Sabres haben die Nase vorne

Sowohl die die EHV Sabres Wien als auch KMH Budapest bestritten an diesem Wochenende ein Auswärtsdoppelwochenende. Die Sabres durften, trotz Zitterpartie, zweimal jubeln und erzielten insgesamt 18 Tore.

An diesem Wochenende liefen die ersten Spiele der Platzierungsrunde der EWHL. Die EHV Sabres aus Wien trafen auf die Southern Stars und die Neuberg Highlanders.
Am Samstag begann die Reise der Wienerinnen nach Kärnten bereits sehr früh. Es schien als wären die Sabres die überlegenere Mannschaft, denn Julia McKinnon brachte die Wienerinnen bereits nach einer Minute mit einem Alleingang in Führung. Doch dann kamen auch die Kärntnerinnen ins Spiel und hielten stark dagegen. Ihnen gelang auch immer wieder ein Angriff aufs Wiener Tor, doch diese konnten die Führung bis zur ersten Drittelpause retten.
Aber auch im zweiten Drittel ließen die Southern Stars nicht locker und so gelang Sara Confidenti nach Zuspiel von Christina Schusser der Ausgleich. Lange ließen sich die Wienerinnen das nicht gefallen. Julia McKinnon nutzte abermals die Chance und vertwertete in der 29. Minute einen Pass von Julia Mazurek um die erneute Führung herzustellen. Ein Doppelpack von Julia Mazurek, jeweils nach Vorlage von Julia McKinnon, stellte den Spielstand wieder auf 1:4. Doch eine Unachtsamkeit in der Defensivarbeit gab den Kärntnerinnen eine Minute später die Chance durch Jaqueline Krainer nach Pass von Martina Bacher auf 2:4 zu verkürzen. Kurz wurden die EHV Sabres wieder wach und reagierten prompt mit einem weiteren Tor durch Monika Vlcek nach Pass von Julia McKinnon aber abermals waren sich die Wienerinnen zu sicher, denn nur 30 Sekunden später gab Eva Dukaric einen Pass auf Sara Confidenti die zum zweiten Mal traf. In der letzten Minute des zweiten Drittels nutzte Julia McKinnon einen Alleingang und erhöhte abermals die Führung der Wienerinnen mit ihrem dritten Treffer in diesem Spiel. Mit einem 3:6 ging es zum zweiten Mal in die Kabinen.
Obwohl die EHV Sabres im dritten Drittel weiterhin Druck machten nutzten die Southern Stars zwei Powerplays für sich. Christina Schusser und Sara Confidenti, mit ihrem dritten Treffer an diesem Tag, nutzten die Gelegenheit und verkürzten auf 5:6. Nun war der Ausgleich zum Greifen nahe, doch das wollten die Wienerinnen nicht zulassen. In der 53. Minute verwertete Charlotte Wittich einen Pass von Julia Mazurek und baute die Führung wieder auf 5:7 aus. Anna Hanser und Cara Zubko erhöhten mit Einzelgängen auf 5:9. Knapp eine Minute vor Schluss setzte Anna Hanser den Schlusspunkte in diesem Spiel, in dem sie zum zweiten Mal den Puck im Tor unterbrachte und auf den Endstand von 5:10 stellte.

Am Sonntag reisten die Wienerinnen dann nach Kapfenberg um gegen die Neuberg Highlanders zu spielen. Das Ziel war klar, die Defensive besser zu gestalten als am Vortag. Abermals war es Julia McKinnon die die Wienerinnen in der 8. Minute nach einem Pass von Charlotte Wittich in Führung brachte. Die selbe Kombination stellte zehn Minuten später den Spielstand auf 0:2. Mit diesem Ergebnis ging es in die erste Drittelpause.
Beide Teams kämpften stark weiter und keiner wollte dem anderen etwas schenken. Aber auch an diesem Tag kam es zu einer Unachtsamkeit in der Defensive der Wienerinnen die die Steirerinnen prompt nutzten. Hannah McGowan konnte einen Pass auf die freistehende Julia Willenshofer abgeben die den Puck ins Tor beförderte und damit in der 32. Minute auf 1:2 verkürzte. Doch an diesem Tag vernachlässigten die EHV Sabres ihre Verteidigung nicht so sehr, trotz weiteren Angriffen auf das gegnerische Tor. Fünf Minuten später gelang es Nadja Granitz, mit ihrem ersten Treffer der Saison, die Führung auf 1:3 auszubauen. Wieder war es die Kombination Charlotte Wittich und Julia McKinnon die in der letzten Minute des zweiten Drittels die Führung erhöhte.
Trotz des Rückstandes gaben die Steirerinnen auch im dritten Drittel nicht nach und machten es den EHV Sabres nicht leicht. So dauerte es bis zur 53. Minute bis das nächste Tor viel. Julia McKinnon, ein weiteres Mal nach einem Pass von Charlotte Wittich, vollendete ihren Hattrick und erhöhte auf 1:5. Mit zwei weiteren Treffern von Charlotte Wittich gelang auch ihr an diesem Tag ein Hattrick. Die EHV Sabres gewannen 1:8.

