist Akademieleiter Jürgen Wallner verantwortlich. Der General Manager der UPC Vienna Capitals, Franz Kalla, bezeichnet den Startschuss als einen ganz besonderen für den Verein: „Ich glaube wir haben hier eine Idee umgesetzt, die für ganz Eishockey-Österreich interessant ist. Ich bin stolz, dass wir den Wiener Nachwuchshoffnungen ein solches Programm anbieten können."

Für das Schuljahr 2016/17 gibt es bereits zahlreiche Interessenten, Christian Dolezal entscheidet aufgrund der sportlichen Fähigkeiten über die Aufnahme in die Akademie. Am ersten Schultag sorgten auch die beiden Spieler Andreas Nödl und Dominic Hackl für eine zusätzliche Motivation der Nachwuchstalente.

Der Schulbetrieb in der Akademie ist an die unterschiedlichen Anforderungen während der Eishockeysaison angepasst. So wird dem Sport in besonders wichtigen Wochen mehr Zeit gewidmet, wie die Geschäftsführerin der Humboldt Bildungsgesellschaft, Ilse Stria, betont.

Daher beginnt das Schuljahr für die Spieler bereits zwei Wochen vor dem offiziellen Schulstart in Wien. "Die Prüfungen und Schularbeiten finden dabei außerhalb jener Zeiten statt, in denen die Belastung durch viele Matches am größten ist. Eine Kombination von Präsenzzeiten und Fernlehr-Elementen verleiht der Ausbildung darüber hinaus die nötige Flexibilität", verdeutlicht Stria die entscheidenden Vorteile des Akademiekonzepts.