Erfolg und Fitness hängen zusammen

Im Sommer 2014 begann für Daniel Ratushny die Arbeit als Teamchef mit der österreichischen Nationalmannschaft. Das Team erlebte trotz des haarscharf verpassten Klassenerhalts einen Aufschwung. Diesen positiven Rückenwind nimmt Ratushny mit in sein zweites

Die österreichischen Meisterschaften haben in den letzten Tagen und Wochen begonnen, die österreichische Nationalmannschaft muss sich bis zum ersten Einsatz aber noch etwas gedulden. Beim halbjährlichen Kongress des Internationalen Eishockeyverbandes in der nächsten Woche werden die Turnierpläne für die neue Saison konkretisiert. Dann weiß auch Teamchef Daniel Ratushny genau, wann und wo er seine Spieler zusammenziehen und mit ihnen arbeiten kann.

2014/15 war Ihre erste Saison als Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft. Welche Erinnerungen sind im Gedächtnis geblieben?
RATUSHNY: Für mich war es ein sehr positives Jahr, auch wenn es bei der Weltmeisterschaft nicht mit dem Klassenerhalt geklappt hat. Wir sind von Trainingslager zu Trainingslager, von Turnier zu Turnier bis hin zur Weltmeisterschaft als Gruppe stärker geworden und haben dann in Prag gutes Eishockey gezeigt.

Welche Schlüsse konnten Sie aus Ihrem ersten Jahr mit der Nationalmannschaft ziehen?
RATUSHNY: Wir müssen das kurzfristige Denken aufgeben und uns Pläne überlegen, wie eine ernsthafte Arbeit in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren aussieht. Wir brauchen einige strukturelle Änderungen und langfristige Perspektiven. Ansonsten wird Österreich weiterhin zwischen A- und B-Pool rauf- und runterfahren sowie von den besten Eishockey-Nationen weiterhin dominiert werden. Aber genau das wollen wir mit unserer neuen Struktur verhindern.

Vor der Verlängerung Ihres Vertrages als Teamchef haben Sie dem Präsidium und dem Sportdirektor Ihre Pläne vorgelegt. Was sehen diese vor?
RATUSHNY: Ich habe ein erstes, kurzfristiges Zwei-Jahres-Programm und einen Zehn-Jahres-Plan für das gesamte österreichische Eishockey präsentiert. Das kurze Programm sieht die Erstellung eines Fitnessplans für die österreichischen Nationalteamspieler, die Erstellung eines Basis-Wochenplans für internationale Turniereinsätze sowie Trainingspläne für die Off-Season vor. Die langfristige Arbeit betrifft vorhandene Strukturprobleme, nach deren Behebung das österreichische Eishockey profitieren wird. Da stehen eine engere Zusammenarbeit zwischen Verband und Liga, neue Investitionen in Infrastruktur sowie in das Training und die Entwicklung des Nachwuchses und die Erstellung eines generellen Fitnessprogramms für Nationalteamspieler im Mittelpunkt. Eishockeyspezifische Fitness ist ein Kernelement, um auf einem sehr hohen Level zu spielen. Viele Bereiche im Eishockey kann man nicht kontrollieren, aber Fitness kann jeder einzelne Athlet kontrollieren. Solange man eben Arbeit in die Fitness stecken möchte. Pläne und Strategien zu entwickeln, ist aber die einfachere Aufgabe, die uns bevorsteht. Diese Ideen dann gemeinsam und konsequent umzusetzen, wird die richtige Herausforderung darstellen.

Das komplette und ausführliche Interview mit Teamchef Daniel Ratushny finden Sie in der neuen Ausgabe von "POWERPLAY", dem Magazin für alle Eishockeyfans, das ab 18. September erhältlich ist.

Vorläufiges Programm der österreichischen Nationalmannschaft
November 2015 – Euro Ice Hockey Challenge in Polen
Termin: 2.-8. November 2015
Gegner: Polen, Slowenien, Südkorea

Februar 2016 – Euro Ice Hockey Challenge in Österreich
Termin: 8.-14. Februar 2016
Gegner: Frankreich, Slowakei, Slowenien

April 2016 – IIHF Weltmeisterschaft Division IA in Polen
Termin: 22.-29. April 2016
Gegner: Slowenien, Polen, Japan, Italien, Südkorea