Wer kann Feldkirch stoppen?

Noch ungeschlagen bekommt es Tabellenführer Lorenz Lift VEU Feldkirch am nächsten Doppelwochenende der Inter-National-League mit zwei harten Brocken zu tun: Auswärts gegen den EK Zell am See und zu Hause gegen HDD SIJ Acroni Jesenice.

Die Siegesserie der Lorenz Lift VEU Feldkirch ist beeindruckend, alle Vorbereitungspartien und alle Meisterschaftsspiele konnten von den Vorarlbergern gewonnen werden. Am nächsten Doppelwochenende der Inter-National-League warten auf den Tabellenführer aber zwei schwierige Aufgaben.

Zunächst geht es auswärts gegen den EK Zell am See, der mit nur einem Sieg in drei Spielen verhalten gestartet ist. Danach wartet das Heimspiel gegen HDD SIJ Acroni Jesenice, derzeit mit sechs Punkten auf Rang vier zu finden. Bei den Feldkirchern fallen Sven Grasböck und Luka Vukoja, der sich im Training eine Verletzung zugezogen hat, aus.

Dafür könnte Diethard Winzig zum Saisondebüt kommen, nach überstandener Verletzung wird der Stürmer zumindest auf der Spielerbank Platz nehmen. "Das wird ein hartes Wochenende für uns. Beide Gegner sind stark und zählen zu den besten Mannschaften der Liga. Die lange Fahrzeit an diesem Wochenende ist dazu eine zusätzliche Belastung", meint Trainer Michael Lampert.

Um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren, brauchen die "Eisbären" gegen Feldkirch und den HK ECE Celje dringend Punkte an diesem Wochenende. Dies muss allerdings ohne die Verletzten Igor Rataj, Florian Dinhopel, Tobias Dinhopel und Matiss Gelazis erfolgen. "Wir werden sehen, wer sich bis Samstag wieder fit meldet bzw. ob und wie viele Kooperationsspieler zur Verfügung stehen. Aber egal wer letztendlich am Eis steht, wir werden den Kampf annehmen und versuchen möglichst viele Punkte einzuheimsen", verspricht Kapitän Franz Wilfan.

Feldkirchs erste Verfolger, EHC Alge Elastic Lustenau und EHC-Bregenzerwald, teilen sich an diesem Wochenende den Gegner. Beide laufen in Heimspielen gegen den HK Playboy Slavija Ljubljana auf. Die Lustenauer wollen die zuletzt gestartete Serie von drei Siegen gegen die Slowenen fortsetzen und sind in Person von Topscorer Scott Barney auch zuversichtlich: "Mit Ljubljana kommt eine Mannschaft, die aus einer kontrollierten Defensive heraus ihre Chancen im Konterspiel suchen wird. Eine konzentrierte Leistung wird notwendig sein, um am Samstag als Sieger vom Eis gehen zu können. Wir wollen von Beginn an zeigen, dass die Trauben in der Rheinhalle für die gegnerischen Teams sehr hoch hängen und es bei uns keine Punkte zu holen gibt."

Mit einem Heimsieg könnte auch der EHC-Bregenzerwald den Anschluss an Feldkirch halten. Bis auf die Langzeitverletzten Fabian Glanznig und Oliver Achermann hat Head Coach Alex Stein vollen Zugriff auf den Kader. Da Dornbirn am Sonntag ebenfalls im Einsatz ist, werden sich die Trainer am Samstag um den Austausch der Kooperationsspieler beratschlagen. "Wir haben die ganze Woche hart trainiert und versucht, uns zu verbessern. Die Mannschaft war vom schwachen Start beim letzten Match enttäuscht, darum ist dieses Mal unser Ziel, von Anfang an stark zu spielen und 60 Minuten Wälderhockey zu zeigen", erklärt der "Wälder" Coach.

Vor dem Duell mit Tabellenführer Feldkirch hat Jesenice noch Schlusslicht KSV Eishockey zu Gast. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen war es ein ausgeglichener Start der Slowenen, die weiterhin am Führungstrio dranbleiben wollen. "In der Vorbereitung konnten wir zwei Mal gegen Kapfenberg gewinnen. Das heißt für dieses Duell aber nicht viel. Am Sonntag wartet dann ein schweres Auswärtsspiel in Feldkirch auf uns. Da müssen wir uns von unserer coolen und couragierten Seite zeigen", verrät Jesenices Verteidiger Gasper Cerkovnik.

Für den KSV geht es gegen Jesenice und EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel darum, den letzten Tabellenplatz wieder an die Konkurrenz abzugeben. Mit Julian Stühlinger, Lucas Loibnegger und Ivan Schaurhofer fallen drei Stammverteidiger aus, als Kooperationsspieler kommen Leon Konecny und Dominik Frank aus Graz.

"Die Mannschaft wird versuchen, das schnelle Aufbauspiel von Jesenice zu stören und einen Punkt zu holen, obwohl wir klarer Außenseiter sind. Gegen Kitzbühel werden wir versuchen, so gut wie möglich nach vorne zu spielen und möglichst oft aufs Tor zu schießen. Wir werden dann ja sehen, was am Ende für uns herauskommt", sagt Schaurhofer, der seinem Team dieses Mal nicht helfen kann.

Wie Ljubljana muss auch Kitzbühel an diesem Wochenende zweimal auswärts ran. In Celje und Kapfenberg geht es um wichtige Zähler, steht man doch derzeit punktgleich mit diesen beiden Vereinen in der Tabelle da. Christopher Feix und Markus Ehrensperger werden die Auswärtsfahrt nicht mitmachen können. "Nach den zwei knappen Heimniederlagen gegen Bregenzerwald und Jesenice wollen wir wieder Zählbares nach Kitzbühel mitnehmen. Beide Gegner sind Tabellennachbarn und sie werden versuchen, uns ein Bein zu. Wenn wir die Leistung der letzten Spiele abrufen können, werden wir bestehen und Punkte holen", meint Mike Hummer.

Die jeweiligen Topscorer der Teams werden ab sofort speziell mit einem eigenen Helm gekennzeichnet. Ligasponsor LIKE-ICE sorgte für Design und Ausstattung der Mannschaften, um den punktbesten Spieler des jeweiligen Klubs dem Publikum besser erkenntlich zu machen.