Hochspannung am Ende des Grunddurchgangs

Wien - Budapest, Neuberg - Bozen und Salzburg - Bratislava lauten die Spielpaarungen für die letzten beiden Runden im EWHL-Grunddurchgang. Für Budapest und Bratislava geht es noch um das letzte zu vergebende Play-off-Ticket, Bozen und Salzburg liefern sic

Spannende Duelle erwarten uns am kommenden Wochenende. Allen voran das Aufeinandertreffen der DEC Salzburg Eagles auf den HC SKP Bratislava. Am Samstag (16.15 Uhr) sowie am Sonntag (12.15 Uhr) spielen diese beiden Teams um wichtige Punkte. Denn für Salzburg geht es um den Einzug ins Finale, wo die ungeschlagenen Tabellenführer EHV Sabres Vienna warten. Für Bratislava geht es hingegen um den Einzug ins "kleine Finale", also die Serie um Platz drei!

Um das "große Finale" zu erreichen, müssen sich die Salzburgerinnen an diesem Wochenende einen Punkt mehr erkämpfen als die Bozen Eagles, die Samstag und Sonntag beim Tabellenletzten, den Neuberg Highlanders gastieren. Bozen hingegen benötigt mindestens gleich viele Punkte wie Salzburg, um ins Finale zu kommen.

"Unsere Chancen stehen gut, denn Bratislava ist ein Gegner, der zu packen ist", erklärt Marion Rothböck, die momentan von einer Verkühlung geplagt wird, aber zumindest am Sonntag beim Match dabei sein will, um gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen die wichtigen Punkte für den Einzug ins Finale zu erkämpfen. "Es sind Pflichtpunkte, die wir dieses Wochenende mitnehmen müssen, denn es geht um sehr viel. Wir werden aber nicht anders spielen als sonst, denn wir wollen ja sonst auch immer gewinnen", so das Fazit der motivierten Rothböck.

Keine Chance mehr auf das Finale hat das Team aus Bratislava. Für die Mädels ist nur noch - genau wie für Budapest - der Einzug in die Serie um Platz drei möglich. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht Bratislava drei Punkte mehr als Budapest, die dieses Wochenende ausgerechnet auf die Sabres Vienna treffen, die ohne Punkteverlust an der Tabellenspitze stehen. Diese Tatsache und die gute Form des HC SKP Bratislava machen das Team optimistisch, wie Lubormira Kozanova, die sportliche Leitung der Mannschaft erklärt: "Our goal is to win this weekend! All in all we had a good season with a very good start. After christmas we had some bad games against Budapest and Neuberg but now we want to win again. Our goal is the 4th place this season!"

Doppeltes Duell Maribor – Graz

Am Freitag (18.00 Uhr in Maribor) und Samstag (18.30 Uhr in Graz) treffen jeweils der HDK Maribor und die Devils Graz aufeinander. Dazu ist in Wien am Samstag ab 12.35 Uhr das Derby Sabres – WE-V Flyers angesagt und am Sonntag empfängt Zagreb im Dom Sportova ab 12.45 Uhr die Gipsy Girls Villach.

Ein spannendes Duell verspricht diese Woche sicherlich das Aufeinandertreffen von Maribor und Graz zu werden, wobei am Freitag in Maribor gespielt wird, am Samstag kommt es dann zum Rückspiel in Graz. Interessantes Detail bei diesem Aufeinandertreffen: Das Team aus Maribor war letzte Saison noch in der EWHL, die Grazerinnen sind hingegen erst diese Saison von der DEBL2 in die DEBL aufgestiegen.

Graz präsentierte sich zuletzt sehr konsequent und konnte gute Ergebnisse erzielen, das Team weiß aber, dass es sich keine zu hohen Ziele stecken darf: "Natürlich werden wir unser Bestes geben, aber die Ausgangslage ist nicht ideal, denn wir haben mit einigen verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen und zusätzlich hat uns nun auch die Grippewelle erwischt", erzählt Sabrina Geier im Interview. Eine entscheidende Komponente ist laut der Spielerin diesmal auch die körperliche Verfassung der Spielerinnen, denn: "Wir spielen Freitag und Samstag, also zwei Spiele direkt hintereinander, das wird konditionell auch eine Herausforderung für beide Teams", so Geier.

Heiß hergehen wird es auch in Wien, denn am Samstag kommt es zum Derby zwischen den Sabres II und dem WEV. Die Sabres II liegen aktuell - genau wie ihre Teamkolleginnen in der EWHL - an der Tabellenspitze. Sandra Klepp, die Trainerin der Sabres II sieht den Sieg ihrer Mannschaft gegen den WEV zwar als klares Ziel, doch leicht wird es nicht, wie sie im Interview erklärt: "Bei einem Derby gibt es immer eigene Regeln und es ist immer leichter zu jagen, als der Gejagte zu sein. Wir haben heuer erfreulicherweise ein sehr junges Team, manche Mädels sind erst 13 oder 14 Jahre alt und für die ist es noch nicht so einfach mit dieser Rolle umzugehen."

Auch wenn sie die Schwierigkeiten kennt, traut Klepp ihrem Team die Verteidigung der Tabellenspitze bis zum Ende der Saison zu. Erster Schritt dazu ist der Sieg im Derby dieses Wochenende! Nach der Niederlage zuletzt in Wien gegen die Sabres II heisst es für Zagreb ab nun "verlieren verboten", wenn man Platz eins holen und damit den Titel erfolgreich verteidigen will. Aber auch den Gipsy Girls hilft im Kampf um eine Medaille wohl nur noch Auswärtssieg in Kroatien.