Zeltweg unter Zugzwang

Nach der klaren Niederlage im ersten Halbfinalspiel wollen die Cracks des EV aicall Zeltweg auf heimischen Eis gegen die Bulls Kapfenberg ihre Chance im Halbfinale wahren und in der Serie ausgleichen.

Samstag, 27.02.2010 19.30 Uhr
EV Aicall Zeltweg - Bulls Kapfenberg
SR: Christian JELINEK, Christian MEURERS, Thomas PUCHER
Stand in der best-of-five Serie: 0:1

Mit 7:2 ging das erste Halbfinalspiel klar an die Kapfenberger, die damit ihre Erfolgsserie in der laufenden Saison gegen die Löwen prolongierten. Es war der vierte Erfolg im vierten Spiel. Nachdem sich die Zeltweger im Mitteldrittel auf 1:2 bzw. 2:3 herangekämpft hatten, stellten die Bulls mit zwei Powerplaytoren binnen knapp zwei Minuten durch Vuorisalo und Schober die Weichen auf Sieg.

Bei den Löwencracks kann es nun nur heißen, das Kapfenbergtrauma abzulegen, Charakter zu zeigen und die Angst vor einer Niederlage in der Kabine zu lassen. An den bisherigen Niederlagen und Leistungen kann man nichts mehr ändern. Die Kapfenberger sind mit 1:0 in Front, aber man hat die Möglichkeit auszugleichen.

Die Enttäuschung war auch bei Coach Olle Öst sehr groß, der seine Mannschaft nach den guten Leistungen im Viertelfinale nicht wiedererkannte. Zu viele Strafen, zu wenig Kampfgeist und fehlender Mut waren seiner Meinung nach die Ursachen für die deutliche Niederlage. Die Cracks der Löwen geloben, es diesmal besser zu machen.

Für die Kapfenberger hätte die Serie nicht besser beginnen können: 1000 Fans erlebten am Mittwochabend mit, wie die Bulls mit einem 7:2 Erfolg über Zeltweg auf 1:0 in der Serie stellen konnten. Geht es nach den Kapfenberger Eishockeyfans, so wird beim zweiten Aufeinandertreffen in der Aichfeldhalle in Zeltweg Heimspielatmosphäre für das Auswärtsteam herrschen. Lautstarke Unterstützung für die Bulls wird es auf jeden Fall aus dem Publikum geben, denn der Fanbus war in kürzester Zeit voll.

Im zweiten Spiel wird man sicher eine anders auftretende Zeltweger Mannschaft zu sehen bekommen. Der Druck liegt nun allerdings bei den Murtalern und die Bulls können am Samstag befreit aufspielen. Man will natürlich wieder an die gute  geschlossene Mannschaftsleistung anknüpfen. Es gilt den EVZ wieder unter Druck zu setzen und die Linie mit Göttfried, Tsurenkov und Avgustincic in Griff zu bekommen. Dann ist alles möglich. Julian Stühlinger fällt weiterhin aus, Axel Riegler hingegen ist wieder fit.

„Ein neues Spiel – somit neue Möglichkeiten. Die Zeltweger werden ihr Heimspiel um jeden Preis gewinnen wollen. Das heißt, wir müssen wieder viel eislaufen, die Checks fertig machen und den Körper einsetzen. Dann können wir auch in Zeltweg siegen“, so der Kapfenberger Erfolgstrainer  Kjell G. Lindquist vor dem zweiten Play-Off Halbfinale.

Bisherige Saisonduelle:
31.10.2009 EV aicall-Zeltweg - Kapfenberg Bulls 6:9 (4:6,2:1,0:2)
11.12.2009 Kapfenberg Bulls - EV aicall-Zeltweg 6:1 (1:0,2:0,3:1)
15.01.2010 Kapfenberg Bulls - EV aicall-Zeltweg 8:4 (3:2,3:1,2:1)
24.02.2010 Kapfenberg Bulls - EV aicall- Zeltweg 7:2 (2:0,4:2,1:0)

Sonntag, 28.02.2010 19.45 Uhr
EC Adler Wels - ATSE Graz
SR:  Roland KELLNER, Ferdinand RIENER, Christoph RIENER
Stand in der best-of-five Serie: 1:0

Bisherige Saisonduelle:
03.10.2009 ATSE GRAZ - Eishockey-Club Wels 7:1 (3:0,3:1,1:0)
21.11.2009 Eishockey-Club Wels - ATSE Graz 6:8 (1:4,1:4,4:0)
15.01.2010 Eishockey-Club Wels - ATSE Graz 2:4 (1:1,1:1,0:2)
23.02.2010 ATSE GRAZ - Eishockey-Club Wels 3:4 n.V. (1:1,1:2,1:0, 0:1)