Ein Sieg fehlt zur Krönung

Die Los Angeles Kings stehen nach einem 4:0 gegen die New Jersey Devils vor ihrem ersten Stanley-Cup-Triumph in der National Hockey League. Die "Best-of-Seven"-Finalserie steht bei 3:0 und ein Sieg trennt die Kalifornier vom ganz großen Erfolg.

Die Los Angeles Kings scheinen in diesem Jahr auf dem Weg zum Stanley Cup von niemandem zu stoppen zu sein. Die Kalifornier sind auf dem besten Weg auch im Finale um die begehrteste Trophäe im Eishockey einen "Sweep" hinzulegen.

In Spiel drei der "Best-of-Seven“-Serie lassen die Hausherren gegen die New Jersey Devils nichts anbrennen und fertigen den Konkurrenten mit 4:0 (0:0,2:0,2:0) ab.

Überragender Mann ist einmal mehr Goalie Jonathan Quick, der keinen der 22 Schüsse auf sein Tor passieren lassen muss und sein drittes Shutout in der Postseason feiert.

"Er war überragend. Er war über die gesamte Saison unser bester Spieler und ist dies auch im Play-off“, ist Teamkollege Dustin Penner von seinem Schlussmann angetan. Während Quick hinten den Kasten sauber hält, sorgen seine Kollegen für die Tore.

Nachdem der Angriffsmotor im ersten Drittel noch ein wenig stockt, eröffnet Alec Martinez (26.) mit seinem ersten Play-off-Tor das Torfestival der Kings. Anze Kopitar (36.) legt knappe zehn Minuten später den zweiten Treffer für Los Angeles nach. Im Schlussdrittel werden die Fans im Staples Center dann Zeugen eines ungewöhnlichen Schauspiels.

War das Überzahlspiel der Kings bisher mit nur 7,8 Prozent Erfolgsquote nicht mehr als ein laues Lüftchen, so trumpfen die Protagonisten in Spiel drei richtig groß auf. Zwei Überzahlspiele ermöglichen die Gäste den Kaliforniern und zwei Mal schlägt der Puck hinter Devils-Schlussman Martin Brodeur ein.

Zunächst sorgt Jeff Carter (45.) per Tip-in für das 3:0, bevor Justin Williams (47.) mit seinem dritten Play-off-Treffer den Sack zugunsten der "Könige" zumacht. Nach diesem Triumph fehlt Los Angeles, das in der Nacht auf Donnerstag erneut Heimrecht hat, nur noch ein Sieg zum ersten Stanley-Cup-Triumph in der Geschichte der Franchise.

"Coach Sutter hat es am besten formuliert: von drei Siegen kannst du dir absolut nichts kaufen. Daher wird der vierte Sieg der schwerste sein", steigt Abwehrspieler Willie Mitchell trotz der guten Ausgangslage auf die Bremse.