Satan und Zednik die Stars der Slowakei

Große Namen finden sich im Kader der slowakischen Nationalmannschaft. Das österreichische Team von Head Coach Bill Gilligan bekommt es in Trencin unter anderem mit Miroslav Satan und Richard Zednik zu tun.

Im Land des Gastgebers der diesjährigen IIHF Weltmeisterschaft ist schon ein gewisser Hype um die slowakische Mannschaft zu spüren.

Bei den Trainingseinheiten in der Halle von Dukla Trencin, dem dreimaligen Champion der slowakischen Extraliga, versammelten sich bereits unzählige Fernseh- und Fotojournalisten.

Zwei Routiniers sind bei den Hausherren noch immer sehr gefragt: Miroslav Satan (Jahrgang 1974)  und Richard Zednik (Jahrgang 1976). Satan, der in den letzten Jahren stets als Kapitän seines Landes aufs Eis gelaufen war, ist einer der wenigen slowakischen Spieler, der bei allen drei Medaillengewinnen seiner Nation - Gold 2002, Silber 2000 und Bronze 2003 - dabei war.

Daher ist der mittlerweile 36-Jährige das Aushängeschild für die Titelkämpfe in seiner Heimat, die am 29. April mit den ersten WM-Partien in den Arenen von Bratislava und Kosice eröffnet werden.

Mit insgesamt 133 Länderspielen, elf WM- und vier Olympia-Teilnahmen, mehr als 1.000 Spielen in der National Hockey League sowie einem Stanley-Cup-Titel mit Pittsburgh in der Saison 2008/09 ist Satan der erfolgreichste slowakische Eishockeyspieler.

Zednik, der 2003 bei der Bronzemedaille ein Mitglied der Mannschaft war, erlangte durch einen tragischen Zwischenfall auf dem Eis Berühmtheit. Am 10. Februar 2008 wurde der damals 32-Jährige im Spiel zwischen den Florida Panthers und den Buffalo Sabres von einem Schlittschuh am Hals aufgeschnitten.

Die schnelle Reaktion des Ärzteteams rettete dem Stürmer das Leben, nachdem eine Notoperation die Blutung am Hals stoppen konnte. Die Karriere war für Zednik dadurch aber noch nicht vorbei.

Nach einem weiteren Jahr in der NHL bei Florida zog es den Flügelstürmer in die russische Liga und in dieser Saison nach Stockholm. Im Nationalteam haben Satan und Zednik zusammen 87 Tore erzielt. In den beiden Partien gegen die ebenfalls noch sieglose Slowakei am Freitag und Samstag müssen die Österreicher auf diese Stürmer besonders gut aufpassen.

"Die Slowaken sind sehr gut aufgestellt. Im Gegensatz zu den Spielen in Deutschland müssen wir hier unsere Tormöglichkeiten nutzen. Dann haben wir auch eine Chance", heißt es aus dem Betreuerstab des ÖEHV-Teams. Der letzte Sieg gegen die Slowakei datiert aus dem Jahr 2003, als die Österreicher mit 4:3 gewinnen konnten.

Spielplan:
31.03.2011, 19:45 Uhr, Rosenheim: Deutschland - Österreich 7:0 (1:0,2:0,4:0)
Tore: Grygiel (7., 21., 41./PP2), Wörle (32.), Oppenheimer (52.), Schymainski (53.), Lavalle (57./PP)
Strafminuten: je 14

01.04.2011, 20:00 Uhr, Landshut: Deutschland - Österreich 4:2 (2:1,2:1,0:0)
Tore: Fischhaber (3., 31.), Wolf (18.), B. Barta (33.) bzw. Ganahl (18.), Werenka (24./PP)
Strafminuten: 10 bzw. 2

08.04.2011, 17:00 Uhr: Slowakei - Österreich (Trencin)
09.04.2011, 17:00 Uhr: Slowakei - Österreich (Trencin)
13.04.2011, 20:15 Uhr: Österreich - Lettland (Innsbruck)
14.04.2011, 18:00 Uhr: Österreich - Lettland (Innsbruck)