Sechster Titel für Sabres Wien

Nach einem Jahr Pause stehen die Wienerinnen wieder an der europäischen Spitze.

Die Sabres Wien machen das halbe Dutzend in der European Women's Hockey League voll. Die Sabres gewinnen beim Finalturnier in Budapest gegen die Dauerrivalinnen der Salzburg Eagles im Halbfinale deutlich mit 8:1 und später gegen den Vorjahressieger, die Eagles Südtirol, mit 5:0.

Es ist der insgesamt sechste EWHL-Titel für die Wienerinnen. Auch in der heimischen Liga nehmen die Sabres die Krone in Angriff, es wäre die neunte in Serie und die 15. insgesamt. Gegnerinnen in der "Best-of-Five"-Serie, die am Wochenende mit zwei Partien in Wien startet, sind erneut die Salzburg Eagles.

Im Spiel um die Bronzemedaille setzt sich KMH Budapest knapp gegen die Eagles Salzburg mit 2:1 durch - damit geht erstmals eine EWHL-Ligamedaille nach Ungarn.

Das Halbfinale startete mit dem Spiel EHV Sabres Wien gegen DEC Salzburg Eagles. Es sollte ein spannendes Duell sein, denn alle Begegnungen in dieser Saison endeten mit einem knappen Ergebnis. Die Teams starteten stark und beide Seiten erarbeiteten sich Chancen. Nach drei gespielten Minuten starte Anna Meixner, nach Zuspiel von Julia Willenshofer, einen schnellen Angriff und brachte die Wienerinnen in Führung.

Weitere Tore wurden in diesem Drittel nicht geschossen. Beide Teams wollten ins Finale und kämpften stark und arbeiteten auch in der Defensive effizient. Doch in der 28. Minute gelang es Laura Bowman die Führung auszubauen und erzielte vier Minuten später, nach erneuter Vorarbeit von Anna Hanser, durch einen Shorthander das 3:0. Sichtlich frustriert von den Gegentreffern mussten zwei Spielerinnen der DEC Salzburg Eagles auf die Strafbank.

Diese Möglichkeit nutzten die Wienerinnen aus und stellten noch vor der zweiten Drittelpause durch einen Treffer von Charlotte Wittich auf 4:0. Trotz des Rückstandes gaben die Salzburgerinnen nicht auf. Cassidy Tucker konnte in der 43. Minute, nach Vorarbeit von Marissa Redmond, durch einen Shorthander auf 4:1 zu verkürzen. Dies wollten die Wienerinnen allerdings nicht auf sich sitzen lassen und konnten drei Minuten später durch einen Alleingang von Laura Bowman, die damit ihren Hattrick vollendete, um einen weiteren Treffer, wodurch den EHV Sabres der Sieg nicht mehr zu nehmen war. Durch weitere Treffer von Anja Trummer, Charlotte Wittich und erneut Laura Bowman siegten die Wienerinnen am Ende 8:1 und standen im Finale.

Das zweite Halbfinalspiel bestritten KMH Budapest gegen die EVB Eagles Südtirol. Auch hier waren die Spiele im Grunddurchgang meist mit knappem Endergebnis. Durch eine frühe Strafe der Gastgeberinnen konnten die Südtirolerinnen in der 5. Minute durch ein Tor von Eleonora Dalpra, nach Vorarbeit von Samantha Sutherland, in Führung gehen.

Den Budapesterinnen gelang es nicht vor der ersten Drittelpause den Ausgleich zu erzielen. Auch im zweiten Drittel war das Ticket für das Finale hart umkämpft. Nach 26 gespielten Minuten erarbeitete sich Stacey Scott einen Alleingang und traf zum Ausgleich. Durch eine erneute Strafe der Ungarinnen konnte Eleonora Dalpra die Italienerinnen in der 34. Minute ein weiteres Mal in Führung bringen. Dies wollten die Spielerinnen von KMH Budapest nicht auf sich sitzen lassen und auch sie erhielten Überzahlmöglichkeiten. In der 38. Minuten befanden sich zwei Italienerinnen auf der Strafbank. Vivien Szomogyi nutzte diese Chance und erzielte, nach Zuspiel von Jelena Grkovic, das Tor zum 2:2 Ausgleich.

Mit diesem Ergebnis ging es ins letzte Drittel. Beide Teams gaben alles um sich diesen Sieg zu holen. Die Italienerinnen standen erneut mit einer Spielerin weniger auf dem Eis und die Gastgeberinnen nutzte diese Chance um durch einen Treffer von Amie Varano das erste Mal an diesem Tag in Führung zu gehen. Die Budapesterinnen gaben alles um die Führung über die Zeit zu bringen, doch waren sie eine Minute lang unaufmerksam.

