Neue Ausbildungswege

Nach Coaches Clinic und Klubmentoring steht der nächste große Schritt in der Ausbildung österreichischer Trainer auf dem Programm des Österreichischen Eishockeyverbandes. Mit finnischer Unterstützung wird die Trainerausbildung ab dem Jahr 2016 auf interna

Seit seinem Engagement beim Österreichischen Eishockeyverband (ÖEHV) lautet das Motto für Sportdirektor Alpo Suhonen: "Eine österreichische (Eishockey-)Identität kann hier nur entstehen, wenn es österreichische Trainer gibt, die intensiv mit den österreichischen Spielern arbeiten."

Innerhalb der letzten Jahre wurden für die österreichischen Trainer bei den diversen Nationalmannschaften und den heimischen Klubs neue Möglichkeiten der Weiterbildung sowie der Kommunikation geschaffen. Zunächst waren dies die Coaches Clinics, in denen österreichische Trainer von internationalen Vortragenden und den Nationalmannschaftstrainern lernen konnten.

In der letzten Saison wurde das Mentoring-Programm in die Weiterbildung aufgenommen. Ausbildungschef und Entwicklungsleiter Roger Bader hielt bei den österreichischen Klubs der Erste Bank Eishockey Liga unter Teilnahme der österreichischen Landesverbände sowie der Vereine der Inter-National-League und deren Trainern jeweils zwei Trainingstage ab, die für Klubs, Trainer und Eltern auch zur Kommunikation mit dem ÖEHV genutzt werden konnten.

"Die Coaches Clinics, die zwei Mal im Jahr stattfinden, und das Mentoring sind eine Erfolgsstory. An allen Standorten werden diese Veranstaltungen begrüßt und mit viel Motivation verfolgt", verrät Suhonen. "Der nächste Schritt ist die staatliche Trainerausbildung. Hier haben und werden wir den eishockeyspezifischen Teil an das gestiegene internationale Niveau anpassen und modernisieren."

Ab 1. Mai 2016 wird die Trainerausbildung zentralisiert und von der Bundessportakademie Wien (BSPA Wien) in Kooperation mit dem Finnischen Eishockeyverband, dem Sportinstitut in Vierumäki und der Haaga-Helia Universität für angewandte Wissenschaft durchgeführt. A- und B-Lizenz (bisher je ein Kurs zum Instruktor und zum Trainer) werden zusammengefasst und durch das Eishockeytrainerdiplom mit einer höheren Anzahl an eishockeyspezifischen Lehrgängen ersetzt, für die bisherige C-Lizenz (Übungsleiter) sind weiterhin die Landesverbände zuständig.

Die Diplom-Ausbildung wendet sich zunächst an 20 vom ÖEHV ausgewählte ehemalige und noch aktive Nationalteam- und Bundesligaspieler. "Durch unsere Bemühungen mit Clinics und Mentoring haben sich bereits viele Spieler bei uns gemeldet. Das Interesse, ein gut ausgebildeter Trainer zu werden, ist in Österreich in den letzten Jahren enorm gestiegen", freut sich Suhonen über den Zuspruch der neu gesetzten Ausbildungsschritte. "Unsere Nationalmannschaften sind die Premiumprodukte des österreichischen Eishockeys. Wir wollen mit diesen permanent in der A-Gruppe vertreten sein. Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg sind die gut ausgebildeten österreichischen Diplomtrainer."

Nach 14 Monaten erfolgt die Abschlussprüfung im finnischen Olympiastützpunkt Vierumäki. Insgesamt ist die Zusammenarbeit mit dem finnischen Verband auf drei Jahre geplant, um neben der Ausbildung von 60 Personen in diesem Zeitraum auch eigene Kapazitäten in Österreich für die Zukunft aufzubauen.

Ziele des neuen Ausbildungsweges
   
- 360 Grad Kompetenz für die österreichischen Trainer, die eine bessere Ausbildung der österreichischen Spieler in allen Altersklassen garantieren soll;
    - Erhöhtes Ansehen des Berufs Eishockeytrainer in Österreich;
    - Erhöhtes Ansehen der österreichischen Trainer im Ausland;
    - Imagegewinn für die österreichischen Nationalmannschaften.