Penguins vor Aufstieg

Die Penguins siegen auch ohne den Star. Anaheim gleicht aus.

Die Pittsburgh Penguins geben die Antwort auf das Out von Sidney Crosby. Nach dem 3:2-Heimsieg über die Washington Capitals in Spiel 4 fehlt dem Titelverteidiger nur ein Erfolg zum Aufstieg ins Eastern Conference Final der NHL.

Nach Hornqvists 1:0 (5.) entsteht im 2. Drittel ein Schlagabtausch. Es erhöht Guentzel (24.), bevor Kuznetsov (28.) und Schmidt (29.) ausgleichen. Die Entscheidung fällt durch Schultz (32./PP).

"Er ist unser Anführer. Er ist das Gesicht der Organisation. Wenn jemand wie er zu Boden geht, will jeder für ihn gewinnen, denn normalerweise trägt er uns zu Siegen", so Penguins-Stürmer Chris Kunitz nach dem Spiel über den Ausfall seines Kapitäns.

Mit einem weiteren Erfolg könnten die Pens ihren Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen, als sie die Capitals auf dem Weg zum Stanley Cup ebenfalls im Conference Halbfinale eliminierten - ebenfalls, nachdem die Hauptstädter die Presidents' Trophy erringen konnten.

Mit 36 Saves war Marc-Andre Fleury sicherer Rückhalt in dem Schlüsselspiel. Sechs der neun Playoff-Spiele beendete der Goalie mit weniger als drei Gegentoren.

Auf Seiten der Capitals blieb Alex Ovechkin erstmals in der Serie ohne Scorerpunkt. Dementsprechend nahm der Kapitän eine gewisse Verantwortung für die Niederlage auf seine Kappe.

"Ich habe den Puck nicht gut geführt und habe dumme Entscheidungen gefällt. Ich habe nicht mein bestes Spiel abgerufen. Ich muss mich besser einbringen, denn jetzt ist es wirklich Zeit für uns", so der Russe.

Die Anaheim Ducks gleichen mit einem 4:3 n.OT. bei Edmonton auf 2:2 aus.

Die Oilers führen nach 20 Minuten dank Lucic (16./PP) und McDavid (18.) 2:0, ehe die Ducks die Partie im Mitteldrittel durch Getzlaf (22.,35.) und Rakell (26.) auf den Kopf stellen.

Nach Caggiulas Equalizer (59.) wird Silfverberg schon nach 45 Sekunden der Overtime zum Matchwinner der Gäste.

Trotz des Gamewinners von Jakob Silfverberg war der - nicht wirklich heimliche - Matchwinner bei Spiel 4 zwischen Anaheim und Edmonton Ryan Getzlaf.

Der Ducks-Kapitän hat seinen Schläger auch bei den beiden Toren seiner Mannschaft, die er nicht selbst erzielt, im Spiel. Er liefert sowohl für das 2:2, als auch für den Siegtreffer die Vorarbeit.

"Es ist bemerkenswert. Wenn er spielt wie heute, mit dieser Aggressivität und Physis, bewegt er das ganze Team mit sich nach vorne", bedanke sich Silfverberg mit einer Lobpreisung.

Trotz der Niederlage, die die Serie wieder auf Null stellt, kann Connor McDavid stellvertretend für seine Oilers positive Schlüsse aus dem Spielverlauf ziehen.

"Wir haben die Pace im ersten Drittel diktiert, das ist ein gutes Zeichen. Außerdem haben wir einen Weg gefunden, ein wichtiges Tor für die Overtime zu erzielen, das ist ebenfalls positiv."

Nun gilt es für die Kanadier aber, den ersten Matchpuck der Kalifornier auswärts in der Nacht auf Samstag zu verhindern.