Torfestival beim "Mountain Cup"

Auch im dritten Spiel des diesjährigen "Mountain Cup" gab es für das rot-weiß-rote Nationalteam eine Niederlage - gegen Gastgeber Schweiz setzte es ein 5:7, in dem die Österreicherinnen aber gegen den Favoriten bis zur letzten Sekunde nie aufgab

Die Schweizerinnen dominierten das erste Drittel klar mit viel Tempo, schossen auch eine komfortable 3:0-Pausenführung heraus. Doch wer dachte, dass das Spiel nun gelaufen sei, sah sich getäuscht.

Denn wie schon am Tag zuvor gegen die Slowakei überzeugten die rot-weiß-roten Mädels im Mitteldrittel und spielten sich plötzlich sehr gute Torchancen heraus.

Ein 1:1 im zweiten Abschnitt (das Tor erzielte Sonja Ban) war damit eher schmeichelhaft für den Sechsten der letztjährigen A-Weltmeisterschaft. Einen großen Schock gab es für Österreich abseits des Ergebnisses, als Verteidigerin Martina Kness mit dem Kopf voran in die Bande flog.

Sie wurde dann von der Rettung ins Krankenhaus St. Gallen gebracht, wo sich zum Glück herausstellte, dass die Wirbel unversehrt geblieben waren und es sich nur um eine Prellung handelte.

Was aber bedeutete, dass die ohnehin schon dezimierte Verteidigung nur noch aus vier Spielerinnen bestand. Und gegen Ende des zweiten Abschnitts wurden es dann nur mehr drei, als Charlotte Wittich für "Checking from Behind" ein 2 + 10 Minutenstrafe ausfasste.

Kurz nach der zweiten Pause erhöhte die Schweiz im Powerplay auf 5:1, doch mit einem Doppelschlag innerhalb von 24 Sekunden durch Esther Kantor und Tamara Grascher war das Team Austria erneut im Rennen und der Schweizer Coach nahm sofort sein Timeout.

Wenige Sekunden darauf dann das vermeintliche 4:5 durch Eva Schwärzler, doch die Schiedsrichterin verweigerte dem Treffer ihre Anerkennung. Das Toreschießen ging dann auf beiden Seiten munter weiter, Wittich (Powerplay) und Schwärzler (Unterzahl) komplettierten die Torschützen auf österreichischer Seite.

Positiv auf jeden Fall, dass die Mannschaft in keinem Spiel aufgab und auch gegen sehr starke Gegner phasenweise das Spiel in die eigenen Hände nehmen konnte.

Dass die acht Tore beim Turnier von sieben verschiedenen Spielerinnen geschossen wurden. Was die Gegentore betrifft, muss sich das rot-weiß-rote Team bis zur WM aber noch steigern, denn das Toreschießen wurde den Gegnern oft etwas einfach gemacht.

Freitag, 10.02.2012
Österreich - Norwegen 1:4 (0:1,0:1,1:2)
Tore: Altmann (46./PP) bzw. Martinsen (18./PP), Oien (34.), Iversen (46./SH), Ask (58.)
Strafminuten: 8 bzw. 12

Schweiz - Slowakei 1:2

Samstag, 11.02.2012
Slowakei - Österreich 3:2 (2:0,1:1,0:1)
Tore: Kapustova (7., 38.), Cupkova (13.) bzw. Hummel (26., 49.)
Strafminuten: 0 bzw. 2

Norwegen - Schweiz   2:5

Sonntag, 12.02.2012
Slowakei - Norwegen 3:1

Schweiz - Österreich 7:5 (3:0, 1:1, 3:4)
Tore: Stalder (2), Benz (2), Nabholz, Raselli, Lehmann bzw. Ban, Kantor, Grascher, Wittich, Schwärzler
Strafminuten: 10 bzw. 28

Kader für den "Mountain Cup"
Tor: Nina Geyer, Theresa Hornich
Verteidigung: Sharon Hausberger, Katharina Hybler, Julia Kainberger, Martina Kness, Daniela Lackner, Eva Maria Verworner, Charlotte Wittich
Angriff: Denise Altmann, Sonja Ban, Marlene Brunner, Tamara Grascher, Ildiko Hofbauer, Victoria Hummel, Esther Kantor, Alessandra Lopez, Eva Schwärzler, Nadine Ullrich, Janine Weber

Betreuer: Martin Kogler (General Manager), Elfriede Verworner (Team Leader), Christian Yngve (Head Coach), Markus Lackner (Assistant Coach), Marcel Sakac (Tormanntrainer), Konrad Amann (Physiotherapeut), Gerhard Oberhuber (Zeugwart)