Erstmas Bratislava gegen Neuberg

Nach der Länderspielpause kehren die sechs EWHL-Klubs wieder zum Ligaalltag zurück – mit spannenden Duellen in Salzburg, Bratislava und Wien. Wobei es in Bratislava erstmals zu einem Aufeinandertreffen mit den Highlanders kommen wird.

Wenn Bratislava am Samstag ab 17 Uhr die Neuberg Highlanders empfängt, spielen nicht nur zwei Tabellennachbarn (4 und 5) gegeneinander, sondern auch zwei Teams, die noch nie gegeneinander gespielt haben.

Spannend dürfte es auf jeden Fall werden, mehr unter Zugzwang steht aber SKP Bratislava, denn das sehr junge Team aus der Slowakei hat bislang in sieben Spielen erst vier Zähler geholt und da sind Punkte gegen einen direkten Konkurrenten um den Play-off-Einzug eigentlich Pflicht. Und nicht gerade leicht wird es für SKP wohl auch am Montag ab 19 Uhr beim Duell gegen die Sabres.

Von der Papierform her sollte eigentlich alles klar sein im Spiel Salzburg gegen Budapest. Während die Mozartstädterinnen bislang in jedem Spiel gepunktet haben und von der Tabellenspitze lachen, gab es für die Ungarinnen in sechs Spielen lediglich zwei Zähler. Doch die Ergebnisse waren zumeist knapp und dank einer erfolgreichen Nachwuchsarbeit hat Budapest ein starkes Mädels-Team, das die heimischen Spielerinnen herauszufordern weiß. Zusätzlich hat das Salzburger Team mit verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen - ihre Tabellenführung werden die Eagles bei den beiden Spielen gegen Budapest am Samstag (16:30 Uhr und am Sonntag (12:15 Uhr) dennoch mit aller Kraft verteidigen.

Am Samstag Abend empfangen die Sabres Wien die Bozen Eagles ab 20:25 Uhr. Ein Duell, das sowohl für die Liga als auch für den Supercup zählt. Die Wienerinnen gelten auch heuer wieder als großer Titelanwärter, die Italienerinnen sind der amtierende Titelverteidiger. Somit ist hier ein absolutes Spitzenspiel vorprogrammiert. Das sich leider am Sonntag nicht wiederholen wird – hier wird aufgrund des bereits angekündigten Nichtantretens von Bozen wegen der aus ihrer Sicht zu spät angesetzten Spielzeit die Entscheidung am "grünen Tisch" fallen müssen.

Die Dragons Klagenfurt konnten beim ersten Aufeinandertreffen alle drei Punkte aus Graz mitnehmen, am Samstag treffen die beiden Teams in Klagenfurt erneut aufeinander (11 Uhr). Außerdem sind die Gipsy Girls auf Wien Tournee und treffen dabei auf die Sabres II (Samstag, 13:05 Uhr, Kagran 1) sowie die WE-V Flyers (Sonntag, 17:40 Uhr, Kagran 2) und Maribor empfängt am Sonntag ab 18:30 Uhr Zagreb zum Spitzenduell Erster gegen Zweiter.

Beim ersten Aufeinandertreffen gab es am 28. September einen knappen 3:2-Sieg für die Kroatinnen, die bislang noch als einziges Team ohne Punkteverlust sind und mit einem Auswärtssieg gegen HDK Maribor auch die Tabellenführung übernehmen könnten.

Zum Spiel Dragons Klagenfurt gegen Liganeuling Graz: beide Teams hatten bisher einen etwas holprigen Start mit nur jeweils einem Sieg in drei Spielen. Als Favoriten gehen die Klagenfurterinnen ins Match, denn ihren einzigen Sieg der bisherigen Saison holten sie ausgerechnet in Graz. Die Steirerinnen haben es als Liganeulinge nicht leicht - am Anfang der Saison hatten sie noch Koordinationsschwierigkeiten, mittlerweile wächst das Team aber zusammen, wie Sabrina Geier erzählt: "Als wir neu in die Liga gekommen sind wussten wir noch nicht genau was uns erwartet. Den Überraschungseffekt haben die anderen Teams ausgenutzt und so haben wir die ersten beiden Spiele gleich verloren. Nun wächst das Team aber immer besser zusammen und wir konnten bereits ein Spiel gewinnen. In diese Richtung weiterzugehen wäre unser Ziel", so die Spielerin aus Graz.

Momentan kämpfen die Grazerinnen also um jedes Tor und damit um jeden Punkt. Das weiß auch die Klagenfurterin Caroline Oberleitner. Sie hat noch bis vor einiger Zeit in Graz studiert und bei den jetzigen Gegnerinnen im Team gespielt. Die Freundschaft hört sich auf dem Eis aber auf, so die Kärntnerin: "Ich hab die Mädels aus Graz natürlich noch immer sehr gerne, aber auf dem Eis kämpfe ich für mein Team und da hat Freundschaft keinen Platz", so die ambitionierte Spielerin.

Dass sie zusammen mit ihrem Team den Sieg gegen ihre ehemaligen Kolleginnen holen wird, steht für sie außer Frage: "Wir sind top motiviert und optimistisch, dass wir gewinnen werden", so Oberleitner.