Boston Bruins erzwingen Showdown

Der Stanley Cup bleibt weiter im silbernen Koffer mit den dicken Schlössern. Die Entscheidung wurde vertagt. Der Final-Thriller zwischen den Boston Bruins und den Vancouver Canucks endet mit einem Showdown im alles entscheidenden Spiel sieben.

Denn die Bruins glichen mit einem 5:2-Heimerfolg erneut aus und dürfen sich also weiter Hoffnungen auf den ersten Stanley Cup seit fast 40 Jahren und den sechsten in der bewegten Geschichte der Franchise machen.

Die Canucks waren wie schon in den ersten beiden Spielen im TD Garden von Boston ohne Chance, kamen nicht einmal in die Nähe eines "Matchpucks". Die Entscheidung in einer einseitigen Partie fiel bereits früh im ersten Drittel und binnen 254 Sekunden.

So lange benötigten die Bruins nämlich für vier Tore. Brad Marchand, Milan Lucic, Andrew Ference im Powerplay und Michael Ryder stellten zwischen 5:31 und 9:45 Minuten auf 4:0.

Das hatte es in einem Stanley-Cup-Finale noch nie gegeben, dass eine Mannschaft innerhalb so kurzer Zeit vier Tore erzielt hatte.

Vancouver-Goalie Roberto Luongo, seines Zeichens Olympiasieger, hatte bereits beim Stand von 3:0 genug und ließ sich auswechseln. Kein Wunder bei insgesamt 15 Gegentoren aus 66 Schüssen und einer Fangquote von rund 78 Prozent in Boston - wahrlich verheerende Werte. Noch dazu bei nur 111 Minuten und 52 Sekunden Spielzeit.

"Ich mache ihm keinen Vorwurf, Roberto ist ein Profi. Er wird in Spiel sieben wieder voll da sein", sieht Canucks-Coach Alain Vigneault keinen Grund, Luongo auch in Spiel sieben draußen zu lassen.

Die Entscheidung fällt jetzt definitiv in der Nacht auf Donnerstag in der Rogers Arena. Vancouver kehrt trotz der Niederlage mit einem guten Gefühl nach Hause zurück, hat man doch bislang alle drei Heimspiele gewonnen.