Verfolgerduelle hinter Leader Feldkirch

Keine Mannschaft ist mehr ohne Punkteverlust in der Inter-National-League. Am Samstag möchte Tabellenführer Lorenz Lift VEU Feldkirch im Heimspiel gegen HK Playboy Slavija Ljubljana die Spitzenposition festigen.

Drei Siege in drei Spielen brachte die Lorenz Lift VEU Feldkirch als einziges Team ungeschlagen an die Tabellenspitze der Inter-National-League. Ganz ohne Punkteverlust ging dies für die Vorarlberger allerdings auch nicht. Am letzten Sonntag erkämpfte sich KSV Eishockey gegen Feldkirch einen Punkt bei der Niederlage nach Verlängerung.

Dass die VEU am Samstag im Heimspiel gegen den HK Playboy Slavija Ljubljana den vierten Sieg in Folge feiert möchte, ist für Trainer Michael Lampert klar: "Wir sind gewarnt, da kommt sicher ein guter Gegner in unsere Halle. Ljubljana hat Celje zuletzt geschlagen. Das heißt für uns, dass wir sicher anders auftreten müssen wie zuletzt bei den Auswärtsspielen." Patrick Breuß konnte in dieser Woche wieder das Training bei den Feldkirchern aufnehmen und könnte wie Christoph Draschkowitz zum Einsatz kommen. Definitiv nicht dabei sind Sven Grasböck und Diethard Winzig.

In der Messehalle Dornbirn kommt es zum Verfolgerduell zwischen dem EHC-Bregenzerwald (Rang zwei) und Titelverteidiger EHC Alge Elastic Lustenau (Rang drei). Verletzungsbedingt werden bei den "Wäldern" weiterhin Fabian Glanznig und Oliver Achermann fehlen, zusätzlich gilt der Einsatz von Viktor Scherrible als unsicher.

Hinter den Kooperationsspielern steht ebenso ein Fragezeichen, da der Dornbirner EC am Freitag in der Bundesliga auflaufen wird und unter anderem Georg Waldhauser in den Kader berufen hat. "Dornbirn hat momentan viele Verletzungen, so werden die Kooperationsspieler eine größere Rolle in ihrem Team spielen. Es ist in ihrer Entwicklung eine großartige Gelegenheit. Das Derby wird tough. Lustenau ist der amtierende Meister und wir müssen für 60 Minuten unser Bestes geben. Ich freue mich auf mein erstes offizielles Derby gegen Lustenau", sagt Trainer Alex Stein.

Nach den beiden Siegen am vergangenen Wochenende gegen HDD SIJ Acroni Jesenice und EK Zell am See fahren die Lustenauer, die mit Scott Barney den Liga-Topscorer (acht Punkte) in ihren Reihen haben, selbstbewusst zum ersten Derby. "Nach dem holprigen Start in Kitzbühel haben wir nun den Rhythmus gefunden und fahren nach Dornbirn, um Punkte zu machen. Wichtig wird sein, dass wir defensiv gut stehen, konzentriert an den Mann gehen und die sich uns bietenden Chancen nützen", lautet die Einschätzung von Stürmer Max Wilfan.

Eröffnet wird der vierte Spieltag mit der Begegnung HK ECE Celje gegen KSV Eishockey um 18:00 Uhr. Die Slowenen sind als einzige Mannschaft noch punktelos, erwischten am Mittwoch eine schlechte erste Minute, als Slavija Ljubljana in den ersten 33 Sekunden auf 2:0 davonzog. "Kapfenberg ist für uns ein neuer Gegner. Wir müssen in der Defensive besser stehen als in den ersten beiden Spielen, um erstmals Punkte zu holen", weiß Celjes Torhüter Rok Stojanovic, mit 91,7 Prozent gehaltener Schüsse viertbester Torhüter der Liga.

Die junge Truppe von KSV Eishockey zeigte in den ersten Partien ansprechende Leistungen und knöpfte zuletzt Leader Feldkirch einen Punkt ab. Stefan Trost, mit zwei Volltreffern erfolgreichster Kapfenberger Schütze, wünscht sich einen ersten Dreipunkter: "Celje ist sicher ein schwerer Gegner, der endlich punkten möchte. Wir haben gegen vermeintlich stärkere Mannschaften in den ersten Spielen gut mitgehalten und werden dafür kämpfen, dass wir zum ersten Mal drei Punkte machen."

Ein weiteres Verfolgerduell geht im Sportpark Kitzbühel über die Bühne, wenn die "Adler" Jesenice zu Gast haben. Die Hausherren können bis auf Mike Hummer auf den gesamten Kader zurückgreifen und wollen im dritten Heimspiel den zweiten Sieg einfahren. "Wir werden bereit sein, jedoch müssen einmal mehr die kleinen Dinge richtig gemacht werden. Unsere Defensive muss solide stehen und vorne müssen wir die Chancen nutzen", lautet die Ansage von Kapitän Christoph Echtler.

Jesenice tritt nach einem enttäuschenden Wochenende in Vorarlberg (3:4 gegen Lustenau, 6:7 gegen EHC-Bregenzerwald) erneut eine Auswärtsfahrt an. "Wir dürfen die Fehler von den letzten zwei Spielen nicht wiederholen. Kitzbühel spielt sehr aggressiv in der Verteidigung. Wir werden versuchen, schnell zu spielen und unsere Chancen eiskalt zu nutzen", verspricht Verteidiger Denis Rakovic den "Adlern" einen heißen Kampf.

An diesem vierten Spieltag kommen auch erstmals die Helme für die jeweiligen Topscorer der Teams zum Einsatz. Ligasponsor LIKE-ICE sorgte für Design und Ausstattung der Mannschaften, um den punktbesten Spieler des jeweiligen Klubs dem Publikum besser erkenntlich zu machen.