Fernduell um Platz eins

Am Samstag und Sonntag bestreiten die beiden Spitzenteams Pantera Minsk und Sabres Wien ihre letzten Spiele im Grunddurchgang. Und zwar gegen die beiden Verfolger Salzburg und Bozen, die auch noch jeden Punkt im Duell um Platz drei benötigen.

Alle vier Mannschaften sind bereits fix für das Finalturnier am 2./3. März in Amstetten qualifiziert, es geht aber noch um die bessere Ausgangslage bzw. um den Gegner, gegen den dort gespielt wird.

Leader Minsk empfängt am Samstag (16 Uhr) und Sonntag (10 Uhr) die Eagles Salzburg - die Weißrussinnen haben es selbst in der Hand, ob sie als Tabellenführer des Grunddurchgangs ins Play-off gehen oder nicht. Ein Punkt beträgt der Vorsprung im Fernduell um Platz eins auf die Sabres Wien.

Pantera bleibt aber nur bei zwei Siegen in der regulären Spielzeit gegen die Mozartstädterinnen fix auf Platz eins, denn im direkten Duell hat Wien mit einem Tor die "Nase vorn". Und da ist gegen Salzburg Vorsicht geboten, denn die Eagles waren bislang eines von drei Teams, gegen das Minsk bereits Punkte abgegeben hat.

Bei den beiden knappen Spielen in Salzburg waren Martina Velickova (Minsk/2 Tore, 3 Assists) und Jocelyn Kratchmer (Salzburg/3 Tore, 1 Assist) die erfolgreichsten Spielerinnen. Im Tor der Gäste spielt wieder Alexandra Schwaiger, nachdem Sarah Schwendinger ausfällt.

Die aktuell zweitplatzierten Sabres sind am kommenden Wochenende zu Gast in Bozen: im November setzten sich die Wienerinnen zweimal in der regulären Spielzeit gegen die Italienerinnen durch (5:2 und 7:3).

Insgesamt vier Spielerinnen des Titelverteidigers durften sich damals über fünf Scorerpunkte freuen - Kiira Dosdall, Esther Kantor, Janine Weber und Kelly Nash. Dazu erzielte Anna Meixner drei Tore in diesen beiden Partien.

Und auch wenn Kelly Nash diesmal nicht dabei sein wird - die Sabres werden alles mögliche tun, um noch als Tabellenführer ins Play-off zu gehen. Und dazu müssen sie noch einen Punkt gegenüber Minsk aufholen. "Natürlich würden wir lieber als Erster ins Finalturnier gehen, aber es ist nicht zwingend. Für uns sind die beiden Spiele in Bozen auf jeden Fall eine gute Vorbereitung aufs Play-off und wir wollen auch punkten!" so Gästecoach Klepp.

Am Sonntag steht in Kapfenberg das Duell der beiden DEBL-Topteams Neuberg Highlanders und HDK Maribor auf dem Programm (16.30 Uhr) und hier könnte durchaus eine Vorentscheidung über den DEBL-Titel fallen.

Bereits am Samstag empfängt Maribor die Gipsy Girls Villach (13.30 Uhr), wobei der Tabellenführer aus Slowenien hier klar Favorit gegen die siebtplatzierten Draustädterinnen ist. Das erste Aufeinandertreffen in Villach ging ebenfalls deutlich mit 10:0 an den Leader. Somit ist für Heimmannschaft eher Schonung für Sonntag angesagt, auch wenn man sich natürlich keinen Punktverlust leisten kann.

Ebenfalls am Samstag sind die Dragons Klagenfurt zuhause gegen Zagreb (14.15 Uhr) im Einsatz. Auswärts gab es zuletzt ein klares 7:2 zugunsten der Kroatinnen, allerdings waren die Dragons dort nicht komplett. Zuhause sind die Kärntnerinnen aber deutlich stärker, haben bislang nur in einem einzigen Spiel nicht gepunktet und sind aktuell auch Dritter in der Heimtabelle.

Und Klagenfurt bekommt dann keine Verschnaufpause - am Sonntag empfängt der HK Triglav Kranj die Dragons bereits um 12 Uhr. Das Hinspiel konnten die Sloweninnen erst im Penaltyschießen gewinnen, für Spannung und Dramatik ist somit auch in dieser Partie gesorgt.

Das Spiel der Runde beginnt aber am Sonntag um 16.30 Uhr in Kapfenberg, wo der Titelverteidiger und Tabellenzweite Neuberg Highlanders auf Leader HDK Maribor trifft. In der Tabelle beträgt der Vorsprung nur einen einzigen Punkt, die Gäste brauchen zumindest einen Zähler, um den ersten Platz verteidigen zu können, ein Sieg in der regulären Spielzeit würde die Highlanders zum ersten Mal in dieser Saison nach Verlustpunkten an die Spitze bringen und sie hätten im Titelrennen dann auch alles in der eigenen Hand.

Umgekehrt würde ein Sieg der Gäste in der regulären Spielzeit bereits eine Vorentscheidung im Titelkampf bedeuten. Beim ersten Aufeinandertreffen am 13.10. war Pia Pren beim 6:3 mit 2 Toren und 2 Assists die beste Spielerin, Sara Confidenti (Maribor) und Kaitlyn Wheeler (Neuberg) trafen ebenfalls je zweimal für ihr Team.

Interessant dürfte das Duell auch in Hinblick auf die Special Teams werden: die Highlanders sind die Nr. 1 im Penalty Killing, Maribor das Maß aller Dinge in Sachen Powerplay. Angesichts der Tatsache, dass beide Teams im Fair Play die Positionen zwei und drei belegen, muss dies aber nicht unbedingt ausschlaggebend sein. Ein Spitzenspiel ist aber auf jeden Fall garantiert.