In der Medaillenrunde der EWHL traf KMH Budapest auf die DEC Salzburg Eagles und die EV Bozen Eagles.
Am Samstag ging es für die Ungarinnen nach Salzburg. Obwohl die Salzburgerinnen leicht überlegen waren, konnte das Spiel lange offengehalten werden. Trotz mehrerer Versuche auf beiden Seiten gingen die Teams nach 20 gespielten Minuten mit 0:0 in die Kabinen.
Knapp 90 Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels fiel das erste Tor. Averi Nooren verwandelte einen Pass von Reka Dabasi und brachte die Budapesterinnen in Führung. Diese Führung wurde von KMH Budapest gut verteidigt, denn das zweite Drittel endete mit 0:1.
Doch die Salzburgerinnen ließen nicht locker und so dauerte es im letzten Drittel nur drei Minuten bis Melanie Hager, nach Zuspiel von Sarah Campbell, den Ausgleich erzielte. Nun war das Spiel wieder offen und beide Mannschaften gaben alles um dies zu ändern. In der 51. Minute gelang es Annika Fazokas den Puck im Tor der Budapesterinnen unterzubringen und die Salzburgerinnen mit 2:1 in Führung zu bringen. Die Ungarinnen versuchten noch alles um den Ausgleich zu erzielen und nahmen sogar ihre Torfrau Victoria Vigilanti zwei Minuten vor dem Ende vom Eis um mit einer sechsten Feldspielerin den Druck zu erhöhen, doch es war vergebens, denn die Salzburgerinnen setzten alles daran diese Führung zu verteidigen und schafften es mit 2:1 zu gewinnen.

Für die Budapesterinnen ging die Reise weiter nach Bozen wo sie am Sonntag auf die Bozen Eagles trafen. Auch an diesem Tag war das Heimteam überlegener und die Italienerinnen warteten nicht lange um dies zu beweisen. Nach einem Zuspiel von Beatrix Larger brachte Nadia Mattivi die Südtirolerinnen in der 7. Minute in Führung. Trotz weiterer Versuche auf beiden Seiten das Ergebnis zu ändern gingen die Teams mit 1:0 in die erste Drittelpause.
Auch das zweite Drittel verlief ähnlich wie das Erste. Sowohl KMH Budapest als auch die EV Bozen Eagles gaben alles für weitere Tore, doch es gelang nur der Heimmannschaft in der 26. Minute nach einem Treffer von Melissa Piacentini den Spielstand auf 2:0 zu ändern.
Als die Teams für das dritten Drittel zurück aufs Eis kamen, waren die Bozenerinnen sichtlich gewollt die Führung zu erhöhen, denn es dauert nur knapp eine Minute bis Beatrix Larger auf 3:0 erhöhte.  Ein Zuspiel von Samanthe Gius auf Chelsea Furlani wurde in der 54. Minute zu einem erneuten Treffer genutzt. Doch die Budapesterinnen gaben trotz dieses Rückstands nicht auf und so gelang es  Vivien Somogyi in der 59. Minute der Ehrentreffer für die Ungarinnen erzielen. Mit diesem 4:1 Sieg konnten die EV Bozen Eagles ihren Platz an der Tabellenspitze verteidigen.

Im Supercup trafen der HC SKP Bratislava und ESC Planegg in Bratislava aufeinander. Die Ziele waren klar, die Planeggerinnen wollte ihre leichte Überlegenheit nutzen um den dritten Platz fürs erste zu sichern, die Slowakinnen wollten genau diesen erreichen.
Bereits im ersten Drittel zeigten die Teams, dass sie sich auf Augenhöhe befinden, denn nach 20 Minuten kehrten die Teams mit einem 0:0 Zwischenstand in die Kabinen zurück.
Sichtlich Kampfbereit kamen die Spielerinnen aufs Eis zurück. Ein Doppelpack von Kerstin Spielberger nach Zuspiel von Franziska Feldmeier in der 4. Minute des zweiten Drittels brachte die Deutschen mit 0:2 in Führung. Knapp zwei Minuten später erhöhte Yvonne Rothemund, ebenfalls nach einem Pass von Franziska Feldmeier, auf 0:3. Mit diesem Zwischenstand endete das zweite Drittel.
Sichtlich unzufrieden mit dem Ergebnis kamen die Slowakinnen zurück aufs Eis und fackelten auch nicht lange. In der 44. Minute gelang Kristina Obercianova der erste Treffer für den HC SKP Bratislava. Ein paar Minuten später gab diese einen Pass auf Iveta Klimasova die auf 2:3 verkürzte. Die Spielerinnen des ESC Planegg gaben alles um ihre Führung zu halten doch die Spielerinnen aus Bratislava waren eiskalt und so glich Kristina Obercianova, nach Zuspiel von Jana Kapustova, mit ihrem zweiten Treffer in diesem Spiel aus. Das Spiel endete nach regulärer Spielzeit mit 3:3, um einen Sieger zu bekommen ging das Spiel in die Overtime.
Dort dauerte es genau 31 Sekunden bis Iveta Klimasova den Puck auf die Schaufel von Jana Kapustova passte die dann den Puck im Tor der Planeggerinnen unterbrachte und somit den zusätzlichen Punkt sicherte. Durch diesen Sieg gelang es den Slowakinnen vorerst auf den dritten Platz zu klettern.