Überraschungen in der InLine-Hockey-Liga

Ganz eng geht es nach dem ersten Vorrundenspieltag der österreichischen InLine-Hockey-Liga an der Tabellenspitze zu: Die ersten drei Teams trennen lediglich zwei Punkte. Böse erwischte es hingegen den regierenden Meister IHC La Roche Wien.

Wie knapp die sechs Teams spielerisch beieinander liegen, bewies bereits die erste Partie zwischen den ECE Bulls Kapfenberg und dem VST Völkermarkt: Erst in der Verlängerung setzten sich die Südkärntner in der Leobner Eishalle mit 5:4 durch.

Das nachfolgende Wiener Derby zwischen dem EC KSV Flowers-Poolboys und dem IHC La Roche Team ProHockey erfreute die Zuseher nicht nur mit schnellen Spielzügen, sondern brachte auch gleich die erste handfeste Überraschung: Meister La Roche musste sich dem Rivalen mit 4:6 beugen.

Als sich anschließend Alprosys Györy ETO HC gegen den HK Utik itaksport im Penaltyschießen durchsetzte, hatten gleich am Anfang beide Meisterschaftsfavoriten ordentlich gepatzt.

Für La Roche sollte der rabenschwarze Tag noch nicht zu Ende sein. Denn gegen die ambitioniert und schnell nach vorne kombinierenden Völkermarkter kehrte man ebenfalls mit einer Nullnummer in die Kabine zurück.

Auch gegen Utik wollte es nicht so recht klappen, nach recht ausgeglichenem Spiel stand wieder nur ein 4:7 auf der Anzeigetafel. Indes ging es dem zweiten Wiener Vertreter weitaus besser, wiesen doch die Poolboys in ihrem zweiten Spiel auch Györ nach Penaltyschießen in die Schranken.

Den Frust dieser Niederlage schossen sich die Ungarn aber gleich in ihrem nächsten Spiel so richtig von der Seele. Dafür mussten die sichtlich schon unter Kräfteverfall leidenden Völkermarkter herhalten, die mit 12:2 von der Platte gefegt wurden. Die Bullen aus Kapfenberg machten es da schon besser, konnten sie doch in ihrem nächsten Spiel das an diesem Tag glücklose Auftreten von Meister La Roche prolongieren.

Im Spitzenspiel feierte der HK Utik einen hauchdünnen Sieg gegen das Überraschungsteam „Poolboys“, während sich Györ gegen Kapfenberg keine Blöße gab und mit einem komfortablen Zweitore-Vorsprung den erfolgreichen Arbeitstag beendete.

Noch erfreulicher lief es für den HK Utik, der auch sein letztes Spiel gegen Völkermarkt souverän gestaltete und den Kärntnern sogar einen Torerfolg verwehrte. Auf Tuchfühlung zu den Slowenen blieben die Poolboys, die sich nach lange ausgeglichenem Kampf schlussendlich gegen die Kapfenberger Bullen durchsetzen konnten.

Fazit des ersten Vorrundentages: Utik wie erwartet vorne, mit Györ und den Poolboys folgen knapp dahinter aber Teams, mit denen man nicht unbedingt rechnen durfte.

Völkermarkt und Kapfenberg halten sich wacker, La Roche wird sich aber gewaltig steigern müssen, will man in zwei Wochen nicht schon vorzeitig das Turniergeschehen verlassen.

Spielplan, Ergebnisse und Tabellen

Livescoring zur Vor- und Finalrunde