Start in die neue Saison

Wer zählt in der diesjährigen österreichischen Erste Bank Eishockey Liga zu den Favoriten?

Elf Teams stellen sich ab der neuen Saison der Aufgabe in die Meisterrunde zu gelangen und danach den Meistertitel für sich beanspruchen zu können. Im letzten Jahr schaffte dieses Kunststück der KAC aus Klagenfurt. Auch heuer wieder zählen sie zu den Top-Favoriten wenn es nach den Buchmachern gehen soll. Wer sonst noch zum erweiterten Favoritenkreis zählt und warum, werden wir euch in der Folge etwas genauer erläutern. Auch die bis dahin getätigten Transfers und die Wirkung auf das jeweilige Team werden wir euch vorstellen.

EC-KAC:
Der EC KAC ist mit 31 Meistertiteln österreichischer Eishockey-Rekordmeister und zählt infolge dessen auch jedes Jahr zu den Favoriten in der Erste Bank Eishockey Liga. In der vergangenen Saison konnten sie ebenfalls Meister werden, seit der Spielzeit 2014/15 qualifizierten sie sich immer für die Playoffs. Eine der großen Stärken des KAC ist die meist sehr stabile Defensive, die das Team aufbietet. Im letzten Jahr bekamen sie sowohl im Grunddurchgang, als auch in der Platzierungsrunde die wenigsten Gegentreffer aller Teams. Zudem gaben sie in den Playoffs insgesamt nur 3 Spiele ab und konnten 12 davon gewinnen. Einer der Stars im Team ist mit Lars Haugen ausgerechnet der Torwart, der im letzten Jahr nur knapp die Auszeichnung des Most Valuable Players verpasste. In Sachen Transfers agieren die Klagenfurter seit Jahren sehr bedacht und klug und können auch in diesem Jahr wieder für Aufsehen sorgen. So kam zum Beispiel der österreichische Teamspieler Lukas Haudum zurück nach Österreich und Manuel Ganahl kehrte ebenfalls nach einem Jahr in der finnischen Top-Liga zurück. Doch das eigentlich wichtige in dieser Periode war, dass der KAC die Verträge der Leistungsträger verlängern konnte und somit kaum schwerwiegende Abgänge zu verkraften hatte.

spusu Vienna Capitals:
Die Vienna Capitals können mit den Erfolgen des KAC nicht mithalten, haben sie doch eine weitaus kürzere Vereinsgeschichte als der Klub aus Klagenfurt. Erst seit dem Jahr 2001 geht der Wiener Klub in der Erste Bank Eishockey Liga auf Titeljagd. Zweimal konnten sie sich diesen bereits sichern, zudem standen sie in der letzten Saison im Finale gegen den KAC. Dazu nehmen sie seit unglaublichen 15 Jahren regelmäßig an den Playoffs teil, können aber vor allem im Grunddurchgang überzeugen. Gleich 2 Mal in den letzten 3 Jahren sicherten sie sich dort den 1. Tabellenplatz und holten danach auch einmal den Meistertitel. Im Gegensatz zum KAC liegt die große Stärke der Wiener in der Offensive, wo sie stetig die beste Mannschaft in der Liga sind. Im vergangenen Jahr erzielten sie so atemberaubende 47 Treffer in 10 Spielen der Platzierungsrunde. Damit wird es nur wenige verwundern, dass die vergangenen drei MVP-Titel allesamt an Offensivspieler der Vienna Capitals gingen. Trotz der guten Saisonen in den letzten Jahren scheint es so, als würden die Vienna Capitals ihren Kader etwas erneuern. Mit Henrik Neubauer, Brandon Kichton, Mark Flood, Kyle Baun und Ty Looney kamen gleich 5 Spieler mit internationalem Niveau zur Mannschaft hinzu. Im Gegensatz dazu mussten sie mit Mat Clark, Patrick Mullen, Sondre Olden und Kelsey Tessier auch einige Leistungsträger abgeben. Trotz dieser Abgänge scheint es, als würden die Vienna Capitals zum großen Angriff übergehen.

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EC Red Bull Salzburg:
Seit dem Jahr 2005 kooperiert Red Bull mit Salzburg und baute neben der sehr bekannten Fußballmannschaft auch eine äußerst erfolgreiche Eishockey-Mannschaft auf. Seit dieser Übernahme gewann der Klub ganze 8 Mal den Meistertitel und ist somit die erfolgreichste Mannschaft der jüngeren Vergangenheit. Mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet stellt Salzburg Jahr für Jahr einen der besten Kader der gesamten Liga und kann dies auch zumeist in Ergebnisse umwandeln. Trotz eines ungewohnt schwachen Grund- und Platzierungsdurchgangs schaffte es Red Bull Salzburg in der Vorsaison bis ins Halbfinale vorzudringen. Dort lieferten sie sich mit den Vienna Capitals ein offenes Duell das letztendlich mit 4:3 verloren ging. Um in der neuen Saison wieder angreifen zu können, wurde der Kader unter anderem mit den früheren NHL-Spielern Chad Kolarik und Derek Joslin verstärkt. Zudem kommt mit Brendan Mikkelson ein amtierender deutscher Meister von den Adler Mannheim nach Salzburg. Um Platz im Kader zu schaffen wurden die vier Stürmer Ryan Duncan, Brant Harris, Dustin Gazley und Chris VandeVelde zu neuen Teams transferiert. Insgesamt kann resümiert werden, dass sich Salzburg qualitativ enorm gesteigert hat und in der nächsten Saison wieder voll angreifen wird.

EHC Liwest Black Wings Linz:
Zweimal konnten die Linzer bereits den Meistertitel bejubeln, das letzte Mal im Jahr 2012. Zusätzlich sind sie so gut wie in jedem Jahr in den Playoffs vertreten, schieden letztes Jahr aber bereits im Viertelfinale gegen die Graz 99ers aus. Generell stimmte im letzten Jahr nicht viel, denn die Offensive war harmlos und die Defensive oft zu löchrig, um wirklich um den Titel mitspielen zu können. Zu den absoluten Top-Favoriten werden sie auch in diesem Jahr nicht zählen, dennoch sind die Linzer immer wieder gefährliche Außenseiter, die für Überraschungen sorgen. Zudem hat die Mannschaft einen kleinen Umbruch hinter sich, denn einige arrivierte Kräfte verließen die Linzer oder beendeten ihre Karriere. Dafür kamen viele junge Talente zum Team neu hinzu wie Alexander Cijan, Julian Pusnik, Justin Florek, Raphael Wolf oder Marek Kalus. Um die perfekte Mischung zwischen Jung und Alt im Kader zu erreichen wurden auch einige Verträge verlängert, wie es unter anderem bei Dan DaSilva der Fall war.

Fazit:
Als Resümee kann gesagt werden, dass uns erneut eine sehr spannende Erste Bank Eishockey Liga Saison bevorsteht und der Meister nicht bereits im Vorhinein feststeht. Die Teams konnten sich bestmöglich verstärken und werden vor allem den KAC jagen. Dieses Unterfangen wird am 13. September mit dem ersten Spieltag dieser Saison der Graz99ers gegen die Vienna Capitals starten. Die von uns vorgestellten Teams werden dabei bestimmt eine große Rolle einnehmen, ob sich noch andere Mannschaften ebenfalls einmischen können, wird sich im Laufe der Saison zeigen.

Erste Bank Eishockey Liga - Play-off