Lehrgang mit Sieg abgeschlossen

Der zweite Test gegen die älteren Kroaten in Steindorf endete nach deutlicher Steigerung mit einem verdienten 4:2-Sieg für das U13-Nationalteam.

Der zweite und letzte Test vor der großen Kanadareise endete so wie es sein sollte: mit einem Sieg für die österreichischen Nachwuchshoffnungen.

Der frühe Spieltermin um 8 Uhr machte sich nur in den ersten Minuten des Spiels bemerkbar. Nach nur drei Minuten geriet die österreichische Auswahl mit 0:1 in Rückstand, das war dann gewissermaßen der Weckruf für die Mannschaft.

Ab diesem Zeitpunkt dominierte sie das ganze Spiel hindurch und das erste Tor war nur eine Frage der Zeit. In der zehnten Minute tankte sich der körperlich größte unter den Österreichern, Kapitän Stefan Hössl, erfolgreich durch und legte dem gut positionierten Raphael Rieger ideal auf, der ließ sich nicht zweimal bitten und schoss den verdienten Ausgleich.

Nach weiteren fünf Minuten schloss Mario Raschun, nachdem er von Schader gut bedient wurde, souverän und kaltschnäuzig ab. Eineinhalb Minuten vor Schluss schoss auch endlich die Sturmreihe mit Obersteiner, Pilloni und Thalhammer ein Tor.

Die Linie erzeugte in beiden Spielen sehr viel Druck und dieser Treffer war mehr als verdient. Pilloni legte Thalhammer auf, dieser machte kurzen Prozess und versenkte den Puck zum 3:1 ins Netz.

Die Mannschaft ging weiterhin geschlossen ans Werk und die Konstanz in diesem Spiel war ein wichtiger Faktor für viele Chancen, die erarbeitet wurden. Nach einigen guten Möglichkeiten war es schließlich Thomas Winkler, der nach Vorarbeit von Manuel Voglsinger souverän abschloss.

Diese 4:1 sollte sich dann bis weit ins dritte Drittel nicht mehr ändern. Erwähnenswert sind einige Glanzparaden des österreichischen Goalies Maxi Miklau, der eine Drangperiode der Kroaten zunichtemachte und ebenso wie Goaliekollege Jakob Holzer am Vortag eine solide Leistung zeigte.

Das letzte Drittel erweckte den Eindruck, dass sich beide Mannschaften mit dem Ergebnis zufrieden geben. Die Kroaten machten keine Anstalten das Spiel an sich zu reißen und die jungen Österreicher hielten sie gut in Schach. Nach vorne gelang nicht mehr so viel wie in den vorangegangenen Dritteln. Mit einem Bein schon in der Kabine musste das Team Austria sechs Sekunden vor Schluss doch noch ein Tor hinnehmen, was aber reine Ergebniskosmetik war.

Analysiert wurden die zwei Tage von Coach Kontschieder so: "Die Tage waren sehr intensiv, die Auflage in jeder Sekunde hohes Tempo zu gehen wurde fast immer umgesetzt. Die taktischen Neuerungen, wie das Forchecking und der Aufbau wurden von Drittel zu Drittel konstanter und ich bin mit der Einstellung und dem Teamgeist wirklich sehr zufrieden. Mit diesem Sieg im Gepäck, lässt es sich natürlich noch leichter und mit großer Vorfreude nach Kanada reisen. Die Burschen freuen sich schon sehr und sind heiß drauf, den Kanadiern zu zeigen, dass auch wir gutes Eishockey spielen. Einige abwesende Spieler werden noch dazukommen und das Team noch stärker machen, natürlich werden wir alles versuchen, Spiele zu gewinnen, doch die Erwartungshaltung muss jene sein, die Erfahrung dort zu genießen, alles andere wäre unrealistisch. Die Burschen sind gut eingestellt und werden alles geben, mehr kann und will ich mir nicht erwarten. Alles andere wird sich ergeben."