Doppelwochenende mal drei

Erstmals in dieser Saison spielt Pantera Minsk zu Hause: zu Gast sind am Samstag und am Sonntag die WE-V Flyers aus Wien. Dazu gibt es das Duell Erster gegen Zweiter in zweifacher Ausführung: die Sabres empfangen die Eagles Bozen. Auch Budapest spielt zwe

Somit bestreiten drei Spielpaarungen jeweils ein Doppelwochenende. Die Sabres Wien haben nach sieben Siegen in Folge nun sechs Punke Vorsprung auf den ersten Verfolger Bozen.

Die individuellen Statistiken werden derzeit von den Wienerinnen dominiert, in der Powerplay-Wertung führen beide Teams gemeinsam mit 27,59 Prozent. Einen großen Unterschied gibt es aber im Penalty Killing: währen hier die Sabres noch ohne Gegentor sind, belegt Bozen mit 71,43 Prozent den letzten Platz.

Interessantes Detail: auch wenn die Sabres als Favorit in diese beiden Spiele gehen, das letzte direkte EWHL-Duell gewann Bozen - 5:4 nach Penaltyschießen am 21. Oktiber 2007 in Wien. "Bozen ist für uns die große Unbekannte, wir haben schon ewig nicht mehr gegen diese Mannschaft gespielt. Aufgrund der Tabellensituation rechnen wir auf jeden Fall mit einem spannenden Spiel", gibt sich Sabres-Verteidigerin Katharina Hybler vorsichtig.

Richtungsweisend werden die ersten beiden Heimspiele vor eigenem Publikum für Pantera Minsk - mit zwei Siegen können sie sich in Richtung Tabellenspitze orientieren und den Sabres und Bozen näher rücken, bei zwei Niederlagen finden sie sich mitten im Kampf um die Play-off-Plätze wieder.

Für die Wienerinnen sind nach nur zwei Siegen aus zehn Spielen auch Punkte gegen die Spitzenteams der Liga Pflicht, wenn man noch eine realistische Chance auf eine Play-off-Teilnahme wahren möchte. Allerdings gab es auch in der letzten Saison in Minsk keine Punkte für die Flyers und Pantera holte in bislang sechs Heimspielen gegen österreichische Klubs 16 von 18 möglichen Punkten.

Das Duell Sechster gegen Fünfter: in Budapest trifft KMH Budapest auf die Eagles aus Salzburg. Dabei geht es in den direkten Duellen um jeden Punkt für eine mögliche Play-off-Qualifikation. Während die Ungarinnen von zwei Heimspielen bislang eines gewannen und eines verloren, konnten die Eagles ihr bis dato einziges Auswärtsspiel in der Liga für sich entscheiden.

Und während beide Teams ein starkes Penalty-Killing vorweisen können, haben sie im Powerplay noch nicht wirklich überzeugen können, vor allem die 4,76 Prozent von Budapest sind auf jeden Fall noch verbesserungswürdig.

Am Sonntag empfängt Titelverteidiger Neuberg Highlanders in der DEBL den starken Liganeuling Gric Zagreb in Kapfenberg, bereits am Samstag steht in der Puschnighalle Klagenfurt das erste Kärntner Derby der aktuellen Saison auf dem Programm.

Aufgrund der Tabellensituation ist eigentlich ein Sieg für beide Kärntner Teams Pflicht. Denn die Gipsy Girls sind aktuell mit drei Punkten auf Platz sieben, die Dragons mit nur einem Zähler auf Rang acht.

Dazu gab es für beide zuletzt jeweils vier Niederlagen in Serie. Aufpassen müssen die Klagenfurterinnen auf jeden Fall auf Alessandra Lopez - die sechste in der Torschützenliste hat bereits sieben Treffer in fünf Partien erzielt, bei Klagenfurt ist die US-Amerikanerin Annie Scofield mit fünf Punkten aus drei Spielen die bislang erfolgreichste Spielerin.

Interessant ist bislang bei beiden Teams auch die Ausgeglichenheit im Kader: bei Villach konnten sich zwölf, bei den Dragons elf Spielerinnen in die Punkteliste eintragen. Ein Plus für die Lindwurmstädterinnen könnte das starke Powerplay mit einem Wert von 33,33 Prozent sein (Platz drei in der Liga), Villach kommt hier lediglich auf 14,29 Prozent.

Am Sonntag kommt es dann zum Duell Vierter gegen Dritter: die Highlanders haben sich zuletzt stark präsentiert, gewannen das letzte Spiel in Wien klar. Zagreb kehrte nach zwei Niederlagen in Folge mit einem Sieg zuhause gegen Villach wieder auf die Siegerstraße zurück.

Das Besondere: die beiden Teams haben noch nie zuvor in einer Meisterschaft gegeneinander gespielt. Kelly Davies war bislang mit sieben Punkten aus drei Spielen die überragende Highlanders-Spielerin, bei Zagreb kommt Diana Kruselj Posavec auf 16 Skorerpunkte in fünf Spielen.

Zu den "Special Teams": im Powerplay hat Zagreb (36,84 Prozent) klar die Nase vorn, im Penalty-Killing sind die Neuberg Highlanders als einziges Team der Liga noch ohne Gegentor. Angesichts dieser Ausgeglichenheit und der aktuellen Tabellensituation ist auf jeden Fall ein spannendes Spiel vorprogrammiert.