David gegen Goliath in Budapest

Am Samstag trifft KMH Budapest auf die Sabres Vienna und damit David auf Goliath. Denn während die Wienerinnen in dieser Saison bisher ungeschlagen sind, bildet Budapest das Tabellenschlusslicht. Dazu steht das Eagles-Duell Bozen gegen Salzburg auf dem Pr

Am Sonntag empfangen die Sabres Wien die Neuberg Highlanders, wobei auch hier die Sabres klarer Favorit sind. Dazu hat man gegen die Highlanders noch eine Rechnung aus der Vorsaison offen.

Denn trotz klarer Wien-Siege im Grunddurchgang schalteten die Steirerinnen den haushohen Titelfavoriten mit einer Riesensensation im Halbfinale aus. Und das werden die Wienerinnen bestimmt nicht so schnell vergessen haben. Auch wenn das die Vergangenheit darstellt und Neuberg sich heuer "nichts mehr davon kaufen kann".

Das gilt auch für Salzburg und Bozen. Allerdings konnten hier die Mozartstädterinnen das erste Duell zum Liga-Auftakt bereits mit 3:2 für sich entscheiden, jetzt sind die Eagles aus Bozen vor eigenem Publikum gefordert.

Doch nun zum Spiel in Budapest: obwohl die Wienerinnen als klare Favoriten ins Match gehen, ist das Team aus Budapest nicht zu unterschätzen. Die Ungarinnen spielen heuer das dritte Jahr in der EWHL und haben sich mit den vier Spielerinnen Sammantha Woodward, Alex Gowie, Nina M. Riley und Mima Markicevic Unterstützung aus Übersee geholt.

Gecoacht wird das Team von Trainern aus Kanada und Finnland. Mit diesen professionellen Bedingungen hat das Team aus Budapest also eigentlich keine schlechten Karten, wie auch der sportliche Leiter des Teams Viktor Nemeth bestätigt: "We have managed to create more professional circumstances now than we had before."

Dameneishockey hat in Budapest einen hohen Stellenwert. Alle drei offiziellen Eishockey Clubs in Budapest (KMH Budapest, MARILYN Hockey Club und Sportországi Cápá) verfügen über eigene Dameneishockeyteams mit eigenem Budget und eigenen Trainingszeiten.

Wie Viktor Németh erzählt, gibt es außerdem sehr gute Programme und Events, um  Mädchen zum Eishockey zu bringen. So gibt es neben den auch hier die "Girls Hockey Days", seit diesem Jahr auch eine spezielle Kooperation, um Mädchen auf den Geschmack von Eishockey zu bringen. "We came into contact with some Slovakian teams and according our projection we play friendly games. This is a new initiation where we would like to give a chance to play for those players who really beginners in fields of ice hockey (1-3 years experience).", erklärt der sportliche Leiter von KMH Budapest.

Mit diesen Hintergrundinformationen im Kopf wird es spannend, die Entwicklung der Mannschaft aus Budapest zu beobachten. Die erste Chance bekommt man dieses Wochenende, wenn die Ungarinnen auf die Titelfavoriten Vienna Sabres treffen.

Am kommenden Sonntag (16:30 Uhr) treffen die Gipsy Girls Villach auf Zagreb, also auf jenes Team, gegen das sie in der letzten Saison um den Titel gekämpft und schließlich verloren haben. Maribor spielt am Samstag (13:30 Uhr) gegen die WE-V Flyers ein Duell der ex-EWHL-Teams, die Sabres II empfangen Liganeuling Graz am Sonntag (15:05 Uhr).

Momentan liegt Zagreb an der Tabellenspitze, die Girls aus Villach liegen auf Platz vier, die Punktedifferenz ist mit nur drei Punkten allerdings sehr gering. Sollten die Kärntnerinnen im direkten Duell gewinnen, überholen sie die Kroatinnen. Den Sieg zu holen wird allerdings keine leichte Aufgabe, wie der Trainer der Villacherinnen Ewald Brandstätter weiß: "Da wir heuer auf einen großen Teil des Kaders aus dem letzten Jahr verzichten müssen und mit sehr vielen Nachwuchsspielerinnen ins Match gehen, sind wir sicherlich nicht die Favoriten. Zagreb ist momentan sehr stark, wir werden daher jedes Drittel realistisch angehen und schauen wo wir stehen!"

Motiviert gehen die Villacherinnen aber auf jeden Fall ins Match, vor allem da sie nach der Finalniederlage in der letzten Saison noch eine Rechnung mit den Kroatinnen offen haben. "Eine Finalniederlage ist für Hockeyspielerinnen immer sehr emotional, das wollen die Mädels nicht auf sich sitzen lassen", erklärt Ewald Brandstätter.

Bestätigt wird die Meinung des Trainers auch von den Spielerinnen, die an eine neuerliche Niederlage nicht denken wollen. "Der Zusammenhalt im Team ist sehr gut, wir sind bereits sehr gut zusammengewachsen. Beim Training ist die Mannschaft meistens vollzählig, was sich natürlich sehr positiv auswirkt. Dem Team aus Zagreb begegnen wir auf Augenhöhe, daher werden wir alles daran setzen das Match zu gewinnen.", so Anja Klemm, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen gegen Zagreb kämpfen wird, um sich für die Finalniederlage der letzten Saison zu revanchieren.