Sperren für Lefebvre und Fortier

Guillaume Lefebvre (Moser Medical Graz 99ers) fasst nach einem Ellbogencheck gegen Benoit Gratton sechs Spiele Sperre aus. Francois Fortier (UPC Vienna Capitals) wird für vier Spiele (zwei unbedingt) gesperrt.

Der Strafsenat der Erste Bank Eishockey Liga (Vorsitzender: Karl Korentschnig; Beisitzer: Bogdan Jakopic und Dr. Alexander Gruber) hat am Donnerstag Guillaume Lefebvre von den Moser Medical Graz 99ers nach dessen Matchstrafe im Meisterschaftsspiel bei den UPC Vienna Capitals vom 16.10.2011 für sechs Spiele gesperrt. In der gleichen Aktion wurde ein regelwidriges Verhalten von Francois Fortier von den UPC Vienna Capitals festgestellt. Der Kanadier wurde vom Strafsenat der Erste Bank Eishockey Liga dafür für vier Spiele, zwei davon bedingt auf eine Probezeit von zwei Monaten, gesperrt.

Die Begründung des Strafsenats zu Guillaume Lefebvre:
"Nach Angaben des Schiedsrichters und nach Einsicht in den Videobeweis hat der Spieler Guillaume Lefebvre von Moser Medical Graz 99ers nach einer Spielunterbrechung den Spieler Benoit Gratton von UPC Vienna Capitals mit dem Ellenbogen gegen den Kopf gestoßen. Dadurch wurde der Kopf des Spielers Gratton auch gegen die Bande bzw. Plexiglasumrandung gestoßen. Der Spieler Gratton konnte verletzungsbedingt am Spiel nicht mehr teilnehmen. Nach Auffassung des Strafsenates ist in jedem Fall, aufgrund der vorangegangenen Spielunterbrechung, in dem Angriff eine Tätlichkeit gegen einen gegnerischen Spieler zu sehen, und sieht das Regulativ einen Strafrahmen einer Sperre von zwei Spielen bis lebenslang vor."

Die Begründung des Strafsenats zu Francois Fortier:
"Aufgrund einer Videoanalyse infolge einer Matchstrafe gegen einen anderen Spieler hat der Strafsenat ein regelwidriges Verhalten festgestellt und war demnach eine Prüfung des Sachverhaltes vorzunehmen. Nach einem unerlaubten Angriff des Spielers Guillaume Lefebvre von Moser Medical Graz 99ers gegen den Spieler Benoit Gratton von UPC Vienna Capitals ist auf dem Videomitschnitt klar zu erkennen, wie der Spieler Francois Frortier von hinten den Grazer Spieler mit den Händen attackiert und gegen den Bereich des Nackens schlägt, wodurch der angegriffene Spieler zu Boden stürzt. Schon zum Zeitpunkt des vorangegangenen Regelverstoßes durch den Spieler Lefebvre war das Spiel unterbrochen. Nach Unterbrechung des Spieles gibt es keine regelkonformen Angriffe. Somit ist in dieser durchaus heftig angetragenen Attacke von hinten noch dazu gegen den Nackenbereich eine Tätlichkeit gegen einen anderen Spieler zu sehen. Im Hinblick darauf, dass der angegriffene Spieler offensichtlich keine Verletzungen davon getragen hat, konnte mit einer teilbedingten Strafe das Auslangen gefunden werden."