Wichtiger Sieg gegen Australien

Bestens erholt zeigte sich Österreichs InLine-Hockey-Nationalteam von der Niederlage gegen Großbritannien. Im Spiel gegen Australien zeigte sich die ÖEHV-Auswahl vor allem in punkto taktischer Einstellung deutlich verbessert und feierte einen fürs Playoff

Coach Jürgen Leibig hatte unmittelbar nach der unglücklichen Partie gegen die Briten sein Team zu einer taktischen Besprechung um sich versammelt, um speziell Aufbau und Laufwege zu analysieren und zu optimieren.

Das trug gegen Australien bereits von Beginn an Früchte, weil man aus einer sicheren Abwehr heraus agierte und die "Aussies" mit schnellen Gegenstößen ein ums andere Mal in Verlegenheit brachte.

Bereits nach nicht einmal einer Minute konnte Team-Neuling Axel Riegler ein Zuspiel von Mario Altmann bzw. Josi Riener erfolgreich verwerten, Gregor Baumgartner legte nach nicht einmal neun Minuten nach. Mit einer komfortablen 2:0-Führung rollte man so in die erste Pause.

Im folgenden Viertel mussten zunächst Thomas Weißensteiner und unmittelbar danach auch noch Marco Quinz in der Kühlbox Platz nehmen. Dank diszipliniertem Penalty-Killing und einem fehlerlosen Markus Schilcher im Drahtkasten der Österreicher konnten beide Unterzahl-Spiele relativ problemlos gemeistert werden. Doch gerade als Quinz wieder mitspielen durfte, kamen die Australier zum Anschlusstreffer. Bei dem blieb es auch bis zum Viertelende.

Nach Wiederbeginn folgte dann die beste Zeit des australischen Teams: Mit einem Doppelschlag innerhalb von 30 Sekunden stellte man das bisherige Spiel auf den Kopf und brachte die Österreicher unter Zugzwang. Die ließen sich nicht lange bitten und schlugen eindrucksvoll zurück.

Zunächst verwertete Lukas Draschkowitz ein Zuspiel von Dominic Walchshofer bzw. Josi Riener zum 3:3-Ausgleich. Und nicht einmal eine Minute später war es dann Andre Niec, der erstmals an diesem Nachmittag seine Visitenkarte beim Goalie der Australier mit dem klingenden Namen Gabriel Robledodelabarra abgeben konnte.

Dabei blieb es auch bis zum Schluss, weil die auch im letzten Viertel die Österreicher geschickt den Vorsprung verteidigen und die Australier auch nicht mehr entscheidend zulegen konnten. Als Trumpf in dieser Phase brillierte wiederum Torhüter Schilcher mit fehlerloser Leistung.

Coach Jürgen Leibig zog nach dem Spiel zufrieden Bilanz: "Es macht richtig Spaß, mit dieser Mannschaft zu arbeiten und laufend die Fortschritte zu beobachten. Noch sind wir nicht da, wo wir hin wollen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir gerade in der entscheidenden Phase der WM noch zulegen und ein gewichtiges Wort um den Aufstieg mitreden können."

Mit diesem Sieg schließt Österreich die Vorrunde auf dem zweiten Platz hinter Großbritannien ab und trifft nun im ersten Playoff-Spiel auf Neuseeland. Man sollte zwar nicht hochstapeln, damit steht aber die Türe zum Semifinale für Altmann, Riener & Co. bereits weit offen.

Im A-Pool ziehen die USA und Tschechien an der Spitze weiterhin recht einsam ihre Kreise. Zwar mussten die Nordamerikaner gegen die weiterhin überraschend starken Slowenen erstmals bis zum Schluss fighten, um schließlich 4:2 erfolgreich zu sein, man hatte aber immer das Gefühl, dass da für den Bedarfsfall noch Reserven gebunkert sind.

Tschechien wiederum triumphierte in einer Härteschlacht mit insgesamt 66 Strafminuten gegen Schweden mit 6:3, wobei die Skandinavier trotz Niederlage endlich auch mental bei dieser Weltmeisterschaft angekommen zu sein scheinen. Finnland wiederum setzte sich gegen das immer noch punktelose deutsche Team knapp mit 7:5 durch.

Österreich - Australien 4:3 (2:0,0:1,2:2,0:0)
Tore: Riegler, Baumgartner, Lukas Draschkowitz, Niec bzw. Fritchley, Jones, Nash

Gruppeneinteilung und Spielplan: http://www.eishockey.at/inline-hockey/nationalteam/