Durch ein Doppelpack in der 55. Minute von Hannah Elliscasis und Chelsea Furlani führten die Italienerinnen mit 4:3. Der Trainer von KMH Budapest nahm in der letzten Minute seine Torfrau vom Eis um durch eine weitere Feldpsielerin eine Überzahlsituation zu erschaffen, doch gelang ihnen der Ausgleich nicht mehr. Somit kämpfte KMH Budapest am nächsten Tag gegen die DEC Salzburg Eagles um Platz drei. Die EVB Eagles Südtirol trafen auf im Goldmedaillenspiel auf die EHV Sabres Wien.

Im Spiel um Bronze trafen sich KMH Budapest und die DEC Salzburg Eagles auf Augenhöhe. Beide Teams erarbeiteten sich Chancen und gaben aber auch in der Verteidigung alles. Durch ein Powerplay zur Hälfte des ersten Drittels gelang es Alexandra Huszak, nach Vorarbeit von Eniko Toth, die Budapesterinnen in Führung zu bringen. Trotz einiger Versuche der Salzburgerinnen auszugleichen gelang es ihnen nicht den Puck hinter die gegnerische Torfrau zu bringen.

In der 16. Minute baute Reka Dabasi, nach Zuspiel von Alexandra Huszak, die Führung aus. Mit einem 2:0-Zwischenstand ging es in die erste Drittelpause. Die Salzburgerinnen wollten die Medaille nicht kampflos aufgeben und kamen gestärkt aus der Kabine zurück. Bereits nach einer Minute startete Nina Brunner einen Alleingang und konnte diesen mit einem Treffer beenden und damit den Anschluss erzielen. Die Salzburgerinnen machten weiter Druck um den Ausgleich zu erzielen aber kamen nicht an der gegnerischen Defensive vorbei.

Auch die Budapesterinnen wollten sich wieder einen Vorsprung erarbeiten. Zum Ende des zweiten Drittels war das Ergebnis 2:1. Im letzten Drittel ging der Kampf weiter aber keines der Teams konnte einen weiteren Treffer erzielen. Zum Ende des Spiels bekamen die Mozartstädterinnen erneut die Möglichkeit eines Überzahlspiels und nahmen auch ihre Torfrau Alison Carter vom Eis um mit einer weiteren Spielerin die Chance auf den erhofften Ausgleich zu erhöhen. Die Ungarinnen verteidigten mit allem was sie hatten. Am Ende konnten die Spielerinnen von KMH Budapest über den Sieg der Bronzemedaille jubeln.

Im Goldmedaillenspiel trafen die Titelverteidigerinnen auf die fünfmaligen Siegerinnen der EWHL. Die Wienerinnen waren noch gestärkt von ihrem Sieg am Vortag und machten auch in diesem Spiel von Beginn an Druck. Doch auch die Titelverteidigerinnen waren nicht Chancenlos. In der 4. Minute gelang es Laura Bowman, nach Zuspiel von Antonia Matzka, die Wienerinnen in Führung zu bringen.

Beide Teams gaben weiterhin alles um sich den Titel zu erkämpfen, wobei sich die Wienerinnen mehr Chancen erarbeiten konnten. In der 15. Minute war es dann erneut Laura Bowman die, nach Vorarbeit von Anna Hanser, die Führung ausbaute. Das zweite Drittel begann mit einem 2:0 für die Wienerinnen als Theresa Schafzahl vom ersten Bully weg startete und nach nur sieben Sekunden auf 3:0 erhöhte.

Von diesem schnellen Gegentreffer ließen sich die Südtirolerinnen nicht unterkriegen, doch sie scheiterten immer wieder an der gegnerischen Verteidigung. Es gab ein reges hin und her. In der 53. Minute traf Theresa Schafzahl ein weiteres Mal nach Zuspiel von Anna Hanser. Den Schlusspunkt setzte Anja Trummer in der 57.Minute wo sie durch einen Alleingang das Endergebnis von 5:0 fixierte. Victoria Vigilanti konnte im Finalspiel über ein Shutout jubeln.

EWHL All Star Team (von den Klubs gewählt)
Torhüterin: Allison CARTER/DEC Salzburg Eagles
Verteidigung: Enikö TOTH/KMH Budapest
Verteidigung: Annika FAZOKAS/DEC Salzburg Eagles
Angriff: Alesandra HUSZAK/KMH Budapest
Angriff: Chelsea FURLANI/EVB Eagles Südtirol
Angriff: Theresa SCHAFZAHL/EHV Sabres Wien

Spiele - Medaillenrunde EWHL

Beim Finalturnier der 1. Damen Bundesliga in Kitzbühel setzen sich die Ungarinnen von Obuda Hockey Academy im Finale gegen Titelverteidiger KMH Budapest II knapp mit 1:0 nach Verlängerung durch und dürfen damit in ihrem Debütjahr bereits über die Goldmedaille jubeln. Silber geht an KMH Budapest II, Bronze an die SPG Kitzbühel/Kufstein.

Spiele - Finalturnier 1. Bundesliga Damen