Nationalteam bereit für InLine-Hockey-WM

Am kommenden Sonntag startet im tschechischen Pardubice die InLine-Hockey-Weltmeisterschaft des Internationalen Eishockeyverbandes IIHF. Vom 19. bis 25. Juni 2011 ermitteln Nationalteams aus insgesamt 16 Ländern die Weltmeister in den beiden Pools A und B

Während in der A-Gruppe Weltmeister USA auf eine erfolgreiche Titelverteidigung hofft, will Österreich einen Stock tiefer ein gewichtiges Wort um den Aufstieg in die Elite der besten Acht mitreden. In der Gruppenphase treffen die heimischen Cracks dabei auf Australien, Großbritannien und Südafrika, bevor es dann in die entscheidende Playoff-Phase geht.

Damit möglichst rasch der Anschluss an die Spitze gelingt, hat man einen Neuanfang gewagt und neue Ziele definiert. Nach dem letztjährigen bitteren Abstieg in die Zweitklassigkeit wurde dazu sowohl beim Spielerkader als auch in der sportlichen Führung ordentlich durchgelüftet.

"Unser Ziel war es, rund um verdiente Führungsspieler eine Truppe junger bissiger Nachwuchscracks aus dem Fundus der ÖIHL zu gruppieren, die in den nächsten Jahren die schrittweise Annäherung an die Elite im InLine-Hockey realisieren sollen", gibt Teammanager Wolfgang Nickel die längerfristige strategische Richtung vor.

Dazu wurde auch die Leitung der Mannschaft in neue Hände gelegt. Während A-Lizenz-Trainer und Linz-Crack Gregor Baumgartner die Umsetzung der sportlichen Ziele verantwortet, unterstützt ihn mit Jürgen Leibig ein erfahrener Coach an der Bande.

"Gregor ist natürlich am Court für uns ein ganz wichtiger Führungsspieler. Daher haben wir ihn eine kompetente Persönlichkeit zur Seite gestellt, die ihn dabei unterstützen soll, auch als Spieler seine volle Leistung abrufen zu können", erläutert Nickel den Hintergrund der personellen Weichenstellungen.

Verjüngung und Neuordnung heiße aber nicht, so Nickel weiter, dass man heuer nur als Platzhalter zur WM fahre. "Natürlich wollen wir im B-Pool vorne mitspielen und uns in eine gute Ausgangsposition um den Aufstieg bringen. Doch gerade die 6:9-Niederlage im Vorbereitungsspiel gegen den direkten Konkurrenten Kroatien hat gezeigt, dass auch andere Nationen dabei ein gewichtiges Wort mitreden wollen."

Für Nickel könnten sich neben den erwähnten Kroaten vor allem die Briten und Ungarn als lästige Stolpersteine für alle rot-weiß-roten Aufstiegshoffnungen erweisen. Gleich in der ersten Partie am Sonntag könnte es schon zu einer ersten Standortbestimmung kommen. Dort wartet nämlich mit Aufsteiger Südafrika ein für die heimischen Spieler vollkommen unbeschriebenes Blatt.

"Eigentlich sollten die Südafrikaner kein Stolperstein für uns sein. Daher sehe ich diese Partie als wertvolle Gelegenheit, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und auch die taktischen Konzepte einmal auf ihre Praxistauglichkeit zu testen", erkennt Nickel durchaus Vorteile in der Auslosung. "Denn am Montag und Dienstag warten dann mit Australien und Großbritannien richtige Brocken auf uns."

Gruppeneinteilung und Spielplan: http://www.eishockey.at/inline-hockey/nationalteam

Kader für die InLine-Hockey-Weltmeisterschaft
Tor: Markus Schilcher, Oliver Zirngast
Verteidigung: Mario Altmann, Josi Riener, Peter Schweda, Dominik Walchshofer, Thomas Weißensteiner
Angriff: Gregor Baumgartner, Lukas Draschkowitz, Christoph Draschkowitz, Dominik Kügerl, Andre Niec, Marco Quinz, Axel Riegler, Robert Dorazil
Auf Abruf: Tino Teppert, Philipp Koczera, Maximilian Reiter