Doppeltes Spitzenduell in Salzburg

Am dritten Adventwochenende wird es in der EWHL alles andere als besinnlich zugehen, wenn die beiden aktuell besten Teams der Liga gleich zweimal aufeinander treffen. Am Samstag und Sonntag kämpfen die zweitplatzierten Salzburg Eagles gegen ihre langjähri

Dazu empfangen am Sonntag die Neuberg Highlandes in Kapfenberg den HC SKP Bratislava. In der Slowakei gab es für die Steirerinnen in bislang zwei Spielen keine Punkte, jetzt soll mit dem Heimvorteil im Rücken der erste Sieg her.

Der für die Highlanders auch dringend notwendig ist, denn ansonsten wird der Abstand des aktuellen Schlusslichts auf einen Play-off-Platz immer größer. Umgekehrt wäre "frau" aber mit einem vollen Erfolg zuhause wieder an den Slowakinnen dran und würde auch Budapest wieder überholen.

Somit ein echtes "Sechs-Punkte-Spiel" für die Highlanders, die wohl besonders auf Radka Trebulova (ein Tor und vier Assists in zwei direkten Duellen) und Miriam Mikeskova (bislang vier Tore gegen die Highlanders) aufpassen werden. Bei Neuberg war das Legionärsduo Skeats/Lagamba für fünf der acht Treffer gegen SKP verantwortlich.

Nun zurück zum Duell in Salzburg: statistisch gesehen gehen die Wienerinnen als klare Favoriten in die Spiele. Nicht nur, dass sie über einen stärkeren Kader verfügen als die Salzburgerinnen, hinzu kommt auch, dass die Eagles durch viele Ausfälle geschwächt sind. Die Torfrau der Salzburgerinnen Paula Marchhart schätzt ihr Team allerdings trotz allem motiviert ein und glaubt nicht, dass sich die Mannschaft durch die Ausfälle durcheinanderbringen lässt: "Wir haben einige Verletzte, aber ich sehe das nicht als Problem. Jede Einzelne von uns wird ihr Bestes geben um das Team zu unterstützen."

Der letzte Sieg der Salzburgerinnen gegen Wien liegt bereits lange zurück. Am 22. Jänner 2011 konnten die Eagles das letzte Mal gegen die Sabres Vienna gewinnen. Trotzdem wollen die Salzburgerinnen nicht als "Underdog" gelten, sondern am Wochenende zeigen, was sie drauf haben. "Die beiden Mannschaften werden sich nichts schenken, denn beide wollen mit einem Sieg aus den Spielen gehen. Es wird also sicher spannend", so Marchhart.

Auch Anna Meixner von den Sabres Vienna weiß, dass für beide Teams nur der Sieg zählt. Die ehemalige Salzburg-Spielerin kann ihr Ex-Team wohl gut einschätzen und meint: "Die Eagles sind derzeit gut in Form. Wir müssen uns daher von der besten Seite zeigen um zu gewinnen", erklärt Meixner und hofft, dass die Wienerinnen das Tempo vom Europacup auf das Spiel gegen die Salzburgerinnen mitnehmen können. Das ewige Duell Wien gegen Salzburg erlebt am Wochenende also eine hoffentlich sehr dynamische Neuauflage.

Die Bozen Eagles spielen am Samstag und am Sonntag jeweils gegen Budapest. In Budapest gab es für die Italienerinnen Anfang November zwei Siege (3:2 und 5:1), überragende Spielerin war damals Chelsea Furlani mit insgesamt fünf Treffern. Nun sollen zuhause die nächsten Punkte her, zumal es darum geht, Platz zwei noch vor der Weihnachtspause zurückzuholen.

Die WE-V Flyers und die Dragons Klagenfurt haben aktuell je drei Punkte auf ihrem Konto und belegen die Plätze sechs und sieben in der DEBL. Am Samstag kommt es zum direkten Duell der beiden, der Verlierer dieser Partie verbringt Weihnachten und Neujahr definitiv als Schlusslicht sowohl in der Liga als auch in der Qualifikation für die österreichische Staatsmeisterschaft.

So hat man sich den Wechsel von der EWHL in die DEBL bei den WE-V Flyers nicht vorgestellt. Mit bisher fünf Niederlagen und nur einem Sieg (letztes Wochenende gegen die Gipsy Girls Villach) könnten die Wienerinnen am Ende des Jahres als Tabellenschlusslicht enden, sofern sie am Samstag nicht gegen die Dragons Klagenfurt gewinnen.

Klingt nach groben Startschwierigkeiten für die Wienerinnen, die der Obmann-Stellvertreter des WE-V, Alexander Varendorff, allerdings relativiert: "Wir haben eine komplett neue Mannschaft, in der nur noch die Hälfte der Spielerinnen aus der letzten Saison übrig ist", betont er und weist gleichzeitig darauf hin, dass die Tendenz der WE-V Flyers noch oben zeigt: "Letztes Wochenende konnten wir im letzten Drittel einen 3:1 Rückstand in einen Sieg verwandeln. Das zeigt schon, dass unsere Mannschaft mittlerweile gut eingespielt ist und immer besser wird!"

Alexander Varendorff beschreibt die Mannschaft als "homogene Truppe" mit gutem Teamgefüge, das vom zweiköpfigen Trainerteam (Patrick Privoznik und Thomas Beranek) gut geführt werde. "Es gibt keine einzelnen Stars, die hervorstechen, sondern die Stärke liegt im Zusammenspiel", so Varendorff weiter. Laut diesen Aussagen scheint es für die WE-V Flyers bergauf zu gehen. Den DEC Dragons Klagenfurt begegnen die Wienerinnen auf Augenhöhe, das Match verspricht also auf jeden Fall Spannung!