Im Zeichen des World Girls Hockey Weekend

Das kommende Wochenende steht ganz im Zeichen des Dameneishockeysports. Einerseits gehen am 11. und 12. Oktober spannende Spiele der EWHL über die Bühne, andererseits wird am "World Girls Ice Hockey Weekend" vermehrt für Dameneishockey geworben

"The World Girls Ice Hockey Weekend is a global opportunity for girls to try out hockey as a new sport. Thousands of participants took part in the editions in 2011, 2012 and 2013." (Quelle: www.iihf.com)

Bei den Samstagsspielen der Sabres Wien gegen die ZSC Lions Zürich sowie der DEC Salzburg Eagles gegen die Neuberg Highlanders wird es Promotion-Aktivitäten rund um die mehrmals stattfindenden Hockey Days in Österreich  geben.

Es handelt sich dabei um ein - vom Internationalen Eishockeyverband (IIHF) unterstützten - Programm, das Kinder spielerisch an den Eishockeysport heranführt. Mädchen sowie Burschen sollen Eishockey in einer lockeren und fröhlichen Atmosphäre erleben.

Genauere Informationen zum Ablauf sowie zu den Terminen der HOCKEY DAYS in Österreich findet man im Internet auf www.hockeyday.at.

Wir haben uns das World Girls Ice Hockey Weekend zum Anlass genommen, um heimische Spitzen-Eishockeyspielerinnen zu fragen, was sie zum Eishockeysport gebracht hat, was sie an ihrer Sportart besonders schätzen und warum sie jedem Mädchen raten würden diesen Sport einmal auszuprobieren! Aus den Gesprächen mit den Österreichischen Spielerinnen geht eines ganz klar hervor: Sie alle sind fasziniert von der Dynamik und Kraft, die den Eishockeysport ausmacht.

"Es ist ein sehr körperbetonter, kraftvoller Sport, der mich sofort mitgerissen hat. Als ich als kleines Mädchen in der Eishalle gesessen bin und meinen Brüdern beim Eishockeytraining zugesehen habe wusste ich sofort: das will ich auch!", erklärt beispielsweise Paula Marchhart von den DEC Salzburg Eagles.

"Im Gegensatz zum Fußball passiert beim Eishockey andauernd etwas, von einer Sekunde auf die Andere kann sich etwas verändern. Das macht diesen Sport aus!", schwärmt Martina Kneß von den Neuberg Highlanders. "Bereits mit 5 Jahren wollte ich zum Eishockeyspielen anfangen. Alle Burschen in meiner Klasse haben in der Volksschule bereits Eishockey gespielt und ich habe sie immer beneidet! Mit 10 Jahren habe ich meine Eltern dann endlich überreden können mit mir zum Training zu gehen. Ich habe alle anderen Hobbies - über Klavierspielen bis zum Tanzen - aufgegeben und habe diese Entscheidung nie bereut!" strahlt sie.

Eine weitere Besonderheit die alle Spielerinnen nennen wenn sie über Eishockey sprechen ist die Tatsache, dass es sich um einen Teamsport handelt. So erzählt beispielsweise Anna Meixner von den EHV Sabres Wien: "Ich habe bereits mit 3 Jahren im Kinderkurs zum Eislaufen begonnen. Für mich war klar, dass ich keine Eiskunstläuferin werden möchte die alleine trainiert, sondern dass ich im Team spielen möchte. Man kämpft zusammen und trainiert gemeinsam auf Ziele hin. Das schweißt zusammen und bringt einem Freundinnen fürs Leben!"

Diese Meinung teilt auch Paula Marchhart: "Ich war schon immer eine Teamsportlerin. Etwas gemeinsam mit dem Team zu erreichen macht einfach mehr Spaß!" Und auch die Antworten auf die Frage, was den Damen- vom Männereishockeysport unterscheide, klingen bei den Spielerinnen sehr ähnlich. Im Männereishockey gehe es körperbetonter zu, da Männer in Größe und Kraft überlegen seien. Taktisch hingegen sehen die Mädels keinen Unterschied. Martina Kneß stellt nüchtern fest: "Was können Männer denn schon, was Frauen nicht können?"

In diesem Sinne haben uns die Mädels genügend Gründe genannt um festzustellen, dass Eishockey alles Andere als ein reiner Männersport ist!

Am kommenden Wochenende steht nur ein Spiel in der DEBL auf dem Programm - der HDK Maribor empfängt die Sabres Wien II am Sonntag ab 14:15 Uhr. Für die Wienerinnen ist es der erste DEBL-Auftritt in der neuen Saison, Maribor hat bereits zwei Partien absolviert und liegt mit einem Sieg und einer Niederlage aktuell auf Platz 3 in der Tabelle.

Am Sonntag kommt es in der DEBL2 zu zwei Spielen - um 14:45 Uhr empfängt Salzburg die Lakers Neumarkt, die erstmals ein DEBL2-Spiel bestreiten, und ab 16:30 Uhr gibt es in Linz das Duell der Ice Cats gegen die SPG Kitzbühel/Kufstein.