Rangers mit Rücken zur Wand

Bittere Niederlage für Michael Grabner und die New York Rangers in den NHL-Playoffs. Washington Capitals verkürzen auf 2:3.

Die New York Rangers kassieren in Spiel 5 des Eastern-Conference-Halbfinales der NHL-Playoffs eine bittere 4:5-Niederlage nach Overtime bei den Ottawa Senators.

Stone (7.), Hoffman (29.) und Pyatt (29.) drehen das Spiel nach der 2:0-Führung der Rangers (Fast/5., und Holden/6.) zugunsten der Kanadier.

McDonagh (38.) gleicht nach Vorarbeit von Michael Grabner aus, Vesey (53.) schießt die Rangers in Front. Brassard (58.) gleicht 1:26 vor Ende erneut aus, Turris (67.) wird in der Overtime zum Matchwinner.

In der "best of seven"-Serie liegen die Rangers nun mit 2:3 zurück. Die Senators haben damit in Spiel sechs (Nacht auf Mittwoch, genaue Zeit noch nicht bekannt) die Chance auf den Sieg und den Einzug ins Conference-Finale.

Auffälliger Grabner

Michael Grabner beendet das Spiel mit 15:24 Minuten Eiszeit und einer Plus/Minus-Bilanz von +1. Im ersten Drittel vergibt er eine gute Möglichkeit, als er im Eins-gegen-Eins mit Ottawa-Goalie Anderson einen Haken macht und abzieht, der Schlussmann jedoch die Oberhand behält.

Zum 3:3-Ausgleich liefert der Kärntner die Vorarbeit: Er schnappt sich nach einem Schuss den Rebound und zieht aus der Drehung ab. Der Puck findet den Weg ins Netz, zunächst wird Grabner als Torschütze gefeiert. In der Wiederholung wird jedoch ersichtlich, dass McDonagh noch dran war und die Scheibe abfläschte.

In den elf Playoff-Spielen dieser Saison hält der Villacher damit bei vier Toren und zwei Assists.

Kuriose Treffer

Das Spiel ist von Anfang an geprägt von guten Tor-Chancen und hoher Intensität - von zurückhaltendem und defensiven Playoff-Hockey keine Spur. Zunächst schlagen die Senators zurück und gehen nach 0:2-Rückstand in Führung, die Rangers findet aber erneut die passende Antwort. Im Schlussdrittel ist es Vesey, der für die vermeintliche Entscheidung sorgt.

Sein Treffer ist kurios: Nach einem Rebound wirft sich der Rangers-Angreifer auf das Eis und will den Puck ins Tor stochern, Senators-Torhüter Anderson fliegt quer durch den Torraum und hat die Scheibe in der Fanghand. Die Schiedsrichter geben das Tor zunächst nicht, sehen sich die Szene aber in der Wiederholung an. Im Studium der TV-Bilder erkennen die Offiziellen, dass der Puck ganz über der Linie war.

Ottawa findet aber erneut die passende Antwort. Als Goalie Anderson vom Eis fährt kommt Brassard als zusätzlicher Feldspieler in die Partie. Wenige Augenblicke später macht ausgerechnet der Ex-Rangers-Spieler dank einiger glücklicher Abpraller (Scheibe springt auf mehrere Verteidiger) den Ausgleich und sorgt für die Overtime. Dort sorgt Turris schließlich für den Sieg der Hausherren.

Capitals wehren Matchpuck der Penguins ab

Mit drei Toren im Schlussdrittel verhindern die Washington Capitals den Abschied aus den Stanley-Cup-Playoffs. Mit einem 4:2-Heimsieg gegen die Pittsburgh Penguins in Spiel 5 verkürzen die Caps in der "Best-of-7"-Serie auf 2:3.

Ein Doppelschlag der Russen Evgeny Kuznetsov (48.) und Alex Ovechkin (48.) zum 3:2 und 4:2 binnen 27 Sekunden entscheidet die Partie. Zuvor schießen Carl Hagelin (11.) und Phil Kessel (25./PP, nach Zuspiel von Sidney Crosby) mit ihren Toren die Penguins jeweils in Führung.

Absetzen kann sich der regierende Champion allerdings nicht. Im Gegenteil. Mit 32:22-Torschüssen sind die Hausherren das aktivere Team.

Andre Burakovsky (20.) und Nicklas Bäckström (43.) sorgen mit ihren Treffern für das 1:1 und 2:2, ehe die Super-Russen der Capitals wieder einmal eine Partie entscheiden.

Spiel 6 der Serie steigt in der Nacht auf Dienstag (MESZ) in Pittsburgh.