Freude und Schmerz

Salzburgs Rückkehrer Dominique Heinrich erklärt, warum er auf ausländische Interessenten nicht wartete.

Auch wenn sich Dominique Heinrich über seine Rückkehr zu Red Bull Salzburg freut, schmerzt sie ihn dann doch ein wenig.  „Es ist nicht erfreulich, dass ich so schnell wieder zurückkomme. Persönlich habe mir viel mehr vorgenommen“, meint der Nationalteamverteidiger, der erst im Sommer den Sprung zu Örebro HK gewagt hatte.

Für den schwedischen Erstligisten brachte es der 26-Jährige auf gerade einmal 22 Einsätze mitsamt fünf Scorerpunkten. Auch wenn er den Schritt von der heimischen Erste Bank Eishockey Liga in die schwedische Eliteklasse, die zu den besten Ligen Europas zählt, ein großer ist – Heinrich: "Höheres Tempo, mehr Taktik" – lief es für den Verteidiger anfangs eigentlich recht gut.

"In den ersten zwölf Spielen habe ich einige Punkte gemacht und hatte die meiste Spielzeit von allen Verteidigern." Als nach dem schwachen Saisonstart jedoch Head Coach Kent Johansson ausgetauscht wurde, wurde es für Heinrich ungemütlich.

Nicht, dass er mit den neuen Trainern ein Problem hatte, es war vielmehr deren taktische Ausrichtung, die ihm alles andere als entgegenkam. "Um in der Tabelle weiter nach oben zu kommen, haben sie die Mannschaft defensiver ausgerichtet, auf sieben defensive Verteidiger gesetzt", sagt Heinrich. Dem spielerisch starken Defender war sofort klar, dass es fortan schwer werden würde, beim aktuellen Tabellenzwölften Spielzeit zu bekommen.

Bereits im Dezember erklärte der Klub öffentlich, dass man nach einem Abnehmer für Heinrich Ausschau halte. Auf der Suche nach neuen Optionen tat sich zu Jahresende die Möglichkeit auf, für den HC Lugano beim renommierten Spengler Cup aufzulaufen. "Das hat sich kurzfristig ergeben. Ich habe versucht, mich dort zu präsentieren", berichtet Heinrich, der sich mit Nationalteamkollege Stefan Ulmer im Finale Team Kanada 2:5 geschlagen geben musste.

Einige Vereine bekundeten sogar Interesse, "aber das hätte alles viel zu lange gedauert", drängte Heinrich ob der bevorstehenden Geburt seines Sohnes – Geburtstermin ist der 26. Jänner – auf eine rasche Lösung. "Da wollte ich kein langes Hin und Her, sondern Frieden." Eine Situation, in welcher der vertraute Heimathafen namens Salzburg freilich sehr gelegen kam. "Wir haben uns hier immer sehr wohl gefühlt." Ab Mittwoch ist der dreifache WM-Teilnehmer wieder in Salzburg. Am Wochenende könnte er bereits sein Comeback auf dem Eis feiern.

Punkteliste der Erste Bank Eishockey Liga