Thomas Vanek geht nach Vancouver

Österreichs Eishockey-Star unterschreibt bei den Vancouver Canucks einen Ein-Jahres-Vertrag.

Österreichs Eishockey-Star Thomas Vanek hat ein neues NHL-Team.

Der 33-Jährige unterschreibt für ein Jahr bei den Vancouver Canucks, der Vertrag ist zwei Millionen Dollar wert. Vanek erzielte vergangene Saison in 68 Spielen für die Red Wings und die Panthers 48 Punkte (17/31).

"Thomas ist ein profilierter Scorer und wir freuen uns, dass er unsere Offense unterstützt", sagt Canucks-General Manager Jim Benning.

Für Vanek ist es nach den Buffalo Sabres, New York Islanders, Montreal Canadiens, Minnesota Wild, Detroit Red Wings und Florida Panthers sein siebentes NHL-Team.

Benning weiter: "Er wird unsere Stürmer bei ihrer Entwicklung unterstützen. Mit seinen Fähigkeiten wird er uns am Eis und durch sein vorbildhaftes Verhalten den jungen Spielern helfen."

Vanek erzielte in seinen ersten zehn Saisonen jeweils mehr als 20 Tore. 2015/16 kam er in Minnesota auf 18, vergangene Saison auf 17.

Seinem Ziel, 1000 NHL-Spiele zu bestreiten, wird der Steirer in jedem Fall näherkommen, hält er doch aktuell bei 885 Spielen. Auch seine Punktausbeute (697, 333 Tore, 364 Assists) wird sich steigern.

Die Saison startet am 4. Oktober. Die Canucks, die drei Mal um den Stanley Cup spielten und noch auf den ersten Titel warten, starten mit vier Heimspielen. Zum Auftakt ist am 7. Oktober Edmonton zu Gast.

Die Kanadier waren 2016/17 nach Punkten das zweitschlechteste Team der Liga und leiteten nach der Saison einen Neuaufbau ein.

"Sie waren letztes Jahr offensichtlich nicht dort, wo sie sein wollten, aber in dieser Liga kann man schnell wachsen", so Vanek über sein neues Team.

Mit 2,17 Toren pro Spiel fanden sich die Westküstler auch in Sachen Scoring auf dem vorletzten Rang.

"Ich habe mit Travis Green (Head Coach, Anm.) und Jim Benning (General Manager, Anm.) gesprochen und sie wollten jemanden, der kommt und dabei hilft, Tore zu schießen. Es wirkte auf mich, als würde das passen", so der 33-Jährige.

Green geht in sein erstes Jahr als Head Coach eines NHL-Teams, nachdem er zuvor vier Jahre das AHL-Farmteam Vancouvers, die Utica Comets, betreute.

Das Powerplay als gesuchte Stärke

Im Powerplay waren die Canucks über die letzten zwei Jahre gesehen mit 15,0 Prozent Ausbeute überhaupt die schlechteste Mannschaft der NHL.

"Das ist eine meiner Spezialitäten. Ich bin vor dem Tor immer noch sehr gut, kann Pucks ablenken, andere Spieler lesen und die Lücke finden. Es ist definitiv in meinem Sinne, hierher zu kommen und Powerplay-Zeit zu bekommen."

Gemäß Vanek hätten die Gespräche mit Vancouver vor einigen Wochen begonnen.

"Nachdem ich nicht in der ersten Woche oder den ersten paar Tagen untergekommen bin, wusste ich, dass es ein langer Sommer wird. Aber gleichzeitig habe ich mir keine Sorgen gemacht. Ich wusste, was ich mitbringe und wie hart ich trainiert habe, um es den Leuten zu zu beweisen. Ich fühle immer noch, dass ich einige Jahre und viele Tore übrig habe", sagt der Österreicher.

Für die Canucks ist der Deal mit Vanek günstig, sie verfügen immer noch über 5,3 Millionen US-Dollar Cap Space.

Die fehlende No-Trade-Klausel lässt der Franchise zudem die Möglichkeit offen, Vanek im Falle eines guten Angebots und entsprechender Leistungen vor der Trade Deadline im März lukrativ abzugeben, sollte man sich den Erwartungen entsprechend nicht auf Playoff-Kurs finden.