Gerangel um die Plätze

Der Grunddurchgang der Inter-National-League nähert sich rasant seinem Ende zu. Um die Ränge eins, drei, fünf und acht wird es an den ausstehenden Spieltagen noch ein Gerangel geben. Zunächst brennt am Samstag Leader Lorenz Lift VEU Feldkirch auf Revanche

Eine Heimniederlage hat Tabellenführer Lorenz Lift VEU Feldkirch in dieser Saison in der Bilanz stehen. Diese erfolgte vor zehn Tagen gegen den EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel. Und genau gegen die Tiroler möchten sich die Feldkircher am Samstag revanchieren, der Gang in den Kitzbüheler Sportpark wird aber kein einfacher.

"Kitzbühel hat schon Siege gegen die Top Drei der Tabelle auf dem Konto und es wird eine konzentrierte Mannschaftleistung brauchen, wollen wir Punkte mit nach Hause bringen", weiß Trainer Michael Lampert, der in dieser Woche zwei Spieler nicht einsetzen kann. Patrick Breuß ist verletzt und mit Michael Novak gab es eine interne Aussprache mit dem Resultat, dass sich der Stürmer (7 Tore und 15 Assists) in den nächsten Wochen eine Auszeit nimmt.

"Es hat ein sehr sachliches und konstruktives Gespräch zwischen Novak, Präsident Pit Gleim und mir gegeben, in dem wir die Situation der letzten Monate offen ausgesprochen und analysiert haben. Eine Auszeit ist für alle Seiten die beste Lösung", erklärt Lampert.

Geht es für Feldkirch um die Absicherung des ersten Platzes vor dem EHC Alge Elastic Lustenau, steht für Kitzbühel Rang fünf auf dem Spiel. Derzeit liegen die Tiroler einen Punkt vor dem EK Zell am See. Am Sonntag steht das direkte Duell in Kitzbühel auf dem Programm.

"Feldkirch ist der klare Favorit, aber wir sind immer für eine Überraschung gut. Zell am See ist der einzige Gegner, den wir in dieser Saison noch nicht geschlagen haben. Wir haben noch eine Rechnung offen und wollen dieses Mal als Sieger vor eigenem Publikum das Eis verlassen", hofft Trainer Joe West auf Punktezuwachs.

Lustenau könnte aufgrund des doppelten Einsatzes an diesem Wochenende wieder etwas näher an die VEU heranrücken. Seit der Derby-Niederlage nach Weihnachten konnten die "Löwen" vier Spiele in Folge gewinnen.

Das Auswärtsdoppel gegen HK ECE Celje und KSV Eishockey, das vor zwei Wochen mit 11:3 geschlagen wurde, wird aber nicht auf die leichte Schulter genommen. "Das hohe Ergebnis kam erst im zweiten Spielabschnitt zu Stande. Im ersten Drittel konnten die Steirer lange gut mithalten. Wir werden versuchen, so bald wie möglich eine Vorentscheidung herbeizuführen, um die drei Punkte aus der Steiermark zu entführen", so Stürmer Max Wilfan.

In der letzten Woche hatte Trainer Janne Sinkkonen die Aufgabe, die beiden neuen Spieler Marcel Witting und Tukka Laakso in das Team zu integrieren. "Beide Spieler sind gut im Team aufgenommen worden und haben sich schnell akklimatisiert. Es sind die gewünschten Verstärkungen für unser Team. Sie können uns im weiteren Verlauf der Meisterschaft sicherlich weiterhelfen", so Sinkkonen.

Um Rang drei duellieren sich weiterhin HDD SIJ Acroni Jesenice und der EHC-Bregenzerwald, wobei die "Wälder" drei Punkte Rückstand und zwei Spiele mehr aufweisen. Es steht nur noch eine direkte Begegnung dieser Kontrahenten auf dem Spielplan, daher sind Punkte aus allen anderen Spielen entscheidend. Jesenice hat am Sonntag seinen einzigen Auftritt an diesem Wochenende bei HK Playboy Slavija Ljubljana. Beide Spiele gegen das Schlusslicht konnte Jesenice gewinnen, auch am nächsten Erfolg gibt es kaum Zweifel. "Wir wollen diesen dritten Rang behalten, daher ist ein Sieg für uns besonders wichtig", weiß Torhüter Zan Us.

Auf deren anderen Seite steht der EHC-Bregenzerwald vor zwei schweren Auswärtsspielen in Kapfenberg und Celje. Besonders gegen die Steirer mussten die "Wälder" bereits zwei Mal als Verlierer nach Verlängerung vom Eis. Nach langer Verletzungspause wird auf Seiten der Vorarlberger Fabian Glanznig sein Comeback geben. Weiterhin ausfallen werden Christian Ban, David Hauser, Viktor Scherrieble und Stefan Häussle. "Wir haben Platz drei noch nicht abgeschrieben. Die letzten Spiele waren nicht so erfolgreich, daher brauchen wir jetzt die vollen Punkte", meint Trainer Alex Stein.

Kapfenberg konnte sich zum Jahreswechsel den achten Tabellenplatz von Ljubljana holen und hat sich im Kampf um einen Play-off-Platz einen kleinen Vorsprung erarbeitet. "Zu Hause haben wir fast immer gute Leistungen gezeigt. Wir können gegen die beiden sehr weit vor uns platzierten Vorarlberger Teams nur überraschen, was uns in den letzten Spielen ja auch teilweise gelungen ist. Gegen Bregenzerwald konnten wir außerdem schon zweimal gewinnen. Mit einer kompakten Mannschaftsleistung ist sicher etwas möglich und wir wollen auf jeden Fall auch an diesem Wochenende punkten", erklärt KSV-Topscorer Stefan Trost.

Die jeweiligen Topscorer der Teams werden mit einem eigenen Helm speziell gekennzeichnet. Ligasponsor LIKE-ICE sorgte für Design und Ausstattung der Mannschaften, um den punktbesten Spieler des jeweiligen Klubs dem Publikum besser erkenntlich zu machen.