Bittere Niederlage gegen Großbritannien

Leermeldung für Österreichs InLine-Hockey-Team bei der Weltmeisterschaft in Tschechien: Gegen Großbritannien liefen Baumgartner & Co. von Anfang an einem Rückstand nach und vermochten der Partie auch in den entscheidenden Phasen keine Wende zu geben.

Die Österreicher starteten ambitioniert in die Partie und konnten zunächst die taktischen Vorgaben von Coach Jürgen Leibig erfolgreich umsetzen. Selbst das 0:1 nach 4:44 brachte das Team nicht aus dem Rhythmus, mit ein wenig Glück hätte man sogar mit einem Vorsprung zum ersten "Pausentee" rollen können.

Im zweiten Viertel erhöhten die Briten die Schlagzahl und spielten schnörkelloses InLine-Hockey vom Feinsten: Schneller Aufbau, schnelle Pässe von der Mittellinie vor das von Markus Schilcher gut gehütete Tor der Österreicher und rasche Abschlussversuche - die nun leider auch ins Ziel trafen.

Erst nach dem vierten Gegentreffer gelang es den Österreichern, sich besser auf diese Taktik einzustellen und durch Christoph Draschkowitz einen Treffer aufzuholen.

Diesen Schwung nahm die ÖEHV-Truppe auch in die verbleibenden Viertel mit und demonstrierte hier, was in ihr steckt. Durch Tore der Routiniers Gregor Baumgartner und Andre Niec war man plötzlich wieder auf Tuchfühlung mit den Briten, die sich allerdings bereits 50 Sekunden nach dem Anschlusstreffer mit dem 3:5 wieder Luft verschaffen konnten.

Damit war der Widerstand des jungen Teams endgültig gebrochen, die beiden letzten Tore für Großbritannien in der Schlussphase waren nur noch Draufgabe.

Trotz der Niederlage lässt man im Lager der Österreicher den Kopf nicht hängen: "Wir haben uns gegen die Briten schon immer schwer getan, weil sie ein konsequentes und vor allem taktisch kluges InLine-Hockey-System spielen", fasst der Teamleader der Österreichischen Nationalmannschaft, Wolfgang Nickel, den heutigen Arbeitstag seiner Mannen zusammen.

"Wir denken noch zu viel in Eishockey-Schablonen. Wenn wir unsere Laufwege optimieren und die Scheibe flotter nach vorne bringen, dann ist für uns auch weiterhin das Finale möglich." Am Dienstag geht es jedenfalls gegen Australien, das sich gegen Südafrika mit 11:3 richtig warmschießen konnte.

Im A-Pool geht es derweil weiterhin recht ausgeglichen zu: Zunächst sicherte sich Kanada nach der Eröffnungspleite gegen Slowenien mit einem 6:3 über Aufsteiger Slowakei die ersten beiden Punkte, während Schweden nach dem Debakel gegen Finnland auch gegen Deutschland an der Kippe zur nächsten Klatsche stand. Erst ein starkes Schlussviertel sicherte den Skandinaviern einen knappen 9:7-Erfolg.

Neben Titelverteidiger USA ist auch Tschechien bei seiner Heim-WM weiterhin ohne Fehl und Tadel unterwegs: Diesmal mussten die Finnen mit einem 3:7 die Überlegenheit des letztjährigen Vizeweltmeisters anerkennen.

Österreich - Großbritannien 3:7 (0:1,1:3,1:0,1:3)
Tore: Christoph Draschkowitz, Baumgartner, Niec bzw. Dolan (2), Hamer, Niamatali, Walsh, Pearman, Hutchinson

Gruppeneinteilung und Spielplan: http://www.eishockey.at/inline-hockey/nationalteam/