Russen holen Gold nach Krimi

Deutschland hat die Hand an Gold, ehe die Russen Overtime-Sieg bejubeln.

Was für ein Eishockey-Krimi, Dramatik pur - ein Endspiel für die Geschichtsbücher!

55,5 Sekunden fehlen auf die ganz große Sensation. Deutschland führt im Finale des Olympia-Turniers in Gangneung gegen das Team der Olympischen Athleten aus Russland mit 3:2 und spielt in Überzahl. Die Russen nehmen den Tormann vom Eis und schaffen das 3:3.

Tore durch Voinov (20.), Gusev (54., 60./SH) bzw. Schütz (30.), Kahun (54.) und Müller (57.). In der Overtime gelingt Kirill Kaprizov (70.) das Gold-Tor.

Stimmen zum Finale

Oleg Snarok (OAR/Teamchef): "Das war das wichtigste Spiel meines Lebens. Ich war sehr nervös, wollte das aber nicht zeigen. Präsident Putin hat mich nach dem Finale angerufen und mir gratuliert. Wir dienen dem Wohle Russlands."

Kirill Kaprizow (OAR/Schütze des entscheidenden Tores): "Dieses Team wird unserem Land immer in Erinnerung bleiben."

Ilja Kovalchuk (OAR): "Das war das verrückteste Spiel überhaupt. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit habe ich nicht mehr daran geglaubt, dass wir noch Gold holen."

Marco Sturm (GER/Teamchef): "Es ist hart. Wir waren nah dran. Aber trotzdem dürfen die Jungs nicht vergessen, sie bringen Silber heim nach Deutschland. Das werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Heute war es einfach bitter. Aber der Stolz überwiegt."

Danny aus den Birken (GER/Goalie): "Hat ihnen schon mal jemand ins Herz gestochen? So fühlt sich das an."