Eishockey-Damen in der Therme Loipersdorf

Derzeit absolvieren Österreichs Eishockey-Damen im Rahmen des Projekts „Sochi 2014“ ein „Off Ice Practice Camp“ in der Therme Loipersdorf. Dieses stellt zugleich auch den Startschuss für die WM-Vorbereitung des A- und U18-Nationalteams dar.

Unter der Leitung von Teamchef Miro Berek und Konditionstrainer Peter Preis sollen den Spielerinnen in erster Linie Methoden und Leitfäden näher gebracht werden, damit sich jede individuell auch optimal für die kommende Wintersaison vorbereiten kann. Die Trainingspläne wurden anhand der Auswertungen von sportmedizinischen und leistungsdiagnostischen Tests erstellt und sind maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der österreichischen Eishockey-Damen. Erstmals wird bei den weiblichen Eishockey-Cracks auch mit Thera-Band und Gymsticks trainiert, Kinesiologie ist ein weiteres Highlight bei diesem Camp, wo vor allem Ausdauer- und Krafttraining im Vordergrund steht.

Wie wichtig eine gute Saisonvorbereitung ist, weiß auch Teamchef Miro Berek: „Wir haben unter anderem bei der Dameneishockey Weltmeisterschaft 2009 in Graz gesehen, dass die Leistungskurve am Ende der WM nach unten gegangen ist. Die Mädchen waren einfach zu müde. Dazu kommt, dass wir jetzt unter den Top 14 der Welt sind, wo wir im Rahmen der WM teilweise auch schon auf absolute Profi-Teams treffen und die sind auch in einem konditionellen Top-Zustand. Bei fünf Spielen in sieben Tagen kann die körperliche Fitness durchaus eine große Rolle spielen!“

Mit der Therme Loipersdorf wurde ein perfekter Partner gefunden, um ein Trainingslager dieser Art durchführen zu können. Die Mädchen haben hier hervorragende Bedingungen und ein Spitzen-Umfeld. Der Geschäftsführer der Therme Loipersdorf, Wolfgang Wieser: „Wir von der Therme unterstützen auch gerne Sportarten und Sportler, die es brauchen, weil sie einerseits noch nicht im Mittelpunkt des Interesses stehen, andererseits aber großes Potential für die Zukunft haben. Und wir haben hier eine super Kooperation zwischen der Therme selbst und den Hotels!“

Projekt „Sochi 2014“ und Youth Olympics 2012:

Der Traum einer jeden Eishockeyspielerin ist es, an olympischen Winterspielen teilzunehmen. Aufgrund der Tatsache, dass nur 8 Nationen beim olympischen Dameneishockeyturnier zugelassen sind, ist dieses Unterfangen natürlich sehr, sehr schwierig. Deshalb wurde von der ÖEHV Division Dameneishockey in Kooperation mit namhaften Coaches und Institutionen das Projekt Sochi 2014 ins Leben gerufen – damit soll eine realistische Chance für eine erfolgreiche Olympiaqualifikation erarbeitet werden.

Mit der Vergabe der Youth Olympic Games 2012 nach Innsbruck und dem damit verbunden fixen Startplatz für Gastgeber Österreich hat sich eine weitere Chance ergeben, die einerseits jungen Spielerinnen ermöglicht, Olympialuft zu schnuppern, andererseits stellt diese Teilnahme nun auch einen Bestandteil und wichtigen Zwischenschritt für „Sochi 2014“ dar.

Ausgehend von einer umfangreichen Analyse der „Ist-Situation“ wurden realistische Ziele und Zwischenziele gesetzt - das Projekt „Sochi 2014“ soll aber auch weit über das Jahr 2014 hinaus Österreich zu einer Hochburg des internationalen Dameneishockeysports machen.

„Wir haben das Projekt Sochi 2014 ins Leben gerufen, um die Voraussetzungen für eine Qualifikation zu schaffen. Natürlich wird dann auch viel von der Auslosung der Qualifikationsgruppen sowie von der Tagesverfassung usw. Doch ich bin überzeugt – wenn wir dieses Projekt zusammen mit unseren Partnern entsprechend umsetzen können, dann haben wir auch realistische Chancen für eine Teilnahme an den nächsten olympischen Winterspielen!“ so der Divisionsleiter für Dameneishockey, Martin Kogler.

Philipp Hofer, Marketing ÖEHV Division Dameneishockey: „Das Projekt „Sochi 2014“ ist ein sehr ambitioniertes Ziel, welches nicht nur sportlich sondern auch organisatorisch einiger wichtiger Schritte bedarf. Die ersten wichtigen Kooperationen konnten bereits geschlossen und mit dem Human Research Center unter der Leitung von Prof. Hofmann, der Firma Polar, Weltmarktführer im Bereich Herzfrequenzmessung, und der Therme Loipersdorf durchwegs Partner von höchstem Niveau gefunden werden.“