Knappe Niederlage zum Abschluss

Im abschließenden Spiel der Euro Ice Hockey Challenge unterlag die österreichische Nationalmannschaft am Samstag der Slowakei mit 2:3. Die neue und erfrischende Spielweise begeisterte an diesen drei Spieltagen aber das Wiener Publikum.

Vor dem dritten Turnierspiel stand die österreichische Nationalmannschaft bereits als Gewinner fest, dennoch wollten die Spieler den 2.250 Zuschauern am Samstag den dritten Sieg in der dritten Partie liefern. Dass daraus nichts wurde, ist einer kämpferisch auftretenden Slowakei zu verdanken, die mit dem 3:2 (0:0,0:1,3:1) den einzigen Erfolg bei diesem Turnier einfahren konnte.

"Am Anfang hat die Slowakei uns mit ihrem Forechecking überrascht", gestand auch Thomas Hundertpfund, der bei einem abgefälschten Schuss vom Puck im Gesicht getroffen wurde. "Wir haben daher nicht so schnell nach vorne gespielt, wie noch in den ersten beiden Spielen." Der Führungstreffer fiel aber trotzdem auf österreichischer Seite, als Raphael Herburger kurz nach der ersten Pause zum 1:0 traf (23.).

Mit diesem knappen Vorsprung ging es auch in den Schlussabschnitt, in dem die Gastgeber das vermeintliche 2:0 erzielt hatten. Die Schiedsrichter gaben diesen Treffer allerdings, nicht da kurz zuvor wegen zu vieler slowakischer Spieler auf dem Eis abgepfiffen wurde. Im Gegenzug drehte die Slowakei innerhalb von fünf Minuten durch einen Doppelpack von Jakub Gasparovic dieses Spiel, Martin Bakos gelang die Entscheidung mit einem Schuss ins leere Tor (60.).

18 Sekunden vor dem Ende schöpften die Österreicher noch einmal Hoffnung, als Alexander Cijan mit seinem ersten Treffer für Österreich noch auf 2:3 verkürzte. Mit einem Mann mehr reichte es aber nicht mehr zum Ausgleich. Zum besten Spieler der Österreicher wurde Torhüter David Madlener gewählt, der in seinem vierten Länderspiel 28 Torschüsse abwehren konnte.

"Mit dem Resultat im letzten Spiel sind wir nicht zufrieden. Wir haben gut gespielt, gegen einen sehr guten Gegner aber nicht schnell genug", meinte Teamchef Daniel Ratushny. "In dieser Woche haben wir gesehen, das wir ein sehr gutes Kollektiv haben und als Mannschaft gemeinsam viel erreichen können. Wir haben drei sehr gute Torhüter und Mario Huber hat bei seinem Debüt auf diesem Niveau keine Probleme gehabt. Wir sind auf einem guten Weg."

Euro Ice Hockey Challenge in Wien
05.02.2015, 16:00 Uhr: Slowakei – Italien 1:2 (0:0,1:0,0:2)
05.02.2015, 19:30 Uhr: Österreich – Slowenien 4:2 (2:0,1:1,1:1)
Tore: Iberer (10./PP), Fischer (13.), Komarek (38.), Hundertpfund (46.) bzw. Pretnar (25.), Vidmar (56.)
Strafminuten: je 12

06.02.2015, 15:30 Uhr: Slowenien – Slowakei 3:2 (0:2,1:0,2:0)
06.02.2015, 19:00 Uhr: Österreich – Italien 5:2 (4:1,1:1,0:0)
Tore: Kristler (2., 10.), Altmann (9./PP) B. Petrik (12.), Mitterdorfer (38./PP) bzw. Caletti (9.), Morini (39.)
Strafminuten: 4 bzw. 8

07.02.2015, 14:30 Uhr: Italien – Slowenien 0:7 (0:1,0:3,0:3)
07.02.2015, 18:00 Uhr: Österreich – Slowakei 2:3 (0:0,1:0,1:3)
Tore: Herburger (23.), Cijan (60.) bzw. Gasparovic (51., 55.), Bakos (60./EN)
Strafminuten: 10 bzw. 14

Endstand
1    Österreich    6 Punkte
2    Slowenien    6 Punkte
3    Italien          3 Punkte
4    Slowakei      3 Punkte