Saarinen beendet seine Karriere

Toni Saarinen beendet nach elf Saisonen seine aktive Spielerkarriere. Mit ihm verliert die Eishockeyszene einen Spieler, der das letzte Jahrzehnt die zweite Liga mit seinem Spielstiel prägte.

EHC Lustenau: Vor einigen Tagen hast du dein Karriereende bekannt gegeben. Wie geht es dir jetzt?

Toni Saarinen: Es ist ein ganz komisches Gefühl für mich. Einerseits ist eine gewisse Leere vorhanden, ein bisschen Wehmut, andererseits bin ich nun im Nachhinein froh, diesen Schritt für mich gemacht zu haben. Bei den letzten Spielen – speziell beim Spiel in Feldkirch sowie bei jedem Training war es eine recht schwierige Zeit für mich. Ich wusste nicht, ist dies das letzte Spiel, ist dies das letzte Training mit meinen Kameraden. Dass ich diesen Schritt gemacht habe, werde ich wohl erst in den kommenden Wochen realisieren. Es warten in weiterer Folge neue Herausforderungen auf mich. Ich freue mich darauf, bin gespannt aber ich muss auch zugeben, ich bin ein wenig nervös.

EHC Lustenau: Was waren deine schönsten Momente?

Saarinen: Das ist recht schwierig zu sagen. Sportlich gesehen waren es sicherlich die drei Meistertitel. Aber auch bei diesen Meistertiteln ist es schwierig, den schönsten Titel zu nennen. Einerseits war der erste Meistertitel sicherlich etwas ganz besonderes. Aber auch der dritte Titel war sensationell, denn bei diesem Titel durfte ich den Pokal als Kapitän entgegen nehmen. Ein weiteres Highlight ist natürlich auch die Nachwuchsarbeit, für die ich mich in Lustenau eingesetzt habe. Ich habe einige junge Spieler bzw. ganze Mannschaften trainiert. In der vergangenen Saison spielte ich mit einigen dieser Jungs zusammen in der Kampfmannschaft. Es ist schön zu sehen, dass meine Arbeit im Nachwuchsbereich Früchte trägt.

EHC Lustenau: Wie siehst du die Entwicklung in der Liga?

Saarinen: Die Liga bzw. das Niveau bei den besten Teams ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Früher war es viel einfacher, eine herausragende Leistung abzuliefern. Heute musst Du bei den Spielen an die Grenzen gehen. Viele der Legionäre die neue in die Liga kommen, sind vom Niveau und von der Schnelligkeit der Spiele überrascht. Früher hatten viele Teams eine Toplinie, eine mittelmäßige zweite und eine eher schwache dritte Linie. Wenn du heute vorne mitspielen möchtest, musst du über mindestens drei ausgeglichen starke Linien verfügen. Sonst gibt es nicht mehr viel zu holen.

EHC Lustenau: Wie gestaltet sich deine persönliche Zukunft?

Saarinen: Es ist noch zu früh um Pläne für die Zukunft zu schmieden – ich benötige nun ein wenig Zeit für mich, Zeit zum loszulassen und diese Zeit werden ich mich auch nehmen um mir über meine Zukunft Gedanken zu machen.