Österreich erobert WM-Bronze

Bereits in der Vorrunde waren die Teams von Australien und Österreich aufeinander getroffen, wobei die ÖEHV-Truppe mit 4:3 und mit etwas Glück die Oberhand behielt. Diesmal ließ man auf dem Weg zu Bronze im B-Pool der IIHF InLine-Hockey-Weltmeisterschaft

Die erste Chance in diesem Spiel eröffnete sich nach nur 16 Sekunden den von Beginn an engagiert aufspielenden Australiern. Im Gegenzug legte Axel Riegler auf Gregor Baumgartner ab, der trocken den Puck ins Tor zirkelte.

Doch nach 1:49 Minuten postwendend der Ausgleich: Den ersten Schuss auf seinen Kasten konnte Goalie Markus Schilcher noch abwehren, den Nachschuss von Adrian Nash musste er allerdings passieren lassen.

Doch die Österreicher ließen sich davon nicht weiter aus der Ruhe bringen und machten vor allem vor dem eigenen Tor dicht. Aus einem Konter dann die 2:1-Führung: Nach Pass von Andre Niec war es wiederum Baumgartner, der seine Farben in Minute 2:41 in Führung schoss.

Die auch diesmal nur kurz hielt, weil Dean Dunstan nach schönem Alleingang zum 2:2 scorte. Damit hatten beide Seiten erstmals genug und rollten in die erste Pause.

Als Schilcher, Einsergoalie der ÖEHV-Auswahl, nach Leistenproblemen nicht mehr auf das Spielfeld zurückkehren konnte, ersetzte seine Position im Drahtkasten der Österreicher der junge Maximilian Reiter, der in der Folge zu einem der Matchwinner avancieren sollte.

Seine Vorderleute durften bereits nach 36 Sekunden wieder jubeln, weil Riegler im Powerplay nach Schuss von Baumgartner goldrichtig stand und zur abermaligen Führung einnetzte. Kurz vor Ende einer Strafzeit von Marco Quinz musste Reiter dann das erste Mal an diesem Tag nach einem Schuss von Olivier Rozdarz hinter sich greifen.

Doch die ÖEHV-Auswahl reagierte sofort und erarbeitete sich in der Folge durch Tore von Lukas Draschkowitz und Mario Altmann erstmals einen Zweitore-Vorsprung. Der nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Jamie Bourke durch Christoph Draschkowitz nach Pass von Josi Riener bis in die Halbzeitpause hinein hielt.

Damit war der Torhunger im Hause Draschkowitz aber noch nicht gestillt, da viereinhalb Minuten nach Wiederbeginn abermals Christoph nach Pass seines Bruders Lukas die Scheibe im Netz des australischen Schlussmannes James Muir unterbringen konnte.

Und nachdem Altmann mit großer Routine im Powerplay sogar auf 8:4 stellte, lag die Bronzemedaille erstmals in Reichweite des rot-weiß-roten Nationalteams - auch wenn das Horror-Schlussviertel der letzten beiden Partien noch bevorstand.

Doch hier zeigte sich, dass man aus den jüngsten Ereignissen gelernt hatte. Routiniert wurde mit Hilfe der besseren Technik und auch Taktik das Match heimgespielt, wobei die Australier immer mehr die Sinnlosigkeit von Gegenanstrengungen zur Kenntnis nehmen mussten und nur mehr mit unnötigen Stockfouls auffielen.

Große Freude dann nach dem Schlusspfiff: Österreich hat zwar den Aufstieg in den A-Pool verfehlt, sich aber mit einer jungen Mannschaft sehr respektabel geschlagen und die Bronzemedaille geholt.

Was lässt gerade auch für die Zukunft des Sportes hierzulande hoffen. Da Großbritannien im Finale Ungarn mit 3:2 besiegen konnte, steigen die Briten erstmals in ihrer Geschichte unter die besten acht InLine-Hockey-Nationen auf, der Absteiger aus dem A-Pool heißt Slowakei nach einem 0:9 im Abstiegsduell gegen Deutschland.

Abseits des B-Finales wurde der Wiener Josi Riener vom IIHF-Direktorat noch als bester Spieler der Österreichischen Nationalmannschaft geehrt und landete als bester Verteidiger darüber hinaus auch noch im IIHF-Allstar Team der Division 1.

Österreich - Australien 8:4 (2:2,4:2,2:0,0:0)
Tore: Baumgartner (2), Christoph Draschkowitz (2), Altmann (2), Lukas Draschkowitz, Riegler bzw. Nash, Dunstan, Rozdarz, Bourke