Kick-Off für 120 Nachwuchsspieler

Zum ersten Mal veranstaltete der Österreichische Eishockeyverband für 120 Nachwuchsspieler einen Kick-Off-Event für die nächste Saison. Unter der Leitung von Roger Bader fanden am vergangenen Wochenende medizinische Tests, Modelltrainings und weitere Info

Der Österreichische Eishockeyverband setzte an den letzten Tagen sein Vorhaben, in den österreichischen Eishockeynachwuchs vermehrt zu investieren, mit einer bisher noch nie abgehaltenen Intensität in die Tat um.

Zum ersten Mal kamen für ein Wochenende 120 Nachwuchsspieler und zehn Trainer (Roger Bader, Gregor Baumgartner, Andreas Brucker, Alexander Mellitzer, Markus Peintner, Paul Ullrich, Thomas Wehrhan, Dieter Werfring, Reinhard Divis, Maximilian Reiter) zur Kick-Off-Veranstaltung für die Saison 2015/16 in Wien zusammen, die unter der Leitung von Ausbildungschef und Entwicklungsleiter Bader das Trainingslager betreuten.

Gemeinsam mit dem IMSB-Austria – High Performance Center für Spitzen- und Hochleistungssport wurden die Spieler auf Herz und Nieren geprüft, Ewald Enzinger, Besitzer von Fitnessclubs und Weltrekordler im Bankdrücken, demonstrierte die richtige Art des Krafttrainings und Bader gab Theorieeinheiten an die Spieler sowie Informationen an die rund 40 anwesenden Eltern weiter.

 

Sinn und Zweck dieser Kick-Off-Tage waren wie folgt:
- umfangreiche physische Tests durchführen, die den Aspekten Reliabilität, Validität, Objektivität und Nachhaltigkeit gerecht werden;
- Erklären und Lehren, warum, was im physischen Off-Ice-Bereich im Eishockeysport wichtig ist;
- durch Mustertrainings das Bewusstsein für qualitativ gutes Training fördern;
- die Saison 2015/16 mittels Information durch die jeweiligen Coaches der jeweiligen Nationalteams „eröffnen“;
- dem Informationsbedürfnis der Eltern durch eine eigene Veranstaltung gerecht werden;
- die Spieler noch besser kennenlernen.

 

"Wir haben bei Spielern und Eltern mit drei Vorurteilen, die sich im österreichischen Eishockey noch immer halten, aufgeräumt", meinte Bader nach dem sehr gelungenen Wochenende. "Jetzt wissen alle, dass erstens Eishockey ein Sport über 12 Monate und nicht mehr von August bis April ist, zweitens Beine und Rumpf im Eishockey ebenso gut trainiert werden müssen und der Oberkörper allein nicht ausreicht sowie drittens ein gleichmäßiges Training von Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft über das ganze Jahr erfolgen muss."

Entscheidend in der körperlichen Entwicklung eines Spielers ist aber nicht nur das richtige Training(sprogramm), sondern auch die eigene Einstellung zum Training. "Wenn ich mich nur auf das Training im Verein verlasse, werde ich nicht weiterkommen. Wenn ich als Spieler weiterkommen möchte, muss ich selbst Verantwortung übernehmen und mein Training auch individuell gestalten. Wir haben den Spielern jetzt gezeigt, worauf es im Eishockey ankommt und wie man gewisse Körperteile richtig trainiert", erklärte Bader.

"Mit diesem Kick-Off haben wir den nächsten Schritt in der Entwicklung der Nachwuchsspieler gesetzt. Jetzt kommen wir langsam auf das Niveau der besseren Nationen. Je mehr gemeinsame Tage der Nachwuchs zusammen verbringt, desto besser wird unsere Entwicklung auf internationalem Level voranschreiten", schloss Sportdirektor Alpo Suhonen das Nachwuchscamp in Wien.