Österreich wieder erstklassig

Österreich ist im Eishockey wieder erstklassig. In einem Thriller fightete das rot-weiß-rote Team die Ukraine mit 2:1 (1:0, 0:0, 1:1) nieder und steigt damit wieder in die Topdivision auf. Bill Gilligan bleibt Teamchef.

Das direkte Duell um den Aufstieg in die A-Gruppe war von Beginn die erwartet enge Partie. Beide Teams gingen bis in die Haarspitzen motiviert ans Werk, wobei die Ukrainer Anfangs ihre Emotionen nicht im Zaum halten konnten. Sie gingen im Startdrittel übermotiviert und undiszipliniert ans Werk und waren so die meiste Zeit in Unterzahl. Die Österreicher ihrerseits behielten einen kühlen Kopf und schlugen bereits im ersten Powerplay zu. Nachdem Roland Kaspitz eine Strafe selbst herausgeholt hatte bediente er in Überzahl Sturmpartner Thomas Raffl ideal, der mit seinem ersten Turniertreffer nach nur 116 Sekunden sein Team mit einem trockenen Schuss ins lange Eck in Front brachte. Auch in der Folge boten sich dem Team von Bill Gilligan weitere Powerplays, die Ukraine verteidigte sich jedoch geschickt und konnte ihren Kasten rein halten. Auf der Gegenseite war Goalie Reinhard Divis bei den Angriffen der Ukrainer fehlerfrei und gab mit seiner Sicherheit und Ruhe seinen Vorderleuten den nötigen Rückhalt.

Nach der ersten Pause kamen die Ukrainer disziplinierter zurück aufs Eis und kamen so besser ins Spiel. Österreich spielte aber weiter sehr konsequent und arbeitete vor allem defensiv als Mannschaft sehr stark. Nachdem Manuel Latusa nach einer Bilderbuchkombination und Roland Kaspitz den zweiten Treffer am Schläger gehabt und in Goalie Simtschuk ihren Meister gefunden hatten, wurde es in den beiden letzten Minute für die Österreicher erstmals richtig eng. Bei einer 81 Sekunden langen 2-Mann-Überzahl der Ukrainer brannte es vor dem österreichischen Tor lichterloh: Einmal rettete die Stange, eine Sekunde vor der Sirene wurde dem vermeintlichen Ausgleichstreffer der Ukraine die Anerkennung versagt.

Der  Schlussabschnitt war dann an Spannung nicht mehr zu überbieten. Nachdem sie die Team lange neutralisierten gelang der Ukraine in einem Powerplay 10 Minuten vor Schluss durch einen Schlagschuss von Sriubko zunächst der Ausgleich. Österreich hatte aber die passende Antwort parat und schlug durch Matthias Trattnig nur 110 Sekunden später zurück – erneut nach Vorarbeit von Roland Kaspitz. Viereinhalb Minuten vor Schluss dann die große Chance für die Ukraine zum Ausgleich, als David Schuller mit 5 Minuten plus Matchstrafe vom Eis geschickt wurde. Gestützt auf einen bärenstarken Reinhard Divis überstanden die Österreicher aber die Unterzahl. Auch die restliche Spielzeit gelang den Ukrainern kein Treffer mehr und damit feierte Österreich einen verdienten Sieg.

Mit Bill Gilligan zur A-Weltmeisterschaft

Damit ist Österreich nach nur einem Jahr in der Division I wieder der Aufstieg in die Topdivision gelungen. Bill Gilligan wird auch in der kommenden Saison Teamchef bleiben und Österreich bei der A-WM in der Slowakei im Frühjahr 2011 betreuen.

2010 IIHF Weltmeisterschaft Div. I in Tilburg
25.04.2010    Österreich – Ukraine    2:1 (1:0, 0:0, 1:1)

Tore Österreich: Th. Raffl (2.), Trattnig (52.)

Aufstellung Österreich:
Tor:
Divis
Starkbaum

Abwehr:

Trattnig – Werenka
Pöck – Unterluggauer
Elick – Lukas
Kirisits

Sturm:
Setzinger – Koch –Welser
Peintner – Kaspitz – P. Harand
Th. Raffl – Pewal – Latusa
Reichel - Schuller – Ch. Harand

Bereits gespielt:
19.4.2010 Österreich – Serbien    13:0 (7:0, 3:0, 3:0)
Tore Österreich: Hager (4./pp), Unterluggauer (7.), Setzinger (10.), Trattnig (14./pp), Koch (17.), Pöck (18.), Ch. Harand (20.), Schuller (26./sh), Werenka (36.), Welser (40., 45., 54., 60.)
20.04.2101    Österreich – Litauen    6:2 (1:1, 3:0, 2:1)
Tore Österreich: Trattnig (19./pp2), Latusa (29.), Koch (35./pp), Pöck (36.), Peintner (44.), P. Harand (48.)
22.04.2010    Österreich – Japan    3:1 (2:0, 0:1, 1:0)
Tore Österreich: Koch (5./pp, 8./pp), Kaspitz (56./sh)
24.04.2010    Österreich – Niederlande    4:1 (2:1, 2:0, 0:0)
Tore Österreich: Werenka (1.), Latusa (15.), Koch (27./ps), Reichel (28.)