Text: LAOLA1.at , Foto: GEPA

Capitals starten mit Kantersieg in Saison

Der Meister hat in Fehervar Spaß. Overtime-Pleite für Linz.

Für die Vienna Capitals setzt es zum Start der neuen EBEL-Saison einen Auftakt nach Maß. Der Meister fegt Fehervar auswärts 9:1 (2:1,4:0,3:0) weg.

Der Start ist noch ausgeglichen, Sarpatki (8./PP) kann nach Sharp-Führung (5./PP) ausgleichen, Holzapfel legt nach (12./PP). Im Mitteldrittel entscheiden Rotter (25.), Holzapfel (27.), McKiernan (37./PP) und Vause (40./PS) das Spiel, Holzapfel (45./PP) macht den Triplepack im 3. Drittel perfekt.

Samson (56./PP) und Hartl (60./SH) setzen Schlusspunkte.

Die Black Wings Linz verlieren in Znojmo 2:3 nach Overtime (1:1,1:1,0:0,0:1), Cip sorgt in einer strafenreichen Partie für die Entscheidung in der Verlängerung (61.).

Damit können die Stahlstädter auch im 16. Versuch keinen Grunddurchgangs-Sieg in Tschechien holen.

Capitals Serie geht weiter

Die Vienna Capitals sind am Freitag mit einem 9:1-Kantersieg in Fehervar überzeugend in die Saison der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) gestartet.

Die Wiener sind mit einer im Vergleich zur vergangenen Saison nur punktuell veränderten Mannschaft in die Titelverteidigung gegangen und landeten problemlos ihren saisonübergreifend 14. Liga-Sieg in Folge.

Riley Holzapfel trumpfte mit gleich drei Treffern auf, die Ungarn hatten nur auf die von Macgregor Sharp erzielte frühe Führung (5.) eine Antwort parat (7.). Danach kam die Tormaschinerie der Caps ins Laufen.

"Ich bin sehr stolz auf meine Burschen. Wir nehmen viele positive Aspekte mit nach Wien", analysierte Capitals-Coach Serge Aubin den überzeugenden Auftritt seiner Truppe. Die trumpfte vor allem im Powerplay auf, gleich fünf Treffer der Gäste fielen in Überzahl. Die bisher letzte Caps-Niederlage in der Liga hat es am 19. Februar gegen den KAC gegeben. Die Kärntner gastieren am Sonntag im Schlager in Wien.

Zumindest ein Punkt bleibt

Die Black Wings Linz verzeichneten in Znojmo hingegen einen Fehlstart in die Saison.

Jan Pohl erzielte dort mit einem Schlenzer bereits in der dritten Minute das erste Tor der neuen EBEL-Saison. Nach einer 2:1-Führung mussten die Linzer früh den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen (22.), so ging es in die Verlängerung.

In der traf Radek Cip für die Tschechen im "3 gegen 3"-Format nach nur 51 Sekunden, die Black Wings nahmen zumindest einen Punkt mit heim.

Salzburg und KAC stolpern zum Ligastart

Kein geglückter Einstieg in die EBEL-Saison für RB Salzburg und den KAC: Die beiden Titel-Mitfavoriten stecken überraschende Heimniederlagen ein.

Salzburg unterliegt Dornbirn daheim 3:4 (0:0,0:1,3:3). Fraser (31.) bringt den DEC gegen den Spielverlauf in Führung, Reid (42.) legt nach. Brouillette (47./PP2) verkürzt, Fraser trifft zum 3:1 (52.).

Rauchenwald (54./PP) und Aleardi (57./PP2) gleichen aus, aber Pance schockt die Bullen 29 Sekunden vor Ende aus einem Konter.

Die Graz99ers nehmen ein 4:2 (1:1,1:1,2:0) aus Klagenfurt mit.

In einer schnellen Partie bringt Rheault (11.) die Hausherren in Führung. Zusevics (13./PP) und Setzinger (35.) drehen die Partie, Schumnig gelingt aber noch im Mitteldrittel der Ausgleich.

Dank Unterweger (52./PP) und Woger (54.) fahren die Steirer mit drei Punkten vom Vizemeister heim.

Der VSV "begrüßt" Medvescak Zagreb bei deren Liga-Rückkehr mit einem 6:1 (2:1,2:0,2:0), der HC Innsbruck entscheidet das Tiroler Duell mit dem HC Bozen 5:3 (2:1,1:1,2:1) für sich.

Pance wird zum Matchwinner

Salzburg möchte sich nach dem Semifinal-Out in der vergangenen Saison den Meistertitel wieder zurückholen, doch der erste Schuss ging nach hinten los.

Die als Außenseiter in die Saison gegangenen Dornbirner waren 2:0 in Front gegangen, mit Powerplay-Toren von Rauchenwald (54.) und Aleardi (57.) glich Salzburg spät zum 3:3 aus. Doch 29 Sekunden vor Schluss gelang Ziga Pance Dornbirns Siegestor.

"Drei Tore müssen normalerweise für einen Sieg reichen", resümierte Salzburg-Trainer Greg Poss. "Aber wir haben defensiv nicht konsequent genug gespielt, standen oft zu weit vom Gegenspieler weg. Wir müssen jetzt einfach weiter hart arbeiten und im Spiel auch mehr auf die Defensive denken." In der zweiten Runde gastieren die Salzburger am Sonntag in Znojmo.

Guter Boden für den Ex-Coach

Ebenfalls kein Selbstvertrauen tankte der Rekordmeister EC KAC in der ersten Runde.

Gegen die 99ers verloren die Rotjacken daheim 2:4, womit Ex-KAC-Coach Doug Mason mit den Steirern wie schon zweimal in der vergangenen Saison erneut als Sieger aus Klagenfurt abreiste. "Ein Sieg hier gibt mir immer etwas", meinte der zufriedene Coach. "Ich habe gute und schlechte Erinnerungen an Klagenfurt." Der KAC hatte sich 2015 von Mason getrennt.

Die Partie war spielerisch durchaus ausgeglichen, die Gäste agierten aber weitaus effektiver. "Sie haben ihre Möglichkeiten einfach effizienter genutzt", erkannte auch der neue kanadische KAC-Coach Steve Walker. Nach zwei auch dem Ergebnis nach gleichwertigen Dritteln (jeweils 1:1) schlugen Unterweger (52.) und Woger (54.) innerhalb von 103 Sekunden entscheidend zu.

VSV und Innsbruck beglücken Heimfans

Die mit vielen heimischen Spielern gespickte Villacher Equipe überraschte mit einer sehr guten Leistung, wenn auch Liga-Heimkehrer Zagreb noch Aufholbedarf hat.

Vorentscheidend war ein Doppelschlag durch Rückkehrer und Kapitän Nikolas Petrik (28.) und Nico Brunner (29.) binnen 72 Sekunden zum 4:1. Einen starken Rückhalt gab den Kärntnern der von den Capitals neu erworbene Goalie David Kickert.

Innsbruck war im "Tiroler Derby" gegen Südtirol nie in Rückstand, musste aber dennoch bis zur letzten Minute um den Dreipunkter zittern.

Nachdem der kanadische Flügelstürmer Jesse Mychan zum 4:3 getroffen hatte (44.), dauerte es bis 27 Sekunden vor der Schluss-Sirene, ehe Andrew-Michael Yogan das erlösende 5:3 gelang.