Vanek meldet sich zu Wort

Thomas Vanek steht nach dem Aus bei Minnesota vor einer spannenden Zukunft. Bei diesen Teams könnte er landen.

Thomas Vanek meldet sich nach seinem Aus bei den Minnesota Wild zu Wort.

"Ich bin sehr enttäuscht. Der neue Coach Bruce Boudreau und sein Stil hätte viel besser zu mir gepasst", so der 32-Jährige gegenüber der "Star Tribune".

Dennoch zeigt er Verständnis dafür, dass sein Ex-Team mit seinem Buyout Gehaltsspielraum dazugewinnen wollten. "Das ist das Geschäft." Nachtreten will der Grazer nicht: "Ich bin dankbar, dass ich zwei Jahre für die Wild spielen durfte. Das war mein Traum."

Seine Entscheidung, 2014 bei den Wild zu unterschreiben, bereut er nicht. "Im Nachhinein kann man immer leicht reden. Aber ich bereue es nicht. Ich wollte hier spielen. Obwohl ich nicht von hier stamme, nenne ich Minnesota mein Zuhause. Ich wollte das unbedingt", begründet er einmal mehr, warum er sich für ein Engagement in St. Paul entschieden hat. "Ich hatte meine Bedenken - passen die Wild zu mir? Passt der Spielstil? Aber es war mein Traum, hierher zu kommen und es zu versuchen. Es endet jetzt nicht so wie ich es mir vorgestellt habe."

Nun stellt sich die große Frage nach der Zukunft des gebürtigen Badeners. Im Jänner 2017 wird der Flügelstürmer 33 Jahre alt, er hat die statistisch gesehen schlechteste Saison seiner NHL-Karriere hinter sich. Zeit, zurückzutreten und das Leben zu genießen?

Nicht mit Thomas Vanek. "Ich glaube an mich und habe schon sehr viel und hart gearbeitet. Ich kann in der richtigen Situation nach wie vor 25 oder 30 Tore pro Saison erzielen", denkt er nicht an ein Karriereende. Nun sei sein Agent Steve Barlett gefragt. "Der Fokus liegt schon jetzt darauf, dass sich Steve an die Arbeit macht und eine passende Lösung findet."

Wie diese Lösung aussieht? Aktuell kann nur spekuliert werden. Fakt ist, dass der ehemalige Erstrundenpick keinen langfristigen Vertrag über drei oder mehr Saisonen erhalten wird. Kurzfristig kann der Steirer aber einigen Teams helfen. Ein Kontrakt über eine oder zwei Saisonen im Bereich von 2,5 bis 4 Millionen Euro pro Jahr erscheint durchaus realistisch.