Team STEHV ist neuer Staatsmeister

Der Favorit nach der Vorrunde konnte sich souverän durchsetzen: Das Team des Steirischen Eishockeyverbandes setzte seinen Siegeslauf auch im Semifinale und im Finale fort und krönte sich erstmals zum Meister der Österreichischen InLine-Hockey-Liga (ÖIHL).

Im Finale gegen den slowenischen Vertreter HK iTAKSport Utik waren die Steirer immer Herr der Lage und kamen über die gesamte Spielzeit auch nie in Bedrängnis.

Diese abgeklärte Spielweise mit einem überragenden Maximilian Reiter im Tor führte bis zur zweiten Pause zu einem komfortablen 2:0-Vorsprung, wobei sich beide Male Philipp Winzig nach schönen Kombinationen als Torschütze feiern lassen durfte.

Im Charakter des Spiels änderte sich auch im dritten Viertel wenig: Die Utik-Cracks mit Goalgetter Rok Ticar an der Spitze kombinierten gefällig, die Tore schossen aber Harry Lange und Co. Zwei Mal Michael Pollross und ein Mal Andreas Wanner schraubten den Spielstand auf 5:1, Rok Ticar hatte zwischenzeitlich Ergebniskosmetik für sein Team betrieben.

Als dann Philipp Winzig im letzten Abschnitt mit seinen Toren drei und vier nachlegte, erkannte auch Utik, dass an diesem Tag nichts zu holen sein würde. Das Endergebnis von 7:3 spricht für sich und drückt vor allem auch die taktische Überlegenheit aus, mit der die Steirer im Finale ans Werk gingen.

Für drei Teams begann der Arbeitstag schon früh, ging es doch zunächst noch um zwei Startplätze fürs Semifinale. Dabei zeigte sich ÖIHL 2011-Meister IHC La Roche "Team ProHockey" bestens erholt vom letztwöchigen Vorrunden-Debakel und konnte bereits im ersten Spiel Györi ETO HC (HUN) mit 5:4 in die Knie zwingen.

Während des gesamten Spieles hatte man dabei den Eindruck, dass die Ungarn nicht aus ihrem Schockzustand fanden: Immerhin hatte sich ihr US-Superstar Nathan Sigmund bereits nach wenigen Minuten bei einem Zusammenstoß mit einem Mannschaftskollegen so schwer verletzt, dass er den restlichen Turnierverlauf nur mehr von der Tribüne aus verfolgen konnte.

Im Wiener Derby zwischen KSV Flowers Poolboys und La Roche ging es dann bis zum Ende hin und her, wobei das Team um La Roche-Boss Markus Wintersteiner mit einem 3:2-Sieg den Aufstieg ins Semifinale aus eigener Kraft schaffte.

Als die Poolboys dann auch noch gegen Györ mit 3:6 den Kürzeren zogen, war eine erste Entscheidung der Titelkämpfe bereits gefallen. Sabolic und Co. hatten zwar phasenweise gutes InLine-Hockey geboten, insgesamt war es aber doch zu wenig, um in diesem starken Feld den Semifinaleinzug zu schaffen.

Das schlussendlich qualitativ beste und auch spannendste Spiel der Titelkämpfe lieferten sich im Halbfinale dann das Team des Steirischen Eishockeyverbandes (STEHV) und IHC La Roche. Bis zu Beginn des letzten Abschnittes konnten die Wiener einen 4:3-Vorsprung verteidigen, die beiden Tore von Gerd Gruber und Mark Brunnegger brachten dann aber die Wende zugunsten der Steirer.

Das Endergebnis von 7:4 täuscht darüber hinweg, dass das Spiel eigentlich bis zum Ende offen blieb und sich eigentlich zwei Sieger verdient hätte. Deutlich klarer dann das zweite Halbfinale: Dabei brauste Utik mit 6:2 über Györ hinweg, wobei die Ungarn dann auch noch das Spiel um den dritten Platz gegen IHC La Roche verloren und so mit leeren Händen die Heimreise antreten mussten.

Insgesamt haben die Titelkämpfe in Leoben qualitativ hochstehendes InLine-Hockey geboten, wobei die Niveauunterschiede zwischen den Teams heuer besonders gering waren.

Für die in zwei Wochen beginnenden Weltmeisterschaften ist auch erfreulich, dass sich die Teamkandidaten allesamt in sehr guter Form präsentierten. Zum besten Tormann des Turniers wurde Adam Vrba (IHC La Roche), zum besten Spieler der ÖIHL 2012 Daniel Oberkofler (Team Steirischer Eishockeyverband) gewählt.

Ergebnisse Semifinale
Team STEHV - IHC La Roche "Team ProHockey" 7:4 (1:0,1:3,1:1,4:0)
Torschützen: Lange (2), Gruber (2), Oberkofler, Brunnegger, Winzig P. bzw. Ullrich, Fritsch, Niec, Dolezal
HK iTAKSport Utik - Györi ETO HC 6:2 (2:0,1:0,1:0,2:2)
Torschützen: Prusnik, Rajsar, Remar, Hafner, Rojc, Ticar bzw. Feil, Kiss

Spiel um den dritten Platz
IHC La Roche "Team ProHockey" - Györi ETO HC 8:4 (1:0,2:1,2:0,3:3)
Torschützen: Baumgartner (3), Wilding, Niec, Dolezal, Scholz, Frisch bzw. Lencses (2), Orban, Bartalis

Finale
Team STEHV - HK iTAKSport Utik 7:3 (1:0,1:0,3:1,2:2)
Torschützen: Winzig P (4), Pollross (2), Wanner bzw. Ticar (2), Hafner

Endstand ÖIHL 2012
Österreichischer Staatsmeister: Team Steirischer Eishockeyverband
2. HK iTAKSport Utik (SLO)
3. IHC La Roche "Team ProHockey" Wien (AUT)
4. Györi ETO HC (HUN)
5. KSV Flowers-Poolboys Wien (AUT)