Strafe gegen Red Bull Salzburg

Der Strafsenat der Erste Bank Eishockey Liga verhängt über Red Bull Salzburg wegen ligaschädigender Aussagen von Trainer Pierre Page eine Geldstrafe.

Der Strafsenat der Erste Bank Eishockey Liga verhängt über Red Bull Salzburg wegen ligaschädigender Aussagen von Head Coach Pierre Page eine Geldstrafe von 5.000 Euro.

Die Begründung: "Aufgrund von diversen Anzeigen war zu untersuchen, ob Pierre Pagé aus Anlass eines Liveinterviews in der Sendung ‚Sport und Talk im Hangar 7’ bei ServusTV ein ligaschädigendes Verhalten bzw. schädigende Aussagen getätigt hat.
Die in den Anzeigen erhobene Anschuldigung, dass Pierre Pagé KAC und VSV der Gewaltförderung bezichtigt hätte, ist nicht zu verifizieren gewesen. Tatsächlich ist offensichtlich bei der Übersetzung dem Übersetzer ein Fehler unterlaufen bzw. hat Pierre Pagé in seinem Satz das Wort ‚if’ verschluckt. Der Gesamtsinn des inkriminierten Satzes kann aber nur so verstanden werden, dass für den Fall als KAC und VSV Gewalt unterstützten oder Salzburg Gewalt unterstütze, die Liga am Ende wäre. Diese Aussage ist daher keinesfalls als schädigend zu betrachten.
Allerdings wirft Pierre Pagé an anderer Stelle einerseits Olimpija Ljubljana und somit einem anderen Verein konkret vor, Gewalt zu fördern. Es wird Ljubljana unterstellt, vorsätzlich keine Sicherheitskräfte in die Halle gelassen zu haben. Andererseits wird von Pierre Pagé dem Verband und der Liga vorgeworfen, die Vorfälle aus Anlass des Spieles, das dem Spiel, zu dem Salzburg nicht angetreten ist, vorausgegangen war, nicht ernst genommen zu haben. Im Gesamtkontext des Interviews sind diese beiden Aussagen geeignet, den Verein Ljubljana in der Öffentlichkeit zu schädigen wie aber auch die Liga und den ÖEHV in der Öffentlichkeit ebenso zu schädigen. Es wird klar unterstellt, dass die Liga und der ÖEHV auf die ursprünglichen Vorfälle nicht angemessen reagiert hätten und eine Verharmlosung der Vorfälle unterstützt hätten bzw. es zuließen, dass Gewalt in der Liga gefördert oder geduldet wird.
Von einer sportlichen Schädigung ist nach dem Regulativ auszugehen, wenn jemand eine Handlung setzt oder eine Unterlassung begeht, um den Eishockeysport auf irgendeine Art zu schädigen oder sonst etwas unternimmt oder unterlässt, was einen anderen Verein, den Verband, die Liga oder den Sport als Ganzes in der Öffentlichkeit zu schädigen geeignet ist.
Die Unterstellung, ein Verein würde Gewalt fördern oder die Liga und der Verband würden Gewalt tolerieren, ist im Hinblick auch auf die Ljubljana erteilten Auflagen zur Ausrichtung des Spieles als nicht nachvollziehbar und nicht den tatsächlichen Umständen entsprechend zu qualifizieren, woraus sich der Schluss eines ligaschädigenden Verhaltens ergibt."